HSV Hamburg - TV Großwallstadt 29:37

HSV Hamburg - TV Großwallstadt 29:37

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HSV Hamburg - TV Großwallstadt 29:37

9 Grosswallst. 7 : 7 +2
10 R-N Löwen 6 : 6 +3
11 Hamburg 6 : 6 +3
12 Minden 4 : 8 -23
13 Balingen W. 4 : 10 -15
Color Line Arena
HBL
EHF Champions League

HSV Hamburg - TV Großwallstadt 29:37

15.10.05 -

Tiefe Depression beim HSV: Mit der 29:37 (11:16)-Heimniederlage gegen den TV Großwallstadt ist der jüngste Aufwärtstrend bei Hamburgs Handballern brutal gestoppt worden. Die Gäste agierten über die volle Distanz aggressiver, zielstrebiger, schneller ? kurz, einfach besser als der HSV und gingen als absolut verdienter Sieger vom Parkett.

Vom Anpfiff an merkte man den Gästen den unbedingten Siegeswillen an. Der HSV agierte, wie so oft zu Saisonbeginn in den ersten Minuten pomadig und halbherzig. Zudem zeigten die Unparteiischen von Beginn an, dass sie beim Wettstreit um den Titel ?schlechtester Akteur des Abends? unbedingt mitmischen wollten. Martin Harms und Jörg Mahlich boten über die 60 Minuten eine annähernd schwache Vorstellung wie der HSV und sorgten bei den Zuschauer mit ihren auf beiden Seiten unverständlichen Entscheidungen für blankes Entsetzen. Während brutale Gesichtstreffer und das Stoßen des Gegners in der Luft nahezu ungeahndet blieben, kassierten die Spieler für harmlose Aktionen Zeitstrafen. Zerfahrenes Spiel ? zerfahrene Schiedsrichter.
Die ersten Leidtragenden, die auf Hamburger Seite auf die Strafbank mussten, waren Pascal Hens (6.) und Matthias Flohr (8.). Der TVG nutzte die numerische Überlegenheit eiskalt aus. Auch wenn man auf Hamburger Seite von der aggressiven Gästedeckung und der guten schnellen Mitte der Mainfranken wusste, im Spiel fand man gegen die Stärken des Gegners kein Mittel. Schnelle Mitte, 1. und 2. Welle, Großwallstadt traf schon zu Beginn des Spiels fast nach Belieben. Insbesondere Alexander Petersson, der zu Beginn des Spiels an Stelle von Einar Holmgeirsson auf der halbrechten Position agierte, legte mit 5 Toren in den ersten 11 Minuten los, wie die Feuerwehr. Da führte sein Team auch bereits mit 11:6. Auch in der Folgezeit mühte sich der HSV im Angriff gegen die offensive TVG-Deckung. Kam unser Team endlich mal zu guten Möglichkeiten, so war in den meisten Fällen kein Vorbeikommen an Chrischa Hannawald. ?Wir haben mal wieder einen Torwart zum Helden geschossen?, kommentierte Christian Fitzek treffend nach dem Spiel.
Auch nach dem Wechsel das unveränderte Bild. Zwar kämpfte sich der HSV beim 15:18 (36.) noch einmal bis auf drei Tore heran, bettelte aber durch technische Fehler und mangelndes Rückzugsverhalten förmlich um die nächsten Gästetreffer.
Die letzte Viertelstunde war wohl insbesondere für die HSV-Fans eine der bittersten in der noch jungen Vereinsgeschichte. Fast mühelos profitierten die Gäste aus den Offensivfehlern des HSV und vergrößerten den Abstand immer weiter. Die letzten 4 Tore (!!!) erzielte der TVG in der Color Line Arena und demütigte den HSV am Ende mit 29:37.

TVG-Coach Michael Roth freute sich nach der Partie: ?Das war das beste Saisonspiel meiner Mannschaft. Wir haben alles umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben. Wir sind über die aggressive Deckung ins Konterspiel gekommen. Das Gesamtlob geht an die Mannschaft, aber ich möchte trotzdem Chrischa Hannawald herausheben. Der deutliche Sieg ist die Krönung für eine geschlossene Mannschaftsleistung.?

Tief enttäuscht war dagegen natürlich Christian Fitzek: ?Zunächst gratuliere ich Großwallstadt zu diesem Sieg, der am Ende etwas hoch ausgefallen ist, weil wir hinten aufgemacht haben. Wir haben es über das ganze Spiel nicht geschafft, Sicherheit in unsere Aktionen zu bringen. In der Offensive haben wir unerklärliche Fehler gemacht, sind an Hannawald oder an uns selber gescheitert. Das ist ein Schlag ins Gesicht für uns.?

Geschäftsführer Dierk Schmäschke ging nach dem Spiel sogar noch einen Schritt weiter: ?Für diese Leistung kann ich mich bei unseren Zuschauern und
dem engagierten Umfeld nur entschuldigen.?

Bildergalerie vom Spiel

Online-Presse:
Die Welt

Hamburger Abendblatt

Hamburger Morgenpost

Handball-World.de

Sport1

NDR-Online

Spielstatistik:
HSV Hamburg - TV Großwallstadt 29 : 37 (11:16)

HSV Hamburg:  
Stojanovic (1.-21, 48.-60., 8 Paraden), Wiechers (22.-47., 7 P.); Schröder (1), Kokir, Schult (n.e.), Flohr (1), Knorr, Pungartnik (4), B. Gille (3/2), G. Gille (4), Karbowski (1), Lijewski (1), Lavrov (6/2), Hens (8)

TV Großwallstadt: Rominger (für 2 7-M., 1 P.)), Hannawald (22 P.); Horri (n.e.), Hofmann (4), Schmeißer (n.e.), Tiedtke (2), Grimm (6), Wolf, Kunz, Brack, Petersson (11/3), Jörgensen (3), Holmgeirsson (5), Klein (6)

Zuschauer: 4.580

Schiedsrichter: Martin Harms / Jörg Mahlich (Magdeburg / Stendal)

Zeitstrafen:
Hamburg: 5 ? Hens (5.), Flohr (8.), Lavrov (23.), (G. Gille 33. + 43.)
Großwallstadt: 4 ? Petersson (11., 16.), Brack (30.), Holmgeirsson (36.)

Siebenmeter:
Hamburg: 6 / 4 (Rominger hält gegen Lavrov, Hannawald hält gegen B. Gille)
Großwallstadt: 3 / 3

Spielfilm: 0:2 (3.), 1:2 (4.), 1:5 (6.), 2:5 (8.), 3:6 (9.), 3:9 (11.), 5:9 (13.), 5:10 (15.), 7:11 (15.), 7:13 (19.). 8:13 (21.), 9:15 (23.), 11:15 (28.), 11:16 (HZ); 13:16 (33.), 15:18 (36.), 16:23 (40.), 20:27 (45.), 23:27 (48.), 24:28 (49.), 24:31 (53.), 27:32 (55.), 29:33 (58.), 28:33 (58.), 29:37 (EN)

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HSV Hamburg - TV Großwallstadt 29:37

Color Line Arena
Mi 08.10. 20:15 Uhr

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THW Kiel
29:22
(12:14)
HSV Hamburg
So 05.10. 14:45 Uhr

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