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19.11.11 VELUX EHF CL: Top-Geschenk für den Trainer
Verdienter 30:26 (14:13)-Erfolg bei Orlen Wisla Plock
Der HSV Handball beendet die Hinrunde der Gruppenphase in der VELUX EHF Champions League verlustpunktfrei. Auswärts bei Orlen Wisla Plock gewann die Mannschaft von Trainer Per Carlén 30:26 (14:13) und machte ihrem Coach damit das perfekte Geschenk zum 51. Geburtstag. Vor 5.312 Zuschauern in der Orlen Arena trumpfte der Tabellenführer der Gruppe C vor allem nach der Pause sowie in Person seines Torhüters Dan Beutler auf. Der Schwede kam am Ende auf 23 Paraden. Bester Werfer des Spiels war Pascal Hens mit acht Treffern. Bereits am kommenden Sonntag kommt es für beide Mannschaften zu einem Wiedersehen. Zum Rückrundenauftakt in der Gruppe C empfängt der HSV Handball den polnischen Meister am 27. November um 15.30 Uhr in der Sporthalle Hamburg.
Spannende erste Hälfte mit zwei guten Torhütern
Den besseren Start in die Partie erwischten die Gastgeber, die sich in der Vorrunden-Gruppe C vor eigenem Publikum bislang schadlos halten konnten. Nicht nur das erste Tor ging auf das Konto der von Lars Walther trainierten Polen (1:0, 2. Minute), mit seinem guten Torhüter Morten Larsen Seier konnte Orlen Wisla Plock die Führung in der Anfangsphase behaupten (4:3, 8.). Zwar ging der HSV Handball nach zehn Minuten erstmals selbst in Führung (5:4), in der ersten Viertelstunde sollte dies jedoch die Ausnahme bleiben: Plock antwortete mit dem 8:6 (16.). Mit einer offensiven Abwehr gab der HSV von hier an jedoch die Richtung vor. Zudem zeigte sich auch Dan Beutler von Beginn an gut drauf. Mit seinen Paraden legte der Schwede nicht nur Grundstein für den erneuten Ausgleich (8:8, 18.), sondern auch für die erste Drei-Tore-Führung im Spiel, die Renato Vugrinec und Blazenko Lackovic zum 12:9 perfekt machten (24.). Die Gäste entwickelten nun im Angriff insgesamt mehr Durchschlagskraft, während Plock, vor allem in Person von Michal Kubisztal, immer wieder an Dan Beutler scheiterte. Kurz vor dem Halbzeitpfiff war es allerdings der ehemalige HBL-Profi der Füchse Berlin, der für sein Team zum 13:14 verkürzen konnte.
HSV setzt sich nach der Pause entscheidend ab
Die zweite Halbzeit wurde mit etwas Verspätung angepfiffen, weil die fanatischen polnischen Zuschauer eine Spielfeld-Hälfte mit Konfetti-Streifen beinahe komplett bedeckten. Als das Spiel jedoch wieder frei gegeben wurde, hatte der HSV seine beste Phase. Nachdem Plock bis zum 16:17 Anschluss halten konnte (34.), zog der Deutsche Meister mit fünf Treffern in Folge auf 22:16 davon (41.). Eine Viertelstunde vor dem Ende stand mit dem 24:17 die höchste Führung des Spiels auf der Anzeigentafel. Für die Schlussphase hatten sich die Gäste damit den nötigen Vorsprung verschafft. Die Gastgeber schafften es nicht mehr, die Hamburger in Bedrängnis zu bringen. Allerdings musste Marcin Lijewski, der in seiner Heimat von Beginn an auf dem Platz stand und drei Tore erzielte, ausgewechselt werden, nachdem Piotr Chrapkowski auf seinem linken Fuß landete. Vor allem Pascal Hens war jedoch mit seinen acht Treffern der Garant, dass die Führung weiter Bestand hatte (28:22, 55.). Zwar konnte Plock in den letzten Minuten der zweiten Halbzeit, wie direkt vor der Pause, wieder verkürzen (26:29, 58.), doch Dan Beutler verhinderte mit 23 Paraden im Spielverlauf, dass der Sieg noch in Gefahr geriet. Michael Kraus stellte mit seinem ersten Saisontreffer schließlich den 30:26-Endstand her.
