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(Mo.-Mi. 11-13 Uhr & 14-18 Uhr / Do. 11-18 Uhr)

04.10.11 Auswärtssieg im Bergischen Land
Hamburger 29:25 (13:13)-Erfolg in Wuppertal
Der HSV Handball hat die erste Auswärtsaufgabe des Oktobers erfolgreich hinter sich gebracht. Beim Aufsteiger Bergischer HC setzte sich das Team von Trainer Per Carlén mit 29:25 (13:13) durch. 3.200 Zuschauer in der Unihalle Wuppertal sahen dabei eine vor allen Dingen spannende Partie, in der der ein knapper Vorsprung beinahe über die gesamte Spielzeit häufig wechselte. In der Schlussphase übernahmen die Gäste allerdings die Führung und gaben sie bis zum Ende nicht mehr ab. Erfolgreichster Schütze des Abends war Hans Lindberg mit acht Treffern, Pascal Hens gelangen sieben Torerfolge. Durch diesen Sieg verbessert sich der HSV Handball weiter in der Tabelle, vorerst auf Platz zwei der TOYOTA Handball-Bundesliga. Am morgigen Mittwoch reist der Deutsche Meister weiter zur nächsten Auswärtsaufgabe in der VELUX EHF Champions League bei HCM Constanta (Donnerstag, 6. Oktober, 19.00 Uhr (MESZ)).
Auf und ab im ersten Durchgang
Besonders herzlich wurde vor dem Anpfiff der Jubilar des HSV Handball von den 3.200 Zuschauern in der ausverkauften Unihalle Wuppertal begrüßt: Torsten Jansen, früher selbst für die SG Solingen aktiv, lief zu seiner 250. Bundesliga-Partie im HSV-Trikot auf. Die Hamburger erwischten den besseren Start und führten schnell mit 3:0 (3. Minute). In der Defensive konnten die Gäste mehrere Ballgewinne verbuchen und kamen so im Angriff zu leichten Toren. Der Bergische HC fand jedoch ebenso schnell ins Spiel zurück und so entwickelte sich eine interessante und abwechslungsreiche erste Hälfte. Mit 6:5 übernahmen die Gastgeber nach elf Minuten erstmals die Führung. Der HSV Handball konterte allerdings und drehte das Ergebnis nach einer Viertelstunde erneut (7:6, 15.). Die zweiten 15 Minuten des ersten Durchgangs waren umkämpft und geprägt durch zahlreiche Ballverluste in den Vorwärtsbewegungen auf beiden Seiten. Die Hausherren wussten dabei zunächst, ihre Chancen noch besser zu nutzen. Das 10:7 des BHC war jedoch ebenso eine Momentaufnahme aus der 19. Minute, wie das 12:10 (24.). Der HSV wartete geduldig auf seine Chancen und konnte zum 12:12 ausgleichen (29.). Mit einem 13:13-Gleichstand ging es in die Pause.
HSV Handball macht in der Schlussviertelstunde den Sieg klar
Auch nach der Pause machten beide Mannschaft da weiter, wo sie nach 30 Minuten aufgehört hatten. Der HSV agierte aus einer 3:2:1-Deckung gut im Abwehrverbund und zwang die Gastgeber so zu Fehlern. Auf der anderen Seite verpassten es die Gäste, diesen Vorteil in eine höhere Führung umzusetzen. Das 18:16 war nach 38 Minuten die erste Zwei-Tore-Führung des HSV nach der Anfangsphase, das 22:19 eine Viertelstunde vor dem Ende die höchste Führung im gesamten Spielverlauf. Der Bergische HC kam allerdings wieder bis auf ein Tor heran (22:23, 50.). In der Schlussphase verstand es der HSV Handball aber, einen erneuten Richtungswechsel im Spiel mit seinem gut arbeitenden Abwehrblock zu verhindern. Vor allem über die rechte Außenbahn fielen nun die vorentscheidenden Treffer, wie zum 23:20 (48.), 27:24 (57.) und 28:25 (59.). Hans Lindberg, der diese Tore markierte, kam am Ende auf acht Treffer, drei davon auch aus Strafwürfen. Pascal Hens, am Ende siebenfacher Torschütze, sicherte den Sieg beim Aufsteiger gleichermaßen. Nach 60 Minuten stand ein verdienter 29:25 für die Hamburger auf der Anzeigentafel. Nun heißt es für die Carlén-Schützlinge Umschalten auf die VELUX EHF Champions League: Am Donnerstag steht das Auswärtsspiel beim rumänischen Meister HCM Constanta auf dem Programm.
Bergischer HC: Stochl (8 Paraden, 1.-53.); Huhnstock (1 P., 53.- 60.);
Knudsen 4, Oelze 4/4, Reinarz 3, Hosse 3, Nippes 3, Klev 2, Pekeler 2, Karason 2, Wöss 1, Moen 1, Böhm, Behr n.e., Vitek n.e., Quade n.e.
