13.10.06 -
Der HSV Handball hat das Spitzenspiel beim SC Magdeburg am Freitag, 13. Oktober, in der Bördelandhalle verloren. Aufgrund einer 20:31 (10:16)-Niederlage verpasste das Team von Martin Schwalb den Sprung an die Tabellen-Spitze. In einem einseitigen Spiel fiel die Entscheidung relativ früh. Die Hamburger scheiterten zu oft an ihren Nerven und am gut aufgelegten SCM-Keeper Silvio Heinevetter. Damit klappt es auch im fünften Anlauf nicht, zwei Punkte aus Magdeburg zu entführen.
Vor 7.400 lautstarken SCM-Fans waren die Keeper Per Sandström und Goran Stojanovic noch die Besten in einem insgesamt enttäuschenden HSV-Team. Goran konnte allein drei Strafwürfe entschärfen, Per gelangen 12 Paraden. Bester Werfer auf HSV-Seite war Kyung-Shin Yoon. Ihm gelangen bei vielen Fehlern immerhin noch sechs Treffer. Sein überraschendes Comeback feierte Torsten Jansen. Er traf 2 Mal.
Es lief gar nicht rund. Sowohl in Abwehr und Angriff stotterte der HSV-Motor gewaltig. Einzig die beiden Torhüter hielten ihr Team im Spiel. Große Probleme bereitete den Hamburgern die extrem aggressive SCM-Defensive. Trainer Martin Schwalb probierte sämtliche Varianten, doch keine wollte stechen. In der 16. Spielminute waren die Hausherren bereits auf 10:3 enteilt. Besonders Stefan Kretzschmar sorgte bei Schwalb für Kopfschmerzen. Die Hamburger waren stets einen Schritt zu langsam, fanden nie wirklich in ihr Spiel. So ging es mit einem Sechs-Tore-Rückstand in die Kabine.
Die zweite Hälfte war ein Ebenbild der Ersten. In der Abwehr zu passiv, im Angriff zu harmlos. Die Magdeburger konnten ihr Tempospiel ungehindert aufziehen, so dass die Gäste nie mehr als fünf Tore herankamen. Heute stimmte beim HSV nicht viel. Das Match war nicht mehr zu drehen. Über 22:16 (44.) und 28:17 (53.) fuhren die Magdeburger einen völlig verdienten und ungefährdeten 31:20-Heimsieg ein.
Das nächste Spitzenspiel des HSV in der Bundesliga lässt nicht lange auf sich warten. Am 22. Oktober um 17 Uhr müssen die Hamburger beim Vizemeister SG Flensburg-Handewitt antreten. Am 1. November geht’s dann im DHB-Pokal weiter. In der 3. Runde ist der HSV beim Süd-Zweitligisten Bergischer HC zu Gast. Sonnabend, 4. November, erwarten die Hamburger in der 3. Runde im Europapokal der Pokalsieger dann den Ukrainischen Vertreter ZTR Saporoschje. Anpfiff ist um 19 Uhr in der Sporthalle Hamburg (Alsterdorf).
Der Vorverkauf dafür startet am Mittwoch, 18. Oktober. Tickets gibt es auf der HSV Geschäftsstelle in der Schnackenburgallee 149, im Oldie 95-Ticketcenter am Speersort 10, in den Filialen von Köster Altona und Köster Auto Welt sowie bei Karstadt Sport in der Mönckebergstraße. Bestellungen werden auch jetzt schon unter der Telefonnummer 040/30 98 76 - 0 oder per E-Mail an ticket@hsvhandball.com entgegen genommen. Die Preise bei freier Sitzplatzwahl liegen für Erwachsene bei 10 Euro, Kinder bis einschließlich 14 Jahre bezahlen lediglich 5 Euro.
Die Fotos zum Spiel gibt es hier.
Stimmen zum Spiel
Martin Schwalb (Trainer HSV Hamburg): „ Gratulation an den SCM. Die Magdeburger waren von Beginn an sehr präsent, uns dagegen fehlten Beinarbeit und die Aggressivität. Im Angriff haben wir im letzten Moment häufig den falschen Pass gespielt, hier waren wir heute einfach nicht durchschlagskräftig genug. Außer unser Torhütergespann hat heute niemand Normalform erreicht. Die 2 Punkte sind weg, jetzt geht es nach Flensburg, dort müssen wir es wesentlich besser machen. Der SCM war heute die deutlich bessere Mannschaft.“
Bogdan Wenta (Trainer SC Magdeburg): „Ich bin sehr zufrieden. Wir haben ein ganz anderes Gesicht als zuletzt in Nordhorn gezeigt. Wir haben in der Abwehr sehr gut gestanden, im Gegenstoß viele wichtige Tore erzielt. Einzig die Siebenmeter waren ein Manko. Ich muss meiner Mannschaft heute ein großes Lob aussprechen.“
Spielstatistik
SC Magdeburg – HSV Hamburg 31:20 (16:10)
SC Magdeburg: Heinevetter (11/1 Paraden, 1.- 60.), Bitter (n.e.); Bielecki 4, Tkaczyk 1, Kretzschmar 7, Abati 4, Theuerkauf 4, Stiebler n.e., Grafenhorst n.e., Rojewski 2, Kuleschow, van Olphen 3, Sprenger 2, Roggisch, Jurecki 4/2
HSV Hamburg: Stojanovic (4/3 Paraden, 1.- 16.), Sandström (12/1 P., ab 16.); Schröder 1, Jansen 2, Ursic, Flohr, Souza 1, Knorr, Pungartnik 1, G. Gille, B. Gille 3, Hens 3, Lijewski 2, Lavrov 1, Yoon 6/3
Siebenmeter:2/7 – 3/4; (Abati, Theuerkauf, Kretzschmar scheitern an Stojanovic, Abati an die Latte, Jurecki scheitert an Sandström – Flohr scheitert an Heinevetter)
Strafminuten: 8 – 6; (Roggisch, Tkaczyk, van Olphen, Bielecki – 2x Jansen, Hens)
Schiedsrichter: Reiner Methe/Bernd Methe (Vellmar)
Zuschauer: 7.400
Spielfilm: 0:1 (1.), 4:3 (10.), 10:3 (16.), 10:5 (17.), 12:6 (21.), 14:7 (25.), 15:9 (29.), 16:10 (30., HZ.), 17:10 (32.), 19:12 (38.), 21:14 (41.), 22:16 (44.), 24:16 (44.), 25:17 (50.), 28:17 (53.), 29:18 (56.), 31:20 (60., EN)
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