07.12.05 -
Der HSV Hamburg gewann am 13. Spieltag gegen den SC Magdeburg mit 23:19 (12:12). Vor 10.791 Zuschauern am Mittwoch Abend in der Color Line Arena gelang damit nach 2 Unentschieden und einer Niederlage endlich ein Heimsieg gegen ein Top-Team der Liga.
Überragender Akteur auf Seiten der Hamburger war Torhüter Goran Stojanovic, der mit insgesamt 18 Paraden, davon 1 Siebenmeter, insbesondere in der 2. Halbzeit den Sieg festhielt. Bester Werfer bei den Hanseaten war Pascal Hens mit 6 Treffern. Auf Magdeburger Seite überzeugte Nationaltorhüter Johannes Bitter mit insgesamt 16 Paraden, davon 2 Siebenmeter.
Martin Schwalb, HSV Hamburg:
In den ersten zehn Minuten fehlte uns die nötige Aggressivität in der Abwehr und vorne hat mir unsere Ballgeschwindigkeit nicht gefallen. Danach wurde beides besser und wir haben den SCM zu Fehlern provoziert. Allerdings haben wir auch klare Torchancen nicht genutzt. In der zweiten Halbzeit wollten wir einfacheren Handball spielen und uns auf das Kämpfen verlassen. Wir haben lange gebraucht, in Führung zu gehen, aber dann zeigte sich die Qualität der Mannschaft. Wir hatten mit Goran einen sensationellen Rückhalt bei nur sieben Gegentoren in der zweiten Hälfte, was aber auch ein Verdienst der Abwehr war, aus der ich Thomas Knorr nach seiner langen Pause loben möchte.
Alfred Gislason, SC Magdeburg:
Das war ein verdienter Sieg für Hamburg. Mit der ersten Halbzeit war ich nicht unzufrieden, obwohl wir viele Fehler gemacht haben. Ich denke, wir hätten zur Pause führen müssen. In der zweiten Halbzeit haben wir schrecklich gespielt und uns blöd angestellt - damit bin ich sehr unzufrieden. Stojanovic hat gut gehalten, aber auch Bitter hat ein Superspiel gemacht. Ich bin sehr enttäuscht, wie wir nach der Pause gespielt haben. Wir sind derzeit aber auch im Rückraum sehr dünn besetzt. Ich fand das Spiel insgesamt nicht so hart, wie es die vielen Strafzeiten vermuten lassen.
Spielstatistik:
HSV Hamburg - SC Magdeburg 23 : 19 (12:12)
HSV Hamburg:
Stojanovic (18/1 Paraden), Wiechers (bei 1 7m)
Schröder (1), Kokir (n.e.), Jansen (3/2), Flohr (3/1), Knorr, Pungartnik (1), G. Gille (3), Lijewski (4), Lavrov (2/1), Hens (6), Rastner
SC Magdeburg:
Bitter (16/2 P.), Heinevetter (bei 1 7m)
Tkaczyk (8/4), Bielecki (1), Richwien, Sprenger (3), Theuerkauf, Stiebler, Grafenhorst (1), Atlason, Abati, Kuleschow (1), Vugrinec (4), Sigurdsson (1)
Siebenmeter: 9/4 ; 5/4
(Lavrov, Lijewski, Jansen, Pungartnik und Flohr vergeben jeweils 1 7m - Stojanovic hält gegen Tkaczyk)
Strafminuten: 10 ; 18
Rote Karte: Jansen (52., nach dritter Zeitstrafe)
Schiedsrichter: Damian / Wenz (Bingen / Mainz)
Zuschauer: 10.791
Spielfilm:
2:2 (4.), 2:4 (6.), 4:4 (9.), 5:5 (11.), 5:7 (12.), 8:8 (16.), 8:10 (22.), 10:10 (26.), 12:12 (HZ)
13:14 (35.), 16:14 (40.), 19:15 (47.), 20:16 (49.), 20:18 (53.), 21:19 (56.), 23:19 (EN)