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10.09.10 27:22 (13:9)-Erfolg bei der HSG Wetzlar

Dritter Erfolg in Folge nach 60 umkämpften Minuten

Dem HSV Handball gelingt zum Auftakt des dritten Spieltags in der TOYOTA HBL der erste Auswärtserfolg der Saison. Nach zwei Heimsiegen behielt die Mannschaft von Trainer Martin Schwalb auch bei der HSG Wetzlar die Oberhand. Nach 60 umkämpften Minuten stand es 27:22 (13:9) für die Hamburger. 3.464 Zuschauer in der Rittal Arena sahen dabei eine Partie, in der die Gäste, bis auf die ersten Minuten, über die gesamte Spielzeit führten und in Michael Kraus ihren besten Werfer hatten. Der Mittelmann erzielte im Spielverlauf sechs Tore, für die HSG Wetzlar erzielte Lars Friedrich sieben Treffer. Torsten Jansen gelang in seinem 300. Pflichtspiel für den HSV Handball derweil sein 1200. Treffer.

Hamburger Abwehr ist Garant für die Halbzeit-Führung

Nach den ersten Minuten, in denen auf beiden Seiten noch nicht alles nach Plan lief, führte die HSG Wetzlar mit 2:0 (4. Minute). In der Folge fand jedoch die offensive Deckung des HSV immer besser ins Spiel und setzte die HSG-Angreifer so zunehmend unter Druck. Der Hamburger Angriff setzte seinerseits Akzente: Marcin Lijewski, Matthias Flohr und Igor Vori drehten den anfänglichen Rückstand innerhalb von zwei Minuten in die erste HSV-Führung (3:2, 6.). Diesen Vorsprung konnte das Team von Martin Schwalb vor 3.464 Zuschauern in der Rittal Arena im Laufe des ersten Durchgangs nach und nach erhöhen. Per Sandström, der hinter einer stabilen Abwehr bis zur Pause zwölf Paraden zeigte, hatte daran ebenfalls einen großen Anteil. Auch zwei Unterzahl-Situationen überstanden die Gäste weitgehend unbeschadet, obwohl die aggressive 3-2-1-Deckung in diesen Situationen gesprengt wurde. Während der ersten Unterzahl baute der HSV seine Führung auf 10:6 (20.) und bis zur zweiten auf 12:7 (25.) aus. Anschließend parierte Per Sandström einen Siebenmeter. Mit dem letzten Strafwurf einer umkämpften ersten Hälfte, der nach dem Pausensignal ausgeführt wurde, markierte HSG-Akteur Lars Friedrich schließlich den 9:13-Pausenstand aus Sicht der Gastgeber.

Torsten Jansen gelingt im 300. Spiel sein 1200. Treffer

In Durchgang zwei erwischte ebenfalls Wetzlar den besseren Start und konnte auf drei Tore verkürzen (10:13, 32.). Diesen Vorsprung konnte der HSV Handball gegen die HSG, die nun mit der zweiten Luft agierte, jedoch weiter verteidigen. Nach dem 17:14 (39.) gerieten die Gäste allerdings wiederum in kurzer Folge zweimal in Unterzahl. Diesmal nutzte Wetzlar die zahlenmäßige Überlegenheit und verkürzte noch einmal auf 16:18 (42.). Mehr ließ die HSV-Defensive aber nicht zu. Mit einer Serie von 6:1-Toren innerhalb von neun Minuten sorgten die Hamburger für die Vorentscheidung. Auch Torsten Jansen war daran beteiligt: In seinem 300. Pflichtspiel im HSV-Trikot markierte der Linksaußen zugleich seinen 1200. Treffer, der das 23:17 bedeutet (49.). Anschließend wehrte Johannes Bitter in seinem 100. TOYOTA HBL-Spiel für den HSV Handball ebenfalls einen Siebenmeter ab, ehe Hans Lindberg mit dem 24:17 die höchste Führung der Partie markierte (52.). In der Schlussphase deckte die HSG offen und kam noch einmal auf fünf Treffer heran. An dem Hamburger 27:22-Erfolg änderte dies jedoch nichts mehr. Den Schlusspunkt setzte Michael Kraus nach Ablauf der 60 Minuten per Siebenmeter. Der Spielmacher war mit sechs Toren auch bester Hamburger Werfer. Lediglich Lars Friedrich auf Seiten der HSG erzielte ein Tor mehr.

