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01.12.10 Tabellenspitze auch auswärts verteidigt

HSV Handball feiert 33:29 (14:15) beim VfL Gummersbach

Nach Übernahme der Tabellenführung in der TOYOTA Handball-Bundesliga holt sich der HSV Handball auch auswärts die nächsten zwei Punkte: Mit einem 33:29 (14:15)-Sieg beim VfL Gummersbach stärken die Hamburger weiter ihre Position als Ranglistenerster und verbuchen nun 26:2 Punkte. 2.178 Zuschauer in der Eugen-Haas-Halle bekamen ein spannendes Duell zu sehen, in dem die Mannschaft von Trainer Martin Schwalb sich nach einem anfänglichen Rückstand beherzt zurück ins Spiel kämpfte. Zum besten Werfer der Partie wurde Hans Lindberg mit neun Treffern, davon zwei Siebenmeter.

Nach knapper erster Hälfte im Rückstand in die Pause

In seinem 350. Pflichtspiel für den HSV Handball lief für HSV-Kapitän Guillaume Gille zunächst nicht alles nach Plan. Beide Mannschaften präsentierten sich mit gut agierenden 6:0-Defensivreihen. Während die Gastgeber jedoch aus dem Rückraum und über das schnelle Spiel nach vorn ihre Torchancen nutzten, taten sich die Hamburger im Angriff anfangs schwer. Nach einem 0:3-Rückstand gelang den Gästen erst nach sechs Minuten der erste Treffer (1:3). In der Offensive zeigte das Team von Martin Schwalb dynamische Varianten, jedoch wurden die Torchancen zunächst nicht konsequent genutzt. Als Antwort auf den frühen Rückstand stellten die Hamburger gleich nach wenigen Minuten die Defensive auf eine offene 3-2-1-Variante um. Mit Erfolg: In Gemeinschaftserbeit mit Torhüter Johannes Bitter, der nun wichtige Bälle abwehrte, machte der HSV das Offensivspiel der Gummersbacher weitestgehend fest. Gewonnene Bälle wurden umgehend im schnellen Spiel nach vorn genutzt und so holte der HSV Stück für Stück auf (2:6, 8. Minute; 4:7, 12.). Der erste Führungstreffer gelang Torsten Jansen beim 8:7 (15.). Doch die Hamburger Führung währte nur noch ein weiteres Mal (9:8, 18.), dann warf sich Gummersbach wieder in den Vorteil und setzte sich mit zwei Treffern ab (14:12, 27.). Kurz vor dem Ende sorgte jedoch ein Ballverlust von Gummersbachs Adrian Pfahl und ein daraus resultierender Gegenstoßtreffer von Hans Lindberg für einen 14:15-Rückstand zur Halbzeitpause. Mit drei Toren wurde Lindberg zum besten HSV-Werfer der ersten Hälfte.

HSV holt mit Kampf den Sieg

Auch nach dem Wiederanpfiff begegneten sich die Teams auf Augenhöhe. Kraftvoll hob sowohl der HSV-Rückraum als auch der der Gastgeber zum Torwurf ab und so stellte sich Minuten nach dem Seitenwechsel erneut ein Kopf-an-Kopf-Rennen ein (16:15, 33.; 16:17, 35.; 18:18, 37.). Ein wenig hektischer ging es ab der 40. Minute zur Sache. Der HSV zunächst in doppelter und kurze Zeit später dann in einfacher Unterzahl legte sich ins Zeug, um den personellen Nachteil zu bewältigen. Erneut mit Erfolg: Obgleich mit einem Mann weniger auf dem Feld blieb der HSV nach einer 20:18-Führung (39.) auch mit 21:20 (42.) in Front. Gleichermaßen gingen die Hamburger mit neuer Stärke aus dem Kampf in Unterzahl hervor. Nur wenige Minuten später erzielte Marcin Lijewski den ersten Drei-Tore-Vorsprung für sein Team (25:22, 49.). Per Sandström, ab der 47. Minute zwischen Pfosten und gleich mit einem gehaltenen Siebenmeter erfolgreich, trug seinen Teil dazu bei, dass der HSV nun in Führung blieb. Während einer weiteren Unterzahl setzten sich die Gäste  mit drei Treffern von Hans Lindberg, der Mann-gegen-Mann in die gegnerische Abwehr stürmte, sogar noch weiter ab (30:24, 55.). Auch wenn sich der VfL noch ein weiteres Mal heran kämpfte, so konnten sich die Hamburger dennoch am Ende einen verdienten 33:29 (14:15)-Erfolg sichern. Zum besten Werfer der Partie wurde Hans Lindberg mit neun Toren, davon zwei Siebenmeter.  

