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(Mo.-Mi. 11-13 Uhr & 14-18 Uhr / Do. 11-18 Uhr)

14.04.12 Souverän beide Auswärtspunkte beim TVG mitgenommen
Hamburger 34:26 (18:11)-Erfolg in Aschaffenburg
Mit einer überzeugenden Leistung hat der HSV Handball das Auswärtsspiel beim TV Grosswallstadt gewonnen. Trotz personeller Probleme stellte das Hamburger Trainer-Gespann Martin Schwalb und Jens Häusler ein spielstarkes Team auf, das in Mainfranken mit 34:26 (18:11) die Oberhand behielt. Von der ersten Minuten an sahen die 4.211 Zuschauer in der f.a.n. frankenstolz arena in Aschaffenburg ein Spiel, in dem der HSV sofort das Kommando übernahm. Die Gäste aus Hamburg spielten sehr konzentriert und konnten bereits mit einer deutlichen Führung in die Pause gehen, die danach auch zunächst weiter ausgebaut werden konnte. Am Ende gewannen die Hamburger verdient mit acht Treffern Vorsprung. Dabei erzielte unter anderem Hans Lindberg als erster HSV-Handballer sein 1000. Bundesliga-Tor. Der dänische Rechtsaußen war mit 15 Toren zugleich bester Werfer des Abends beim verdienten Erfolg seines Teams, das somit näher an Platz drei in der TOYOTA Handball-Bundesliga heranrückt.
Spielstarker HSV bringt sich früh in eine gute Position
Auch ohne Vier – sowohl Johannes Bitter als auch Oscar Carlén fehlten mit Kreuzbandriss neben Stefan Schröder (Bänderdehnung) und Bertrand Gille (Sehnenanriss) – legte der HSV Handball in der mit 4.211 Zuschauern besetzten f.a.n. frankenstolz arena in Aschaffenburg einen Blitzstart hin. Mit dem 3:1 nach fünf Minuten erzielte Hans Lindberg bereits seinen 1000. Bundesliga-Treffer im Trikot der Hamburger, die wenig später bereits mit 5:1 führten (7. Minute). Der TVG wechselte in dieser Phase verletzungsbedingt den Torhüter: Für Martin Galia kam Andreas Wolff, der den Hamburgern mehr entgegensetzen konnte. Die Gäste spielten aus einer offensiven 3:2:1-Deckung heraus sicher und schnell nach vorn und setzten den TVG so ständig unter Druck. Zudem parierte Dan Beutler nach acht Minuten einen Siebenmeter. So führte der HSV Handball nach einer Viertelstunde weiter mit 9:5 und konnte diese Führung bis zum Pausenpfiff noch weiter ausbauen. Vier Minuten ohne Gegentor nutzten die Hanseaten zum 12:7 (20.) und trafen sogar in Unterzahl, sodass diese Führung nicht einbrach (14:9, 24.). Bis zur Pause hielten die HSV-Abwehr und Dan Beutler ihr Tor sogar noch zweimal für jeweils drei Minuten lang sauber. Vorn erhöhten Hans Lindberg sowie Torsten Jansen, Marcin Lijewski und nochmals Hans Lindberg auf 18:10. Der dänische Rechtsaußen erzielte im ersten Durchgang sieben Treffer. Sein Gegenüber Michael Spatz stellte mit einem Strafwurf als letzte Aktion der ersten Halbzeit das 11:18 zur Pause her.
Hans Lindberg überragt mit 15 Toren
Nach Wiederanpfiff machte der HSV Handball da weiter, wo er vor der Pause aufgehört hatte. Igor Vori und Torsten Jansen erhöhten weiter auf 21:12 (34.). Dan Beutler im Tor der Hamburger war weiterhin ein sicherer Rückhalt und half mit seinen 19 Paraden dabei, diese Führung bis Mitte der zweiten Hälfte zu verteidigen. Das gelang sowohl in Über- als auch in Unterzahl: Über 22:13 mit einem Mann mehr auf dem Feld (36.) und 25:16 mit einem Mann weniger (41.) führte der HSV Handball nach 43 Minuten 26:17. Dann erhöhte Hans Lindberg im Alleingang auf zehn, respektive auf elf Tore Vorsprung (28:17, 44.), eine Vorentscheidung, wie viele vermuteten. In der Folge blieben diesmal allerdings die Hamburger fünf Minuten ohne Treffer, während Grosswallstadt mit vier Treffern auf 21:28 verkürzen konnte. Martin Schwalb nutzte die taktische Option der Auszeit, die auch ihre Wirkung zeigte. Wiederum Hans Lindberg markierte das 29:21 und eröffnete damit eine Hamburger 5:1-Serie, die das Ergebnis wieder auf 33:22 stellte und fünf Minuten vor dem Ende die endgültige Entscheidung im Spiel darstellte. Für TVG-Akteur Michael Spatz, der allein neun Siebenmeter verwertete und für den am Ende zwölf Treffer in der Statistik standen, brachte sein Team unter anderem bis zum Ende noch einmal auf 25:34 heran. Nach einem weiteren Treffer der Gastgeber in der Schlussminute stand der 34:26-Sieg des HSV Handball fest, für den wiederum Hans Lindberg ein überragendes Spiel machte. Der Däne überflügelte sogar sein TVG-Pendant und kam auf 15 Tore, mit denen er auch half, den Rückstand auf Platz drei zu verkürzen.
