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15.05.10 14. Auswärtssieg beim TuS N-Lübbecke

HSV landet 28:25 (14:13)-Erfolg in Ostwestfalen

Auch seine vorletzte Auswärtsaufgabe beim TuS N-Lübbecke beendet der HSV Handball mit einem Sieg. In der mit 3.019 Zuschauern besetzten Merkur-Arena gewann die Mannschaft von Trainer Martin Schwalb 28:25 (14:13) und setzt sich somit wieder an die Spitze der TOYOTA Handball-Bundesliga. Marcin Lijewski markierte in einer fairen ersten Hälfte das 1000. Hamburger Saisontor (13. Minute), zur Pause hatten sich die Gäste eine knappe 14:13-Führung heraus geworfen. Spannend bis zum Schluss entwickelte sich die Partie im zweiten Durchgang, der Hamburger Vorsprung hatte aber bis zum Ende Bestand. Beim Abpfiff war TuS-Schütze Arne Niemeyer mit acht Treffern bester Werfer. Marcin Lijewski und Hans Lindberg trafen beim 14. Auswärtssieg des HSV jeweils fünffach.

Lübbecke legt vor, der HSV zieht nach

150 aus Hamburg mitgereiste Fans unter den 3.019 Zuschauern in der Merkur Arena machten die Partie in Lübbecke vor Beginn beinahe zu einem Heimspiel für den HSV. Der stellte sich den motivierten Gastgebern mit einer 3:2:1-Abwehr entgegen, musste jedoch einen anfänglichen Rückstand hinnehmen (1:3, 5. Minute). TuS-Keeper Nikola Blazicko vereitelte gleich mehrere Hamburger Chancen, doch auch Johannes Bitter konnte sich mehrfach auszeichnen. Der Torhüter des HSV Handball war mitverantwortlich, dass Guillaume Gille nach zehn Minuten, mit seinem 850. HSV-Tor, den erneuten Ausgleich erzielen konnte. Ebenfalls einen bemerkenswerten Treffer landete Marcin Lijewski nur drei Minuten später: das 1000. Saisontor für sein Team (6:6). Für die erste HSV-Führung zum 7:6 zeichnete dann Hans Lindberg in der 14. Minute verantwortlich. Diesen Vorsprung konnten die Gäste bis zum Ende einer fairen ersten Halbzeit, in der bis zur 27. Minute nur eine gelbe Karte gezeigt wurde, halten. Die Fans auf den Tribünen taten das Ihre zu einem guten Handball-Spiel, in dem Johannes Bitter in 30 Minuten neun Paraden zeigte und das beim Stand von 14:13 für den HSV Handball in die Pause ging.

Intensive zweite Halbzeit endet mit Hamburger Erfolg

Im zweiten Durchgang feierte Per Sandström einen idealen Einstand im Hamburger Tor, als er den ersten Wurf von Arne Niemeyer abwehrte. Die erste Unterzahl war aus Sicht des HSV ein weiterer Faktor für den erfolgreichen Spielverlauf. Mit einem Mann weniger legten die Gäste eine 18:15-Führung vor (36.). In voller Besetzung und wenig später selbst in Überzahl bauten die Schützlinge von Trainer Martin Schwalb diesen Vorsprung auf 23:18 aus (44.). Hans Lindberg war dabei mit einem Siebenmeter per Heber erfolgreich. Einen Strafwurf auf der anderen Seite, in einer nun umkämpfter werdenden Partie, nahm wiederum Per Sandström eine Viertelstunde vor dem Ende Tomasz Tluczynski ab. Dennoch konnte Lübbecke, im direkten Nachwurf, wiederum auf drei Tore verkürzen (20:23). Weiter ließ der HSV den Tabellenzehnten jedoch nicht herankommen. Auch die letzten beiden Spielminuten, die Hamburg noch einmal in Unterzahl bestreiten musste, änderten nichts mehr am 28:25-Erfolg der Gäste. Durch diesen Sieg, mit jeweils fünf Toren von Marcin Lijewski und Hans Lindberg, übernimmt der HSV Handball wieder die Tabellenführung in der TOYOTA HBL, den die Hamburger Fans in der Halle lautstark feierten.

TuS N-Lübbecke: Blazicko (9 Paraden, 1.-60.); Putera n.e.;
Niemeyer 8, Olafssion 5, Felixson 3, Tluczynski 3/3, Remer 2, Loke 2, Wiese 1, Hansen 1, Siodmiak, O. Tesch, Rui n.e., Bartsch n.e., A. Tesch n.e.

