HSV Hamburg - HSG Wetzlar 39:30

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HSV Hamburg - HSG Wetzlar 39:30

6 Gummersb. 17 : 9 +11
7 Göppingen 15 : 9 +33
8 Hamburg 15 : 9 +18
9 R-N Löwen 14 : 8 +36
10 Berlin 14 : 10 -4
Color Line Arena
HBL
EHF Champions League

HSV Hamburg - HSG Wetzlar 39:30

27.12.05 -

Der HSV Hamburg setzt seine Erfolgsserie unter Trainer Martin Schwalb fort und feiert Premiere in der diesjährigen Serie. Zum ersten Mal weisen die Schwalb-Mannen mit 18:16 Zählern ein positives Punktekonto auf.

Mit einer aggressiven 3:2:1-Deckung und der schnellen Flucht nach vorne schlagen die Schwalb-Mannen souverän den Tabellenvierzehnten HSG Wetzlar 39:30 (20:16). Jetzt steht in nicht einmal 48 Stunden mit Frisch Auf Göppingen ein direkter Konkurrent vor den Toren der Color Line Arena.

In der ersten Hälfte hielten die Hessen um Neu-Trainer Dragan Markovic streckenweise dagegen. Mit einer gewohnt defensiven 6:0-Variante blieben die Gäste bis Mitte der ersten Halbzeit stets auf Tuchfühlung. Der HSV stand in der Phase zu weit vom Gegner entfernt. In Minute 15 sah sich HSV-Trainer Martin Schwalb nach drei Wetzlarer Treffer in Folge (8:8) gezwungen, die grüne Karte zu werfen. Die Auszeit verfehlte ihre Wirkung nicht - danach lief es flüssiger. Der nun eingewechselte Igor Lavrov versprühte Spielwitz, wovon insbesondere Rechtsaußen Stefan Schröder profitierte. Er zeigte sich mit acht blitzsauberen Toren sehr treffsicher, fand immer wieder über das Einlaufen an den Kreis zum Erfolg.

Rückraumschütze Pascal Hens offenbarte Licht und Schatten. Am Ende standen 8 Treffern 7 Fehlversuche gegenüber. Linksaußen Torsten Jansen war wie so oft Fels in der Brandung. Man nennt ihn auch Mister 100 %. Dennoch ließ sich Wetzlar nicht abschütteln, zumal Goran Stojanovic im HSV-Gehäuse keinen seiner Glanztage erwischte. Zur zweiten Hälfte versuchte Henning Wiechers sein Glück, der sich mit neun Paraden gut zu präsentieren wusste.

Nach dem Wechsel lief es für die Hausherren optimal. Schnell zog man bis auf sieben Tore (24:17, 34.)  davon. Schwalb ließ es in der Folgezeit ruhiger angehen. Er wechselte munter die komplette Bank durch, so dass sämtliche Spieler zu ihren Einsatzzeiten kamen. Dem Spielfluss tat dies keineswegs einen Abbruch.

Dennoch fielen Schwalb Mitte der zweiten Hälfte leichte Unkonzentriertheiten (?Vorne wurden die Bälle zu leicht weggeworfen und hinten verschoben wir nicht vernünftig?) seiner Schützlinge ins Auge, die jedoch im Endeffekt von einem zahnlosen Gegner nicht genutzt wurden. Einzig der griechische Weltauswahlspieler Savas Karipidis wusste mit 6 Toren zu überzeugen.

Der HSV beschenkte sich kurz nach den Festtagen mit zwei Punkten. Krönender Schlusspunkt war ein sehenswerter Kempatrick durch Matthias Flohr nach Pass Roman Pungartnik. Göppingen darf kommen.