VfL Gummersbach: Stojanovic (4 Paraden, 1.-39., 56.-60); Somic (1/1 P., 39.-56. und für zwei Siebenmeter eingesetzt);
Pfahl 9/1, Zrnic 8/2, Vukovic 4, Schindler 3, Wiencek 3, Wagner 1,  Lützelberger 1, Krantz, Anic, Putics, Teppich, Rother n.e.

HSV Handball: Bitter (9 P., 1.-47.); Sandström (6/1 P., 47.-60. und für einen Siebenmeter eingewechselt);
Lindberg 9/2, Lackovic 6, M. Lijewski 5, Jansen 3, Flohr 3, G. Gille 2, Hens 2, Vori 2, B. Gille 1, Kraus, Schröder n.e., K. Lijewski n.e.

Siebenmeter: 3/4 – 2/4 (Sandström bleibt Sieger gegen Zrnic – Lindberg wirft am Tor vorbei, Kraus scheitert an Somic)

Zeitstrafen:  4 – 4 (Schindler 2x, Wiencek, Lützelberger – G. Gille, B. Gille, Flohr, Hens)

Schiedsrichter: Holger Fleisch / Jürgen Rieber (Ostfildern/Nürtingen)

Spielfilm: 3:0 (5.), 3:1 (6.), 5:1 (7.), 5:2 (8.), 6:2 (8.), 6:4 (12.), 7:4 (12.), 7:8 (15.), 8:8 (16.), 8:9 (18.), 10:9 (20.), 10:10 (20.), 12:10 (24.), 12:11 (25.), 13:11 (26.), 13:12 (27.), 14:12 (27.), 14:14 (30.), 15:14 (30.) – 15:15 (31.), 16:15 (33.), 16:16 (34.), 16:17 (35.), 17:17 (35.), 17:18 (37.), 18:18 (37.), 18:19 (38.), 20:20 (41.), 20:21 (45.), 21:22 (45.), 22:23 (47.), 22:25 (49.),24:25 (50.), 24:29 (55.), 25:29 (56.), 25:30 (57.), 27:30 (59.), 27:31 (59.), 28:31 (60.), 28:32 (60.), 29:32 (60.), 29:33 (60.)

Stimmen zum Spiel:

Martin Schwalb (Trainer HSV Handball): „Wir haben uns hier auf einen harten Kampf eingestellt. Gummersbach hat eine sehr flexible Mannschaft, die gute Spieler auf allen Positionen hat. In den ersten 15 Minuten haben wir keine gute Leistung gezeigt. Mit dem Wechsel von der 6:0- auf die 3:2:1-Abwehr hat bei uns dann mehr funktioniert. Wir haben uns den Ballerkämpft und das hat bei uns zu Gegenstoßtreffern geführt. In der zweiten Hälfte haben wir dann sehr viel besser gearbeitet. Das hat mir gefallen.“

Sead Hasanefendic (Trainer VfL Gummersbach): „Wir haben das Spiel sehr Ernst genommen und alles gegeben. Wir haben uns kämpferisch gezeigt und das Spiel gewinnen. Leider haben wir unseren Vorsprung schnell fallengelassen. Durch die 3:2:1-Abwehr der Hamburger haben wir oft schnell den Ball verloren. Hamburg ist dann schnell gekommen. Uns hat am Ende die Substanz gefehlt.“

Per Sandström (Torhüter HSV Handball): „Wir haben in der entscheidenden Phase gut gedeckt. Das hat mir geholfen, gut zu halten. Die Abwehr hat heute das Spiel gewonnen. Weil sie in der zweiten Halbzeit gut stand, haben wir schnelle und wichtige Tore machen können.“

Torsten Jansen (Linksaußen HSV Handball): „Es war ein schnelles dynamisches Handballspiel. In der Abwehr haben wir kompakt gestanden. In der zweiten Halbzeit haben wir viel schneller gespielt. Die schnelle Mitte hat gut funktioniert. Es ist immer hart hier, dafür umso schöner hier zu gewinnen.“

Johannes Bitter (Torhüter HSV Handball): „Wir haben uns im Spiel stetig gesteigert. Das musste auch sein, um hier zu bestehen. Speziell in der Abwehr haben wir uns richtig reingehängt. Die wichtigen Tore haben wir diesmal gemacht und deshalb verdient gewonnen.“

Notizen zum Spiel:

  • Blazenko Lackovic traf beim 8:9 (18.) zum 400. Mal für den HSV.
  • In der 35. Minute traf Torsten Jansen nicht nur zum 16:17, sondern erzielte gleichzeitig sein 900. Bundesliga-Tor im Trikot des HSV.

Tabelle

1 Kiel 36 : 0 +149
2 Berlin 31 : 5 +69
3 Hamburg 28 : 8 +79
4 Flensburg-H. 28 : 8 +60
5 R-N Löwen 25 : 11 +54

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