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26.10.11 HSV stürmt im Süden ins Achtelfinale
32:20 (16:8)-Sieg gegen Liga-Konkurrent HBW in Runde drei
Im Duell zweier Bundesligisten setzt sich der HSV Handball in der dritten Runde des DHB-Pokal deutlich mit 32:20 (16:8) beim HBW Balingen-Weilstetten durch. Mit dem Erfolg auf der schwäbischen Alb qualifiziert sich die Mannschaft von Trainer Per Carlén souverän für das Achtelfinale, das Mitte Dezember ausgespielt wird. Vor 1.750 Zuschauern in der Balinger SparkassenArena bestimmte der HSV Handball das Spiel von Beginn in allen Belangen und führte bereits zur Pause die Vorentscheidung um den Einzug in die Runde der letzten 16 Mannschaften herbei. Bester HSV-Werfer der dritten Pokalrunde war Hans Lindberg mit neuen Toren.
Eine fast makellose erste Hälfte
Der HSV Handball wurde nach Balingen von vier Fans des Fanclubs Störtebeker begleitet, und die konnten sich vor dem Anpfiff bereits über die Rückkehr von Michael Kraus ins Aufwärmshirt des HSV Handball freuen. Insgesamt kamen zur dritten Runde des DHB-Pokal 1.750 Zuschauer in die Balinger SparkassenArena. Die heimischen Fans mussten jedoch zehn Minuten warten, ehe ihrer Mannschaft das erste Tor gelang. Der HSV führte zu diesem Zeitpunkt bereits 5:0 und hatte in Johannes Bitter einen erstklassigen Rückhalt als Garant für die gegentorlose Anfangsphase, bis zum 5:1 (11. Minute). Der HSV ließ sich aber nicht von seinem zielstrebigen Spiel abbringen und baute die Führung bis zur 15. Minute weiter auf 8:1 aus. In der Abwehr konzentriert und offensiv konnten die Hamburger Angriff um Angriff der Hausherren vereiteln, lediglich per Strafwurf wusste Benjamin Herth Johannes Bitter zu überwinden (2:8, 16.; 3:9, 17.). In der Folge blieb es bei diesem bereits deutlichen Abstand in der Partie, bis hin zur Schlussphase der ersten Hälfte (7:13, 26.). Unterstützt durch die neunte Bitter-Parade baute der Meister seinen Vorsprung bis zur Pause dann noch weiter aus, sodass es mit 16:8 für den HSV in die Kabinen.
Hamburger Abwehrverbund über 60 Minuten konzentriert
Die zweite Hälfte begann ähnlich wie Durchgang eins. Diesmal blieb der HSV Handball nach Wiederanpfiff sechs Minuten lang ohne Gegentor und erhöhte in dieser Zeit auf 20:8 (37.). Die 3:2:1-Deckung der Hamburger stand insgesamt sehr sicher und ließ erst in dieser Phase des Spiels zwei Balinger Treffer in Folge zu (10:20, 38.). Der alte Abstand wurde jedoch umgehend wieder hergestellt (22:10, 40). Immer wieder zog der HSV die HBW-Abwehr mit öffnenden Pässen auseinander und verwertete die sich bietenden Chancen konsequent. Beim zwischenzeitlichen 27:12, eine Viertelstunde vor dem Ende, stand die höchste Gästeführung des Abends auf der Anzeigentafel. Anschließend parierte HSV-Keeper Dan Beutler zudem einen Siebenmeter und vervollständigte so, zu den 16 Paraden von Johannes Bitter, die perfekte Hamburger Torhüter-Bilanz. In den letzten zehn Minuten konnten die Gastgeber den Rückstand lediglich noch auf zwölf Tore verringern, der 32:20-Erfolg des HSV Handball geriet jedoch zu keiner Zeit des Spiels in Gefahr. Michael Kraus kam letztlich noch nicht zum Einsatz, Teamkollege Hans Lindberg erzielte neun Tore, zwei davon per Strafwurf. Der Däne avancierte somit einmal mehr zum besten Schützen des Spiels, mit dem sich der HSV souverän für das Achtelfinale im DHB-Pokal qualifizierte.