TV Grosswallstadt: Galia (1.-7.); Wolff (12 Paraden, 7.-60.);
Spatz 12/9, Holst 3/1, Weinhold 2, Tiedtke 2, Maas 2, Kneer 1, Schäpsmeier 1, Köhrmann 1, Eisenträger 1, Liebald 1, Larsson, Jakobsson
HSV Handball: Beutler (19/1 P., 1.-60.); Djordjic (für drei Siebenmeter eingewechselt);
Lindberg 15/4, Jansen 4, Lijewski 4, Kraus 2, Vori 2, Hens 2, G. Gille 2, Duvnjak 1, Lackovic 1, Flohr 1, Vugrinec, Schulze n.e.
Siebenmeter: 10/11 – 4/4 (Beutler pariert gegen Holst)
Zeitstrafen: 3 – 2 (Kneer 2x, Jakobsson – Lindberg, Flohr)
Schiedsrichter: Andreas Pritschow / Marcus Pritschow (Stuttgart)
Spielfilm: 0:1 (2.), 0:2 (4.), 1:2 (5.), 1:5 (7.), 3:5 (10.), 3:6 (11.), 6:9 (16.), 7:10 (17.), 7:12 (20.), 8:12 (21.), 9:13 (22.), 9:15 (26.), 10:15 (27.), 10:18 (30.), 11:18 (30.) – 11:19 (31.), 12:19 (32.), 12:21 (34.), 13:21 (34.), 15:23 (38.), 17:25 (42.), 17:28 (44.), 20:28, (48.), 21:28 (50.), 21:30 (51.), 22:31 (53.), 22:33 (56.), 24:33 (58.), 24:34 (58.), 26:24 (60.)
Stimmen zum Spiel:
Martin Schwalb (Trainer HSV Handball): „Wir haben gewusst, dass wir heute gegen eine spielstarke Truppe ran müssen. Der TVG kann von allen Positionen Tore erzielen, das ist das herausragende Merkmal des Teams, das auch schon seit Jahren gute Abläufe spielt. Daher ist es nicht ausreichend, sich auf ein oder zwei Spieler zu konzentrierten. Man muss das Kollektiv bearbeiten, damit keiner zu seiner Top-Tagesform kommen kann. Es war daher wichtig, dass wir gut in die Partie gekommen sind. Das war der Baustein für den Erfolg hier: Die Aggressivität in der Abwehr und die Gegenstöße, mit denen wir uns den Vorsprung erarbeitet haben, waren ausschlaggebend, das Spiel hier zu gewinnen. Damit sind wir sehr zufrieden, keine Frage.“
Peter David (Trainer TV Grosswallstadt): „Das war ein absolut verdienter Sieg für den HSV. Wir hatten zu viel Respekt und zu wenig Selbstvertrauen, das waren unsere größten Probleme heute. Leider ging es so für uns von Anfang an bergab, und wir sind das ganze Spiel hinterher gelaufen. Es gab zwar Phasen, in der wir die Abwehr knacken konnten, aber dann haben wir verworfen oder sind an Dan Beutler gescheitert. All das sind Punkte, die nicht passieren dürfen, wenn man den HSV schlagen will. Mit acht Tore zuhause zu verlieren, ist natürlich zu hoch, aber wir müssen jetzt damit leben.“
Igor Vori (Kreisläufer HSV Handball): „Jetzt bin ich ziemlich müde, das war nicht einfach ohne Bertrand. Ich habe natürlich an ihn gedacht, und insgesamt haben wir hier auch für unsere Verletzten gespielt. Wir haben von der ersten bis zur 60. Minute alles gegeben: Die Deckung war wieder super, und so muss es laufen. Da ist zwar auch noch etwas Luft nach oben, aber wir bleiben mit beiden Füßen auf dem Boden, weil wir am Dienstag schon wieder ein sehr wichtiges Spiel haben.“
Domagoj Duvnjak (Spielmacher HSV Handball): „Die Anfangsphase war sehr wichtig für uns. Wir standen sehr gut in der Abwehr und haben nach einer Viertelstunde schon deutlich geführt. Das hat es einfacher für uns gemacht, das war der Grundstein. Meinen Hut muss ich natürlich vor Hans Lindberg mit seinen 15 Toren ziehen. Klasse.“
Hans Lindberg (Rechtsaußen HSV Handball): „Das hat heute ganz gut geklappt, weil die ganze Mannschaft Gas gegeben hat. Das Tempo in der Abwehr haben wir hoch gehalten. So konnte der TVG sich nicht entfalten, und genau das war unser Ziel. Wenn es dann hinten gut klappt, geht es auch vorne leicht von der Hand.“
Notizen zum Spiel:
- Nach dem Spiel traf sich die Mannschaft des HSV Handball auf Einladung seines Reisepartners, der TR Teamsportreisen GmbH, mit den mitgereisten Fans zum gemeinsamen Abendessen.
- Oscar Carlén begleitete sein Team nach Aschaffenburg und reist weiter nach Donaustauf, um dort nach dem erneuten Kreuzbandriss seine Reha fortzusetzen.
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