HSV Hamburg: Bitter (12 P., 1.-30., 50.-60.); Sandström (4/1 P., 31.-50. und  für einen Siebenmeter eingewechselt);
M. Lijewski 5, Lindberg 5/2, B. Gille 3, G. Gille 3, Lackovic 3, Hens 3, Vori 2, Jansen 2, K. Lijewski 1, Duvnjak 1, Flohr, Schröder n.e.

Siebenmeter: 3/4 – 2/2 (Sandström pariert gegen Tluczynski)

Zeitstrafen: 3 – 6 (Siodmiak, Hansen, Olafsson – G. Gille 2x, Jansen 2x, K. Lijewski, M. Lijewski)

Schiedsrichter: Uwe Prang / Uwe Reichl (Bergheim/Köln)

Spielfilm: 1:0 (2.), 1:1 (2.), 3:1 (5.), 3:2 (6.), 4:3 (8.), 5:3 (9.), 5:5 (11.), 6:6 (13.), 7:7 (15.), 7:10 (20.), 8:10 (21.), 11:13 (26.), 12:13 (29.), 13:14 (30.) – 13:15 (31.), 14:15 (33.), 14:17 (35.), 15:17 (36.), 15:19 (37.), 16:19 (38.), 18:21 (40.), 18:23 (44.), 20:23 (46.), 22:25 (50.), 23:26 (55.), 25:28 (58.), 25:28 (60.)

Stimmen zum Spiel:

Martin Schwalb (Trainer HSV Hamburg): „Das Spiel war so, wie wir es uns hier vorgestellt haben. Der TuS hat eine gute und aggressive Defensive, gegen die es immer schwer ist zu spielen. Ich muss ehrlich sagen, es hat uns etwas in die Karten gespielt hat, dass Michal Jurecki im Lübbecker Rückraum nicht dabei war. Aber wir haben auch zwischen der 10. und 30. Minute sehr gut gespielt. Von daher geht das Halbzeitergebnis nach dem anfänglichen Rückstand auch in Ordnung. Allerdings haben wir einige technische Fehler produziert, als wir uns weiter absetzen konnten, und dann tut man sich natürlich schwer. In der zweiten Halbzeit stand unsere Abwehr stabiler und wir haben es geschafft, in Drucksituationen unsere Tore zu machen.“

Patrik Liljestrand (Trainer TuS N-Lübbecke): „Glückwunsch an den HSV für diesen verdienten Sieg. Ich bin mit unserer Leistung sehr zufrieden, da die Mannschaft über 60 Minuten gekämpft hat. Die Abstimmung hat zwar nicht immer gestimmt, und dann kann der Gegner eben auch mit vier, fünf Toren wegziehen. Aber die Jungs haben nie aufgegeben, und das war schön zu sehen.“

Matthias Flohr (Linksaußen HSV Hamburg): „Lübbecke hat über die gesamte Spielzeit gut dagegen gehalten, das war aber keine Überraschung. Es war das erwartet schwere Spiel, schwer auch vor dieser Kulisse. Arne Niemeyer war hochmotiviert und das hat auch umgesetzt. Jetzt können wir können uns voll auf das Spiel gegen Kiel konzentrieren.“

Johannes Bitter (Torhüter HSV Hamburg): „Wir haben ein paar individuelle Fehler produziert, das sollten wir abstellen. Ich bin froh, dass wir uns den Punktevorsprung auf den zweiten Platz erhalten konnten.“

Christian Fitzek (Sportlicher Leiter HSV Hamburg): „Es sind immer schwierige Spiele in Lübbecke. Heute haben wir in den entscheidenden Phasen, in denen wir ein Tor gebraucht haben, auch immer eines gemacht. Jetzt können wir uns auf das Spiel konzentrieren, das seit Monaten von den Medien thematisiert wird. Damit sind die Spieler hervorragend umgegangen – jetzt stehen wir aber erst tatsächlich davor.“

Notizen zum Spiel:

  • Kapitän Guillaume Gille erzielte mit dem 5:5 zugleich seinen 850. Treffer in einem Pflichtspiel für sein Team (11. Minute).
  • Marcin Lijewski markierte nach 23 Minuten sein 100. HBL-Tor der laufenden Saison zum 12:9.

 

 

Tabelle

3 Flensburg 48 : 14 +153
4 Berlin 47 : 17 +82
5 Hamburg 46 : 18 +88
6 Hannover 42 : 20 +16
7 Magdeburg 33 : 29 +27

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