23.11.03 -
Mit einem 29:25 (12:11)-Arbeitssieg über GWD Minden konnte sich der HSV am Sonntagnachmittag auf den vierten Tabellenplatz verbessern. Gegen die taktisch hervorragend eingestellten Gäste waren Torsten Jansen und Jonas Ernelind mit jeweils 6 Toren die erfolgreichsten Hamburger Torschützen. Vor 8.425 Zuschauern bot Tomas Svensson im HSV-Tor erneut eine starke Vorstellung.
In der kampfbetonten Partie fand unser Team gegen den starken Mindener Mittelblock zu selten die Lücken, um sich in der ersten Halbzeit einmal absetzen zu können. Im Gegenteil: Nach einer ausgeglichenen Anfangsviertelstunde gingen die Gäste beim 8:10 (21.) sogar mit zwei Toren in Führung. Dank einiger toller Paraden von Tomas Svensson konnte der HSV durch zwei Tore von Pascal Hens und Treffer von Bertrand Gille und Jonas Ernelind den Spieß zur Halbzeit (12:11) wieder umdrehen.
Auch nach dem Wechsel blieb das Spiel umkämpft und ausgeglichen. In der 47. Minute konnte der HSV bei 20:18 erstmals eine 2-Tore-Führung in der zweiten Halbzeit erzielen. Dem erneuten Anschlusstreffer zum 19:20 durch Mindens Tomas Axner folgte dann die vorentscheidende Phase. Mit vier Toren in Folge durch Morten Bjerre, Jonas Ernelind und zweimal Torsten Jansen setzte sich der HSV von der 48. Minute bis zur 52. Minute von 20:19 auf 24:19 ab. In dieser Phase kochten die Emotionen hoch. Pascal Hens, der mehrmals von der Mindener Deckung hart angegangen wurde, revanchierte sich nach einem Foul von Mindens Jan-Fiete Buschmann und schubste seinen Kontrahenten um. Die Konsequenz: Die Schiedsrichter Peter Graf und Axel Mahlich schickten den 23-jährigen Hamburger mit der roten Karte zum Duschen.
Trotz mehrfacher Unterzahl überstand der HSV die Schlussminuten souverän. Den Endstand zum vielumjubelten 29:25 markierte dann Matthias Karbowski wenigen Sekunden vor dem Ende.
Trainerstimmen:
Bob Hanning: “Es war nach der Niederlage in Lemgo in den letzten Tagen nicht einfach. In der ersten Halbzeit haben wir in der 5-1-Deckung viele individuelle Fehler gemacht und viele Zweikämpfe verloren, vorne ging die Tendenz aber nach oben, unsere Angriffseffektivität lag immerhin bei 58%. In der zweiten Halbzeit wollten wir mit einem neuen Deckungsverband überraschen, doch unser Gegner hatte die besseren Lösungen. Minden hat sehr gut und diszipliniert agiert und lange Angriffe gespielt. Wir haben nur fünf Gegenstoßtore erzielen können. Positiv war aber unsere Überzahlsituationen. Toto Jansen hat uns gut getan. Pascal hat bis zu seiner Unbeherrschtheit gut gespielt.“
Rainer Niemeyer: „Das war ein aufregendes Spiel. Wir haben dem HSV über weite Strecken das Leben sehr schwer gemacht. Wir waren hier drauf und dran für eine Überraschung zu sorgen. Letztlich haben wir aber klare Chancen nicht verwerten können und in der entscheidenden Phase haben die Schiedsrichter Entscheidungen getroffen, die von fast allen Zuschauern nicht richtig verstanden worden. Die Niederlage fällt eindeutig zu hoch aus. Hamburg ist noch mal mit einem blauen Auge davon gekommen.“
HSV Hamburg - GWD Minden 29 : 25 (12:11)
HSV Hamburg: Stojanovic (n.e.), Svensson; Ernelind (6/3), Jansen (6/1), Hens (5), B.Gille (4), G.Gille (4), Karbowski (1), Siniak (1), Belaustegui (1), Bjerre (1), Knorr, Agren (n.e.), Landsberg (n.e.)
GWD Minden: Besirevic, de Bakker (44.-54.); Niemeyer (6), Kusilew (4), Buschmann (3), Rasmussen (3/1), Ziercke (3), Fernandez-Oceja (2) Axner (2/1), Schäpsmeier (2), Bezdicek, Simon
Siebenmeter: 5/4 ; 3/2
(de Bakker hält gegen Jansen; Svensson hält gegen Rasmussen)
Strafminuten: 14 / 12
Disqualifikation: Hens (HSV/51.) nach Revanchefoul
Schiedsrichter: Graf / Mahlich (Coswig / Stendel)
Zuschauer: 8.425
Spielfilm: 3:1 (4.), 3:3 (6.), 5:5 (11.), 7:7 (15.), 8:8 (17.), 8:10 (21.), 9:11 (23.), 12:11 (Hz); 13:13 (34.), 15:13 (37.), 16:14 (40.), 16:16 (42.), 18:18 (44.), 20:18 (47.), 20:19 (48.), 24:19 (52.), 24:21 (54.), 26:21 (55.), 26:24 (59.), 28:24 (60.), 29:25 (Es)
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