HBW Balingen-Weilstetten: Puhle (2/1 P., 1.- 17.); Ziemer (10 P., 17.-60.);
Schlinger 4, Herth 3/2, König 3, Wessig 3, Alvanos 2, Gutbrod 2, Sauer 1, Strobel 1, Bürkle 1, Keinath, Ettwein, Häfner
HSV Handball: Bitter (16 P., 1.- 60.); Beutler (1/1 P., für einen Siebenmeter eingewechselt);
Lindberg 9/2, Vugrinec 4, Jansen 4, Duvnjak 4, Lackovic 3, Vori 3, Schröder 2, B. Gille 1, G. Gille 1, Hens 1, Flohr, Kraus n.e.
Siebenmeter: 2/3 – 2/3 (Beutler pariert gegen Keinath – Lindberg verwirft gegen Puhle)
Zeitstrafen: 3 – 2 (Häfner 2x, Sauer – Vori 2x)
Schiedsrichter: Lars Geipel / Marcus Helbig (Steuden/Landsberg)
Spielfilm: 0:1 (1.), 0:3 (7.), 0:5 (9.), 1:5 (11.), 1:8 (15.), 2:8 (16.), 4:10 (21.), 7:13 (26.), 7:15 (29.), 8:15 (30.), 8:16 (30.) – 8:17 (32.), 8:20 (37.), 10:20 (38.), 10:22 (40.), 11:22 (40.), 11:25 (43.), 12:25 (45.), 12:47 (46.), 13:27 (46.), 13:29 (51.), 16:29 (54.), 16:30 (55.), 17:31 (56.), 19:31 (60.), 19:32 (60.), 20:32 (60.)
Stimmen zum Spiel:
Per Carlén (Trainer HSV Handball): „Natürlich war es ein ganz wichtiges Spiel für uns. In den letzten Partien haben wir immer wieder gute Phasen gehabt – heute war es aber wichtig, dass wir über 60 Minuten eine gute Phase haben. Ich habe wenig gewechselt, damit sich auch unsere 3:2:1-Deckung einspielen kann. Das hat sie super gemacht. Die Abwehr hat sehr gut funktioniert und vorn haben fast alle Feldspieler getroffen. Daher bin ich rundum zufrieden.“
Dr. Rolf Brack (Trainer HBW Balingen-Weilstetten): „Die Idee, wie wir so eine Abwehr des HSV knacken können, ist bei mir vorhanden. Sie ist aber eher noch im Kopf und an der Taktiktafel. Eine Lösung hatten wir heute nicht parat. Dann ist es natürlich sehr schwer, den HSV in Bedrängnis zu bringen. Ich muss sagen: So gut hat Hamburg noch nie gegen uns gespielt, was die Deckungsarbeit angeht, ebenso wie das Spiel nach vorn. Das war schon beeindruckend, daher mein Glückwunsch an den HSV.“
Johannes Bitter (Torhüter HSV Handball): „Wir haben eine super Abwehr gestellt und eine ebenso super Einstellung an den Tag gelegt. Da hatte Balingen so gut wie nichts dagegen zu setzen. Fast über die gesamte Spielzeit sind wir mit Vollgas nach vorn gegangen und haben uns so diesen Sieg verdient. Das Ergebnis am Ende sagt glaube ich alles.“
Blazenko Lackovic (Rückraumspieler HSV Handball): „Es war wichtig, dass wir von Anfang an gut in der Abwehr stehen. Aber wir haben auch sonst ein sehr hohes Niveau im Spiel gehabt, mit Tempo, aber auch mit Geduld im Angriff. Wenn dann noch eine konstant gute Abwehr dazu kommt, steigt auch das Selbstvertrauen und es wird alles einfacher.“
Michael Kraus (Mittelmann HSV Handball): „Ich glaube wir haben den Grundstein für diesen Sieg ganz klar in den ersten zehn Minuten gelegt. Die Abwehr hat sehr gut gearbeitet und den Faden auch nicht verloren. So hatte der HBW keine Chance. Wir haben es aber auch nicht zugelassen, dass sie nur einen Gedanken an das Achtelfinale hätten verschwenden können. Bei mir sind wir heute noch einmal auf Nummer sicher gegangen. Mein persönliches Ziel ist jetzt das Spiel am Sonnabend gegen Balingen.“
Notiz zum Spiel:
- Mit dem15:7 nach 28 Minuten erzielte Hans Lindberg sein 100. DHB Pokal-Tor.
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