Orlen Wisla Plock: Seier (11 Paraden, 1.- 41.); Wichary (4 P., 41.-60.);
Kubisztal 5, Toromanovic 4, Eklemovic 3, Spanne 3, Bäckström 3, Kavas 2, Paczkowski 2, Wisniewski 1, Chrapkowski 1, Zolotenko 1, Kwiatkowski 1, Syprzak, Rajkovic n.e., Twardo n.e.
HSV Handball: Beutler (23 P., 1.-60.); Bitter n.e.;
Hens 8, Jansen 3, Vugrinec 3, Lijewski 3, Vori 3, Schröder 2, Duvnjak 2, Lindberg 2/1,Flohr 2, Lackovic 1, Kraus 1, G. Gille
Siebenmeter: -/- – 1/1
Zeitstrafen: 4 – 2 (Kubisztal, Spanne, Eklemovic, Paczkowski – Lackovic, Jansen)
Schiedsrichter: Ivan Cacador / Eurico Nicolau (POR)
Spielfilm: 1:0 (2.), 2:0 (5.), 2:2 (6.), 4:2 (8.), 4:5 (10.), 7:5 (14.), 7:6 (15.), 8:7 (17.), 8:10 (21.), 9:10 (22.), 9:12 (24.), 11:12 (28.), 11:14 (29.), 13:14 (30.) – 13:15 (32.), 14:15 (32.), 16:17 (34.), 16:21 (38.), 16:22 (41.), 17:22 (44.), 17:24 (46.), 18:24 (47.), 21:27 (52.),22:27 (53.), 24:29 (56.), 26:29 (58.), 26:30 (59.), 26:30 (60.)
Stimmen zum Spiel:
Per Carlén (Trainer HSV Handball): „Ich habe das Geschenk meiner Mannschaft dankend angenommen. Es war ein schwieriges und wichtiges Auswärtsspiel, das wir, wie ich denke, verdient gewonnen haben. Aus einer meist stabilen Abwehr heraus haben wir zahlreiche einfache Tore gemacht. Ich hebe normalerweise niemanden aus der Mannschaft heraus, aber Pascal Hens hat heute eine tolle Leistung gezeigt, und wichtig ist es auch, dass Michael Kraus wieder dabei ist.“
Lars Walther (Trainer Orlen Wisla Plock): „Es ist sicher keine Schande, gegen den Deutschen Meister zu verlieren. Der HSV hat gezeigt, dass er individuell sehr gut besetzt ist und zudem heute den besseren Torwart hatte. Außerdem hat Pascal Hens heute einen sehr guten Tag erwischt, was für uns natürlich nicht so gut war.“
Pascal Hens (Rückraumlinks HSV Handball): „Das hat heute Spaß gemacht. In der Halle herrschte eine richtig gute, friedliche Stimmung. Die haben wir aufgenommen und dann auch zu unserem Spiel gefunden. Mit Tempo sind wir zu einfachen Toren gekommen, über die wir uns absetzen konnten. Daher ist der Sieg auch verdient.“
Marcin Lijewski (Rückraumrechts HSV Handball): „Es war ein schönes Gefühl, mal wieder in der Heimat zu spielen, mit dieser tollen positiven Stimmung in der Halle. Wir mussten schon Gas geben, um hier zu punkten. Nach der Pause hatten wir aber eine super Phase, in der wir für die Vorentscheidung sorgen konnten. Plock kam zwar am Ende noch etwas heran, die Punkte haben wir uns aber verdient.“
Michael Kraus (Spielmacher HSV Handball): „Die Abwehr hat heute viele Bälle gewonnen und damit die Angriffe eingeleitet. Ich denke, der Sieg ist ein tolles Geschenk für den Trainer, ich bin aber selbst auch froh, dass ich wieder spielen konnte. Es ist einfach ein tolles Gefühl, wieder ein Tor zu werfen.“
Notiz zum Spiel:
- Für die Mannschaft des HSV geht es noch am Abend mit dem Bus nach Warschau, von wo die Hamburger am morgigen Sonntag, mit Zwischenstation München, mit Lufthansa-Flug LH 2068 in die Heimat zurück fliegen werden.
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