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21.12.11 Der HSV Handball beschert seine Fans mit zwei Punkten

32:23 (13:12)-Erfolg gegen den SC Magdeburg

Im letzten Spiel vor Heiligabend schlägt der HSV Handball den SC Magdeburg mit 32:23 (13:12) und bietet seinen Fans in der zweiten Halbzeit ein Handball-Fest. Vor 10.853 Zuschauern in der gut gefüllten O2 World Hamburg starteten die Hamburger mit einer konzentrierten 3:2:1-Abwehr und gewannen zunächst viele Bälle, aus denen einfache und schnelle Tore resultierten. In der Folge verlief das Spiel aber ausgeglichen und zur Halbzeit stand eine knappe 13:12-Führung an der Anzeigetafel. In der zweiten Hälfte zog die Carlén-Sieben das Tempo an und überzeugte in der Abwehr. So baute der Meister seinen Vorsprung bis zum Schlusspfiff auf 32:23 aus. Zum besten Werfer des Abends avancierte Hans Lindberg, der insgesamt zwölf Mal erfolgreich war, und schon in der ersten Halbzeit neun Tore erzielen konnte.

Dank Hans Lindberg zur knappen Pausen-Führung

Das Spiel begann mit viel Tempo, und der HSV stand gut in der Abwehr. Hans Lindberg erzielte die ersten vier Hamburger Treffer, bei nur zwei Toren der Gäste, und nach sechs Minuten stand es 4:2. In der Folge konnte der SC Magdeburg aber zum 4:4 ausgleichen (7. Minute), bevor einige Minuten kein weiterer Treffer fiel. Erst in der elften Minute konnten die Gäste, durch einen verwandelten Abpraller, nachdem Johannes Bitter einen Siebenmeter gehalten hatte, mit 5:4 in Führung gehen. Danach glich der Deutsche Meister aber erneut durch Hans Lindberg aus und konnte durch Domagoj Duvnjak und nochmal Hans Lindberg mit 7:5 in Vorlage gehen (15.). Dieser Vorsprung hatte weitere fünf Minute bestand (11:9), zwei Minuten später trafen jedoch wiederum die Gäste zum Ausgleich (11:11, 22.). Die Hanseaten kassierten zwar bis zur Pause nur noch einen Gegentreffer (11:12, 25.), blieben aber selbst fast zehn Minuten ohne eigenes Tor, bevor erneut Hans Lindberg, mit seinen Toren acht und neun, zweimal traf, und es mit 13:12 in die Pause ging.

Starke zweite Hälfte führt zum verdient deutlichen 32:23-Erfolg

In der Halbzeit-Pause fand Per Carlén die richtigen Worte, und seine Mannschaft startete konzentriert und mit viel Tempo in den zweiten Durchgang. Die ersten drei Tore erzielte der Meister, und nach 32 Minuten stand es 16:12, bevor auch die Gäste trafen und um ein Tor verkürzen konnten (16:13, 34.). Aber durch einen weiteren 6:1-Lauf zog der HSV, bis zur 42. Minute, auf 22:14 davon und führte so die Vorentscheidung herbei. In diesem Tempo ging es weiter. Magdeburg erzielte ein Tor, und der HSV legte seinerseits vier zum zwischenzeitlichen 26:15 nach (45.). Mit dem 27:17 (49.) gelang dann Stefan Schröder der schönste Treffer des Abends: Renato Vugrinec legte den Ball aus der Mitte in den Sechser, so ihn Stefan Schröder aus der Luft pflückte, um den Ball souverän zu verwandeln. Die letzten Minuten der Partie verliefen dann ausgeglichen, und am Ende kamen die Hamburger zu einem verdienten und deutlichen 32:23-Erfolg. Per Carlén setzte dabei, bis auf Torsten Jansen, der aufgrund einer Magen-Darm-Grippe passen musste, alle seine Spieler ein, die ihren Fans im ‚Weihnachtsspiel‘ zwei Punkte und eine tolle zweite Hälfte schenkten. Marcin Lijewski konnte in der zweiten Halbzeit allerdings nicht mehr mitwirken, da er sich bei einer Abwehraktion eine Nervenirritation in der unteren Brustwirbelsäule zuzog. Nun können die Spieler eine kurze Weihnachtspause genießen, bevor am kommenden Dienstag, 27. Dezember, um 19.00 Uhr, das letzte Spiel des Jahres und vor der EM-Pause gegen Frisch Auf! Göppingen auf dem Programm steht.

