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07.12.11 Siegesserie reißt erneut in Ostwestfalen

31:32 (12:14)-Niederlage beim TuS N-Lübbecke

Wie schon in der Vorsaison geht die Siegesserie des HSV beim TuS Nettelstedt-Lübbecke zu Ende und die Hamburger unterliegen dem Team von Markus Baur mit 31:32 (12:14). Vor 2.526 Zuschauern in der Merkur Arena in Lübbecke fand der Deutsche Meister nie zu seinem Spiel und es entwickelte sich eine spannende und umkämpfte Partie. Die Hausherren nutzten ihre Chancen konsequenter und warfen sich bis zur Pause eine 14:12-Führung heraus. Im zweiten Durchgang lief der HSV stets einem Rückstand hinterher und konnte erst in der Schlussphase wieder den Anschlusstreffer erzielen. Am Ende reichte es aber nicht mehr für einen Punktgewinn und der Deutsche Meister unterliegt mit 31:32. Lediglich Blazenko Lackovic fand zu seiner Normalform und avancierte mit zehn Toren zum erfolgreichsten Schützen des Abends.

12:14-Pausenrückstand nach umkämpfter erster Halbzeit

Der Deutsche Meister konnte in der ersten Minute durch Igor Vori mit 1:0 in Führung gehen und legte auch das 2:1 durch Domagoj Duvnjak nach (5. Minute). Dies sollte an diesem Abend allerdings die letzte Führung der Hamburger bleiben. Noch in derselben Minute glich Nettelstedt zum 2:2 aus und ging in der zehnten Minute bereits mit 5:2 in Führung. Nach einer Viertelstunde sahen sich die Elbstädter mit 4:8 im Hintertreffen und bis zur 20. Minute blieb es beim Vier-Tore-Rückstand (6:10). Die nächsten drei HSV-Treffer erzielte Blazenko Lackovic, während die Gastgeber zweimal von der Siebenmeterlinie erfolgreich waren und es nach 23 Minuten 12:9 für den TuS stand. Nun kam der HSV etwas besser ins Spiel und konnte, durch drei Tore in Folge, in der 27. Minute den Ausgleich erzielen (12:12). Eine Minute vor dem Pausenpfiff erhöhte die Mannschaft von Markus auf 13:12 und im letzten Angriff der ersten Halbzeit konnte Johannes Bitter einen Wurf von Daniel Svensson erst an den Pfosten lenken und dann von der Linie holen. Die Schiedsrichter entschieden aber auf Tor und der HSV ging mit 12:14 in die Kabine.

Aufholjagd beginnt etwas zu spät und wird nicht belohnt

In der zweiten Hälfte waren es erneut die Gastgeber, die ihren Vorsprung auf 16:12 erhöhen konnten (33.). An diesem Rückstand änderte sich lange Zeit nichts. Beim HSV fand, bis auf Blazenko Lackovic, kein Spieler zu seiner Normalform und der Spielstand variierte bis zur 38. Minute zwischen drei und vier Toren Rückstand für den HSV. In der 40. Minute gelang dem TuS allerdings ein zweites Tor in Folge und es stand 21:16. Nun schwankte der HSV-Rückstand zwischen vier und fünf Toren, bis Igor Vori und Domagoj Duvnjak zwei Treffer in Serie erzielen konnten und so bei 21:24 wieder den Anschluss herstellten (47.). Aber der TuS, der von seinen Fans in der engen Halle nach vorne gepeitscht wurde, konnte, durch leichte Fehler der Hamburger, wieder nachlegen und seine Führung in der 55. Minute auf sechs Tore ausbauen (32:26). Die nun beginnende Aufholjagd des HSV startete etwas zu spät. Zwar gelangen durch eine offensive Abwehr noch viele Ballgewinne und ein weiteres Gegentor konnte verhindert werden, aber es reichte nur noch zu fünf Toren in Folge und einer bitteren 31:32-Niederlage. Die Siegesserie des HSV findet damit nach 19 Siegen in Folge erneut in Ostwestfalen ihr Ende. Der HSV hat nun bis kommenden Sonntag, 11. Dezember, Zeit, um sich auf das Derby mit dem THW Kiel vorzubereiten. Anpfiff in der Sparkassen Arena in Kiel ist um 17.30 Uhr.

