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(Mo.-Mi. 11-13 Uhr & 14-18 Uhr / Do. 11-18 Uhr)

07.05.06 20 überragende Minuten reichten nicht

Nach dem Pokal-Triumph und vier Bundesliga-Siegen in Serie war der HSV Hamburg mit breiter Brust an die dänische Grenze zur SG Flensburg-Handewitt gefahren. Zumindest erhobenen Hauptes kehrt das Team von Martin Schwalb an die Elbe zurück. Trotz einer 30:36-Niederlage zeigten die Hanseaten am Samstag Abend in den ersten 20 Minuten eine überragende Partie und lernten der siegesgewohnten Flensburger Campushalle in der ersten Halbzeit das Fürchten.
Die 6200 Zuschauer erlebten eine Partie, die sich das Prädikat „verrückt“ verdiente. Die Flensburger kamen zunächst überhaupt nicht in Fahrt, während beim HSV Hamburg fast jeder Wurf saß. Goran Stojanovic entschärfte in den ersten Minuten ein paar Bälle, die Gegenstöße und die Schnelle Mitte stachen. Der Rückraum traf ebenso wie Stefan Schröder, der an alter Wirkungsstätte zunächst stark auftrumpfte. 6:14 leuchtete nach 20 Minuten auf der Anzeigetafel – kurzfristig war es mucksmäuschenstill in der als „Hölle Nord“ gefürchteten Halle.
Kent-Harry Andersson, der routinierte Coach der Flensburger, war aber noch nicht schachmatt. Er brachte Dan Beutler im Tor, stellte seinen Angriff um. Neben dem Torwart waren Christian Berge, Joachim Boldsen und Goran Sprem die Hauptakteure der Flensburger Aufholjagd, die durch eine nachlassende HSV-Deckung begünstigt wurde.
In der zweiten Hälfte setzte sich dieser Trend fort. Bereits nach 34 Minuten – beim 18:18 – war der einst stolze Vorsprung aufgebraucht. 22 Gegentreffer im zweiten Abschnitt – das war eindeutig zu viel. Die offensive HSV-Abwehr war nicht der entscheidende Nadelstich wie im Hinspiel. Martin Schwalb konnte auch mit einem zwischenzeitlichen Torwartwechsel keine Trendwende erreichen. Pascal Hens erzielte nach 41 Minuten mit dem 24:24 den letzten Ausgleich. In 6:4-Überzahl! Danach rauschten die Hausherren bis auf 30:24 davon und führten beim 34:26 erstmals mit acht Treffern.
Stimmen zum Spiel:
Martin Schwalb, HSV-Trainer: „Das war eine gute Lehrstunde. Wir haben gesehen, dass Dinge, die wir gut können, auch gegen Spitzenteams funktionieren. Wir haben aber auch unsere Schwächen gesehen, die wir ausmerzen müssen. In der Abwehr sind wir in der zweiten Hälfte gar nicht mehr zum Zug gekommen. Vorne haben wir Dan Beutler zum Matchwinner geschossen. Wenn wir in der nächsten Saison wieder mit acht Toren führen, werden wir diesen Vorsprung über die Zeit bringen.“
Dierk Schmäschke, HSV-Geschäftsführer: „Wir haben uns in der Kabine gesagt, dass wir die ersten 20 Minuten im Kopf behalten wollen.
Kent-Harry Andersson, SG-Trainer: „Wir bieten unseren Fans eine gute Unterhaltung. Zunächst die Spannung gegen Nordhorn – und nun dieses komische Spiel. Die ersten 20 Minuten waren peinlich für die Mannschaft und für mich. Danach hat man gesehen, was im Handball möglich ist, wenn man kämpft.“
Die Fotos zum Spiel findet ihr hier.
Spielstatistik:
SG Flensburg-Handewitt – HSV Hamburg 36:30 (16:18)
SG Flensburg-Handewitt: Beutler (ab 11. 17/1 Paraden), Holpert (1 Parade) - Solberg (2), Lackovic (5), Berge (3), Sprem (4), Jensen, Christiansen (5/4), Stryger, Lijewski (6), Boldsen (5), Lauritzen (2), Knudsen (4)
HSV Hamburg: Stojanovic (10/1 Paraden), Wiechers (1 Parade; 39.-47.) – Schröder (7), Jansen (1), Flohr (1), Knorr, Pungartnik (4/2), G. Gille (3), B. Gille (5), Lijewski (5), Lavrov, Hens (4), Rastner
Schiedsrichter: Ehrmann/ Künzig (Odenthal/Karlsruhe); Zeitstrafen: 8:8 Minuten (Sprem 4, Lackovic 2, Boldsen 2 - G. Gille 2, Pungartnik 2, Knorr 2, Schröder 2);
Siebenmeter: 7/4:3/2 (Christiansen zwei Mal an den Pfosten, Lackovic scheitert an Stojanovic - Beutler hält gegen Pungartnik);
Zuschauer: 6200
Spielfilm: 0:3 (4.), 3:4 (6.), 3:7 (8.), 4:9 (11.), 5:13 (19.), 6:14 (20.), 10:14 (24.), 12:17 (27.), 16:17 (29.) , 16:18 (HZ) - 17:18 (31.), 20:20 (34.), 22:21 (37.), 24:24 (41.), 30:24 (48.), 34:26 (53.), 35:30 (58.), 36:30 (EN).
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