HSG Wetzlar: Weber (11 Paraden, 1.-49.); (2 P., 49.-60.);
Friedrich 7/5, Schmidt 4/1, Jungwirth 3, Müller 3, Chalkidis 1, Fäth 1, Valo 1, Mraz 1, Kristjansson 1, Salzer, Schneider

HSV Handball: Sandström (15/1 P., 1.-60.); Bitter (1/1 P., bei zwei Siebenmetern eingewechselt);
Kraus 6/1, M. Lijewski 5, Lindberg 4/3, B. Gille 3, Hens 2, Flohr 2, Jansen 2, Vori 1,Lackovic 1, Schröder 1, Duvnjak, G. Gille

Siebenmeter: 6/8 – 4/4 (Sandström pariert gegen Schmidt, Bitter wehrt gegen Friedrich ab)

Zeitstrafen: 3 – 5 (Müller, Fäth, Chalkidis – Vori 2x, Duvnjak, M. Lijewski, G. Gille)

Schiedsrichter: Lars Schaller / Sebastian Wutzler (Leipzig/Frankenberg)

Spielfilm: 0:1 (2.), 0:2 (4.), 2:3 (6.), 3:3 (7.), 4:4 (10.), 4:6 (11.), 5:6 (14.), 5:9 (19.), 6:9 (19.), 7:10 (21.), 7:12 (25.), 8:13 (30.), 9:13 (30.) – 10:13 (32.), 10:14 (33.), 14:18 (39.), 16:18 (42.), 16:21 (46.), 17:21 (46.), 17:24 (52.), 19:24 (55.), 19:25 (56.), 20:26 (59.), 22:26 (60.), 22:27 (60.)

Stimmen zum Spiel:

Martin Schwalb (Trainer HSV Handball): „Wir sind schon mit viel Respekt nach Wetzlar gekommen, weil wir wussten, dass uns eine sehr kompakte Mannschaft erwartet. Unser Ziel war es, die HSG-Defensive in Bewegung zu bringen und dabei etwas Spielwitz zu zeigen. Selbst wollten wir auch möglichst variabel mit einer 3-2-1-Abwehr agieren. Das haben die Jungs mit schnellen Beinen und schnellen Händen gut hinbekommen. Wir standen sehr stabil, gemeinsam mit den Torhütern hat das den Erfolg gebracht. Punktuell haben wir auch eine gute Abwehrleistung gebracht, aber leider einige Chancen liegen lassen.“

Michael Roth (Trainer HSG Wetzlar): „Gegen solch einen Gegner muss man einen Top-Tag erwischen, den hatten wir heute nicht. Aber unsere kämpferische Einstellung war top. Der HSV hat uns durch seine Deckung bei unseren Positionsangriffen in Schwierigkeiten gebracht, meine Mannschaft hat sich aber nie hängen lassen. Die befürchtete Niederlage konnte so im Rahmen gehalten werden.“

Michael Kraus (Rückraumspieler HSV Handball): „Wetzlar hat gegen Flensburg und gegen Grosswallstadt gezeigt, wie kampfstark sie sind. Wir haben diesen Kampf heute angenommen und über die Deckung das Spiel gewonnen. Vorne hätte es durchaus etwas mehr sein können, insgesamt zählen aber die Punkte, die wir mitnehmen.“

Per Sandström (Torhüter HSV Handball): „Wir haben zwei Zähler, damit kann man nur zufrieden sein. Die Abwehr stand heute sehr gut und hat mir mit ihren Blocks viel Arbeit abgenommen. Hinter dieser Reihe habe ich dann auch gut aussehen können.“

Notizen zum Spiel:

  • Das 14:10 in der 33. Minute bedeutete den 300. durch Hans Lindberg verwandelten Siebenmeter in der TOYOTA Handball-Bundesliga.
  • Blazenko Lackovic erzielte mit dem 20:16 seinen 200. HBL-Treffer für den HSV Handball (44.).
  • Die Mannschaft des HSV kehrt am morgigen Sonnabend mit Lufthansa-Flug LH 010 in den Norden zurück. Um 11.25 landen Martin Schwalb und seine Mannschaft auf dem Hamburg Airport.

Tabelle

2 Flensburg-H. 53 : 11 +139
3 Berlin 48 : 14 +122
4 Hamburg 47 : 17 +108
5 R-N Löwen 44 : 20 +83
6 Magdeburg 39 : 27 +48

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