TuS N-Lübbecke: Quenstedt (7 Paraden, 1.-55.); Blazicko (55.-60. und für einen Siebenmeter eingewechselt); Gerling n.e.
Tluczynski 7/5, D. Svensson 6, Gustafsson 4, Loke 4, Vukovic 4, K. E. Svensson 3, Niemeyer 3, Verjans 1, Siodmiak n.e., Schröder n.e., Remer n.e.

HSV Handball: Bitter (10 P., 1.-37. und 50.-60.); Beutler (1 P., 38.-50. und für zwei Siebenmeter eingewechselt);
Lackovic 10, Lindberg 6/3, Lijewski 5, Duvnjak 4, Flohr 3, Vori 3, Jansen, B. Gille, G. Gille, Hens, Vugrinec n.e., Schröder n.e.

Siebenmeter: 5/5 – 3/3

Zeitstrafen: 4 – 2 (Vuckovic 2x, Gustafsson, Svensson – Flohr, G. Gille)

Schiedsrichter: Christian Moles / Lutz Pittner (Heddesheim / Hemsbach)

Spielfilm: 0:1 (1.), 1:1 (4.), 2:2 (5.), 4:2 (9.), 5:3 (11.), 7:3 (12.), 8:4 (14.), 8:6 (17.), 10:6 (19.), 11:7 (21.), 12:9 (23.), 12:12 (27.), 14:12 (30.) - 15:12 (31.), 16:13 (33.), 18:15 (36.), 21:16 (40.), 23:19 (45.), 25:21 (48.), 28:25 (51.), 30:26 (53.), 32:28 (57.), 32:30 (59.), 32:31 (60.)

Stimmen zum Spiel:

Per Carlén (Trainer HSV Handball): „Glückwunsch an Markus Baur und Lübbecke. Sie haben heute gut gespielt. Wir haben uns von Anfang an sehr schwer getan und nie zu unserem Spiel gefunden. Nach 19 Siegen in Folge hat es uns leider erwischt und wir haben wieder verloren. Unsere Abwehr hat nicht funktioniert und Lübbecke hat von überall getroffen. Vom Kreis, aus dem Rückraum und von den Außenpositionen. Hier ist es immer schwer, im letzten Jahr hat der HSV einen Punkt geholt und in diesem Jahr leider keinen.“

Markus Baur (Trainer TuS N-Lübbecke): „Glückwunsch an meine Mannschaft für ihr auftreten. Alle haben gut gekämpft und wir sind die langen Wege gegangen. So haben wir Sicherheit bekommen und immer geführt. Zwischenzeitlich sogar mit fünf Toren. Nur über das Ende ärgere ich mich ein wenig. Hamburg hat 3:3 gedeckt und wir haben begonnen die Bälle wegzuschmeißen. Das darf uns nicht passieren. Wir hätten auch höher gewinnen können, aber alles in allem bin ich natürlich zufrieden.“

Marcin Lijewski (Rückraumrechts HSV Handball): „Wir können natürlich nicht zufrieden sein, weil wir ein Spiel verloren haben, das wir unbedingt gewinnen wollten. Aber unsere Abwehr, die sonst immer unsere Stärke war, hat heute leider nicht funktioniert und wir haben uns das Leben dadurch sehr schwer gemacht. Das einzig Positive war heute für mich, dass ich die ganze Zeit spielen konnte.“

Johannes Bitter (Torhüter HSV Handball): „Es war das erwartet sauharte Spiel und wir haben es nicht geschafft uns einmal abzusetzen. Das muss man hier schaffen, um dem Gegner seine Grenzen aufzuzeigen. So konnte Lübbecke die ganze Zeit an den Sieg glauben und war in den entscheidenden Phasen auch konsequenter und besser. Am Ende sind wir zwar über den Kampf nochmal reingekommen, aber haben es am Ende leider nicht geschafft, was heute vielleicht auch verdient war.“

 

Tabelle

2 Flensburg-H. 53 : 11 +139
3 Berlin 48 : 14 +122
4 Hamburg 47 : 17 +108
5 R-N Löwen 44 : 20 +83
6 Magdeburg 39 : 27 +48

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