HSV Handball: Bitter (8 P., 1.-30., 47.-60.); Beutler (2 P., 31.-47. und für einen Siebenmeter eingewechselt);
Lindberg 8/3, Hens 7, Duvnjak 4, Lackovic 2, B. Gille 2, Flohr 2, G. Gille 1, Vugrinec 1, Jansen 1, Vori 1, Schröder n.e., Schliedermann n.e.
Siebenmeter: 4/6 – 3/3 (Oelze wirft über das Tor, Hosse trifft die Querlatte)
Zeitstrafen: 4 – 3 (Pekeler 2x, Knudsen, Wöss – G. Gille 2x, Vori)
Schiedsrichter: Ronny Dedens / Nico Geckert (Magdeburg)
Spielfilm: 0:1 (1.), 0:3 (3.), 2:3 (5.), 2:5 (6.), 4:5 (10.), 6:5 (12.), 6:7 (15.), 10:7 (19.), 10:9 (20.), 11:10 (23.), 12:11 (28.), 12:12 (29.), 13:13 (30.) – 14:13 (31.), 14:15 (35.), 16:15 (37.), 16:18 (39.), 17:18 (40.), 19:20 (44.), 19:22 (45.), 20:22 (47.), 21:23 (48.), 22:23 (50.), 22:25 (53.), 23:25 (54.), 24:26 (55.), 25:27 (58.), 25:29 (60.)
Stimmen zum Spiel:
Per Carlén (Trainer HSV Handball): „Natürlich sind wir zufrieden, dass wir mit zwei Punkten aus der Halle gehen können, wir haben aber nach wie vor einige Baustellen im Team. Wir haben es heute über 60 Minuten mit einer 3:2:1-Defensivvariante gespielt, das hat aus meiner Sicht sehr gut funktioniert. Die Arbeit nach vorn war allerdings nicht das, was wir uns vorstellen. Da müssen wir noch mehr trainieren und natürlich auch darüber sprechen. Aber wie gesagt, für uns sind heute die zwei Punkte wichtig, morgen reisen wir weiter nach Rumänien.“
HaDe Schmitz (Trainer Bergischer HC): „Als Trainer kann ich nicht zufrieden sein, wenn wir verlieren. Aber ich glaube, dass wir gegen den Deutschen Meister ein tolles Spiel gemacht haben. Die Niederlage ist keine ganz große Überraschung, schade aber ist aus unserer Sicht, dass wir viele klare Chancen liegen gelassen haben. Das hätte sonst natürlich auch unsere Chancen insgesamt gesteigert. Aber man sieht, dass die HSV-Mannschaft in vielen Schlachten erprobt ist und viel Substanz hat. Das hat uns am Ende gefehlt.“
Torsten Jansen (Linksaußen HSV Handball): „Das Positive heute ist der Sieg. Darüber hinaus fallen mir nicht so viele positive Aspekte ein. Wir starten eigentlich gut, werden dann aber fahrig und bringen so eine Mannschaft, die als Underdog in das Spiel geht, und natürlich auch die Zuschauer, wieder ins Laufen. So wurde es ein schweres Auswärtsspiel. Es müssen dringend ein paar Dinge geändert werden.“
Matthias Flohr (Linksaußen HSV Handball): „Das war ein Kampfsieg. Der BHC hat super gekämpft, denn das war natürlich auch ein besonderes Spiel heute für diesen Verein, der sich in den letzten Jahren bis in die Bundesliga hoch gearbeitet hat. Wir haben über weite Strecken einige Fehler zu viel gemacht, wobei die zweite Hälfte besser und konzentrierter und insgesamt eine Steigerung war. Die Hauptsache ist am Ende aber der Sieg.“
Hans Lindberg (Rechtsaußen HSV Handball): „Am Ende war über rechts viel Platz, aber insgesamt sind es doch zu viele Chancen, die wir liegen gelassen haben. Darüber können wir nicht glücklich sein, sondern nur über die zwei Punkte. Jetzt blicken wir nach vorn, am Donnerstag wartet das nächste schwere Spiel.“
Notizen zum Spiel:
- Matthias Flohr gelang mit dem 25:22 nach 52 Minuten sein 500. Pflichtspieltreffer für den HSV Handball.
- Das Team um Trainer Per Carlén reist am morgigen Mittwoch, 5. Oktober, direkt weiter nach Rumänien. Mit Lufthansa-Flug LH 3080 geht es um 11.20 Uhr von Düsseldorf aus, wo der HSV im NH Düsseldorf City-Nord übernachtet, nach Bukarest. Zu Rumänien besteht eine Zeitverschiebung von einer Stunde, daher wird das Spiel (Ortszeit 20.00 Uhr) nach mitteleuropäischer Sommerzeit bereits um 19.00 Uhr angepfiffen.
HSV-Dauerkarte 2013/2014
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