Stimmen zum Spiel:

HSV-Trainer Martin Schwalb:

Die erste Hälfte war nicht das, was ich mir von unserem Spiel vorstelle. Wir haben uns hinten auseinander dividieren lassen, standen nicht ballorientiert, sondern zu sehr mannbezogen. Wenn man so eine offensive Abwehr spielen will, muss man eine gewisse Grundaggressivität an den Tag legen. Die hatten wir in den ersten 20 Minuten nicht. In die zweite Halbzeit starteten wir besser. Trotzdem haben wir Mitte der Zweiten Halbzeit wieder zu früh in der Deckung abgeschaltet. Die ballferne Seite muss auch mitarbeiten, sonst funktioniert solch eine Abwehr nicht. Im Endeffekt hat heute die besser besetzte Bank das Spiel entschieden.

HSV-Manager Dierk Schmäschke:

Jetzt können wir uns beruhigt zwei Tage auf Göppingen konzentrieren und vorbereiten. Die Partie hätte mit Sicherheit viele Zuschauer verdient. Es gibt noch Karten zu erwerben. Außerdem möchte ich mich nochmals bei Wetzlar für die damals reibungslose Zusammenarbeit in Sachen Martin Schwalb bedanken.

Wetzlar-Trainer Dragan Markovic:

Eigentlich haben wir ordentlich trainiert. Deswegen bin ich erstaunt über die schlechte Leistung. In der ersten Hälfte haben wir lange Zeit mitgehalten. Dann haben wir insbesondere Pascal Hens nicht mehr in den Griff bekommen. Außerdem haben wir uns zu sehr mit den Schiedsrichtern beschäftigt, die heute nicht ihren besten Tag erwischt hatten. Wir konnten die Ausfälle unserer Leistungsträger nicht kompensieren. Wir haben zu brav gespielt, was gegen so einen Gegner einfach zu wenig ist.

Wetzlar-Manager Rainer Dotzauer:

Ich finde es nicht in Ordnung, was Pascal Hens mit uns gemacht hat, zumal er auch aus dem Hessenland stammt. Aber im Ernst, Hamburg hat verdient gewonnen. Bei uns müssten schon alle Leistungsträger am Limit spielen, damit wir hier eine Chance besitzen. Das haben sie heute nicht getan.

 

Bilder zum Spiel finden Sie hier

HSV Hamburg - HSG Wetzlar 39:30 (20:16)

HSV Hamburg:

Stojanovic (1.- 30. - 6 Paraden), Wiechers (31.- 60. ? 9/1 P.);

Schröder 8, Kokir 1, Jansen 8/4, Flohr 2, Knorr, Pungartnik 4, G. Gille, Lijewski 5, Lavrov 1, Hens 8, Rastner 1, Karbowski 1.

HSG Wetzlar:

Matosevic (1.- 20., 31.- 55. - 11 P.), Geerken (20.- 30., ab 55. ? 2/1 Paraden);

Clößner 1, Lex 3, Roth 1, Sighvatsson 1, Klimpke n.e., Kaufmann 4, Alvanos 5, Karipidis 6/1, Golic 4, Werum 1, Caillat 4.

Siebenmeter: 5/4 - 2/1 (Karbowski scheitert an Geerken (59.) - Karipidis an Wiechers (53.))

Strafminuten: 4 - 10 (Hens (22.), Schröder (32.) ? Alvanos (19.), Caillat (28.), Roth (45.), Lex (50.), Sighvatsson (59.))

Zuschauer: 5739

Schiedsrichter: Jörg Mahlich/Martin Harms (Stendal/Magdeburg)

Spielfilm: 1:0 (1.), 2:2 (3.), 5:5 (9.), 8:5 (13.), 9:9 (16.), 14:10 (21.), 14:12 (22.), 17:13 (26.), 19:15 (28.), 20:16 (HZ.), 22:16 (32.), 25:18 (37.), 26:20 (42.), 29:22 (46.), 33:24 (51.), 35:27 (56.), 38:28 (59.), 39:30 (EN).

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So 23.11. 15:45 Uhr
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HSV Hamburg - HSG Wetzlar 39:30

HSV Hamburg
33:31
(17:15)
SG Flensburg-Handewitt
Color Line Arena
Mi 19.11. 19:10 Uhr

HSV Hamburg - HSG Wetzlar 39:30

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