HSV Handball: Bitter (5/1 Paraden, 1.-25. und für einen Siebenmeter eingewechselt); Beutler (8 P., 26.-60.);
Lindberg 12/3, Duvnjak 4, Flohr 4, B. Gille 3, Schröder 2, G. Gille 2, Vugrinec 2, Lijewski 2, Hens 1, Kraus, Lackovic, Vori

SC Magdeburg: Eijlers (8 P., 1.-30. und 47. – 60.); Gustavsson (1 P., 30.-46.);
Jurecki 6, Rojewski 5, Doborac 4, Wiegert, Tönnesen 3, Hornke 2, Grafenhorst 2, Weber 1, Musche, Landsberg, Carstens, Hansen X, Hartfiel X

Siebenmeter: 3/4 – 2/3 (Lindberg trifft den Pfosten – Bitter pariert gegen Tönnesen)

Zeitstrafen: 5 – 6 (2x B. Gille, Flohr, Duvnjak, G. Gille – Landsberg, Jurecki, Hornke, Wiegert, Carstens, Rojewski)

Schiedsrichter: Andreas Pritschow / Marcus Pritschow (Stuttgart)

Spielfilm: 1:0 (2.), 2:1 (3.), 4:2 (6.), 4:4 (7.), 4:5 (11.), 7:5 (15.), 9:7 (18.), 11:9 (20.), 11:11 (22.), 11:12 (25.), 13:12 (30.) - 16:12 (32.), 18:13 (35.), 20:14 (39.), 24:15 (44.), 27:17 (49.), 27:19 (51.), 28:20 (55.), 29:23 (57.), 32:23 (60.)

Stimmen zum Spiel:

Per Carlén (Trainer HSV Handball): „Es waren heute zwei ganz unterschiedliche Halbzeiten. In der ersten Hälfte haben wir zu langsam gespielt, und Magdeburg hat seine Sache gut gemacht. In der zweiten Halbzeit haben wir ein paar Änderungen vorgenommen und mit viel Tempo eine super-Halbzeit gespielt. Hans hat heute Weltklasse gespielt und bis auf einen Wurf alle Versuche verwandelt. Jetzt gehen wir mit einem guten Gefühl in die kurze Weihnachtspause.“

Frank Carstens (Trainer SC Magdeburg): „Herzlichen Glückwunsch an den HSV, der heute verdient gewonnen hat. In der ersten Halbzeit konnten wir das Spiel offen gestalten, aber in der zweiten Halbzeit konnten wir die Ausfälle unserer besten Rückraumschützen nicht kompensieren. Wir haben da zu viele Fehler gemacht, und der HSV konnte mit seinem Tempo-Spiel davonziehen. Trotzdem bin ich mit der Leistung meiner Mannschaft, gerade in der ersten Hälfte zufrieden.“

Martin Schwalb (Präsident HSV Handball): „Ich glaube die zweite Hälfte hat allen Fans viel Spaß gemacht. Mit schönem Tempo-Handball, so wie wir uns das vorstellen, haben wir verdient gewonnen. Ich wünsche allen Fans, auch im Namen der Mannschaft, Frohe Weihnachten!“

Hans Lindberg (Rechtsaußen HSV Handball): „Das ist heute ganz gut für uns gelaufen. Wir hatten Magdeburg, glaube ich, das gesamte Spiel über gut im Griff. In der ersten Halbzeit standen wir schon richtig gut in der Abwehr und haben auch Geduld bewiesen. Deshalb waren wir uns in der Halbzeit auch sicher, dass das Spiel nicht so eng bleiben würde. Immerhin ist der SCM eine klasse Mannschaft, aber ein Spiel dauert eben zweimal 30 Minuten. Nach der Pause haben wir einfach überragend gedeckt und mehr Gegenstöße verwertet. Das war der Schlüssel.“

Guillaume Gille (Kapitän HSV Handball): „Magdeburg hat in der ersten Halbzeit sehr gut gespielt und uns vor einige Aufgaben gestellt. Da hat uns noch das Tempo gefehlt. In der zweiten Halbzeit lief es aber richtig gut in der Mannschaft. Das haben auch die Fans gemerkt und uns weiter nach vorn gepusht. Von daher können wir uns alle über diesen Sieg freuen.“

Johannes Bitter (Torhüter HSV Handball): „Dieser Sieg war für unser HSV-Herz sehr gut. Wir haben voll aufgedreht und viele schöne Tore gemacht, wenn man nur an den Kempa-Trick von Stefan Schröder denkt. So etwas streichelt die Handball-Seele, und jetzt freuen wir uns auf ein paar schöne Tage.“

Notizen zum Spiel:

  • Die B-Jugend des HSV gewann das Vorspiel gegen die HSG Hanau mit 30:26 (16:13).

Tabelle

2 Flensburg-H. 53 : 11 +139
3 Berlin 48 : 14 +122
4 Hamburg 47 : 17 +108
5 R-N Löwen 44 : 20 +83
6 Magdeburg 39 : 27 +48

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