08.11.06 -
Der HSV stürmt die Großwallstädter Festung. Nach 15 ungeschlagenen Heimspielen in Folge kann der HSV die Serie des TV Großwallstadt beenden. Dank einer engagierten Abwehrleistung gewinnen die Hamburger ihr Bundesliga-Auswärtsspiel beim Tabellen-Neunten TVG absolut verdient mit 26:19 (15:12). Der HSV bleibt vorerst mit 14:6 Punkten auf einem achten Platz. Erfolgreichster Torschütze auf HSV-Seite war Kyung-Shin Yoon mit elf Toren. Ihm gelangen immer wieder schöne Einzelaktionen. Auch Guillaume Gille überzeugte mit sechs Treffern. Im Tor war Per Sandström in der zweiten Halbzeit ein sicherer Rückhalt. Kurz vor Ende schied Pascal Hens mit muskulären Problemen im Oberschenkel aus.
Der HSV startete mit der Anfangsformation: Goran Stojanovic im Tor, Pascal Hens, Guillaume Gille und Kyung-Shin Yoon im Rückraum, Torsten Jansen und Roman Pungartnik auf den Außenpositionen sowie Bertrand Gille am Kreis.
Die Hamburger gingen sehr konzentriert in die Partie. Besonders in der 6:0-Abwehr ließen die Gäste nichts anbrennen. Thomas Knorr begann wie zuletzt beim Europapokalsieg im Mittelblock, bekam allerdings schnell zwei Zeitstrafen aufgebrummt. Doch auch in Unterzahl hielt der HSV dagegen. Im Angriff war es insbesondere Kyung-Shin Yoon, der die Hamburger Fahnen hochhielt. Sieben Tore vor dem Wechsel sprechen eine deutliche Sprache. Stets legte der HSV vor, hatte das Spiel weitestgehend unter Kontrolle. Doch der TVG zog nach, ließ sich das Match nicht vollends aus der Hand nehmen. Die Gastgeber blieben immer auf Tuchfühlung. Mit einem direkt verwandelten Freiwurf von Roman Pungartnik zum 15:12 ging es in die Pause.
Mit viel Elan startete der HSV in die zweiten 30 Minuten, legte beim 17:12 erstmals eine Fünf-Tore-Führung vor. Dank des TVG-Keepers Marcus Rominger konnten die Gastgeber noch einmal auf 17:19 (42.) verkürzen, doch dann bogen die Hamburger endgültig auf die Siegerstraße ein. Mit einer inzwischen wieder konsequenten Chancenverwertung und einem starken Per Sandström im Kasten erhöhte der HSV Tor um Tor. Die Hausherren hatten nichts mehr entgegenzusetzen. Lediglich sieben Tore ließ die Beton-Abwehr des HSV nach dem Wechsel zu und feierte somit einen verdienten 26:19-Auswärtssieg.
Das nächste HSV-Heimspiel in der Color Line Arena steigt am Mittwoch, 15. November (20 Uhr), gegen die HSG Wetzlar. Tickets gibt es unter der Hotline 040 / 300 51 366. Zuvor müssen die Hamburger am Sonnabend (11. November, 17 Uhr) im Rückspiel des Europapokals der Pokalsieger bei ZTR Saporoschje antreten.
Stimme zum Spiel
Martin Schwalb (Trainer HSV): „Meine Mannschaft hat heute besonders in der Abwehr sehr engagiert gekämpft. Der Sieg war nur ein kleiner Baustein, nicht mehr und nicht weniger. Gegen Wetzlar wird wieder eine neue Richtung vorgegeben.“
Spielstatistik
TV Großwallstadt - HSV Hamburg 19:26 (12:15)
TV Großwallstadt: Hannawald (4 Paraden, 1.- 28.), Rominger (12/1 P., ab 28.); Grimm 2, Holmgeirsson 7, Kunz 2, Schmeißer 1, Oechsler 3/1, Petterson 4, Müller, Immel, Hauk, Holm-Jörgensen, Volk, Wolf
HSV Hamburg: Stojanovic (4 Paraden, 1.- 21.), Sandström (12 P., ab 21.); Yoon 11/1, G. Gille 6, B. Gille 4, Jansen 1, Flohr 1, Souza 1, Pungartnik 1, Lijewski 1, Lavrov, Hens, Ursic, Knorr
Siebenmeter:1/3 – 1/2 (Oechsler übers Tor, Petterson an den Pfosten - Yoon scheitert an Rominger)
Strafminuten: 6 – 12; 2x Kunz, Petterson – 2x Knorr, 2x G. Gille, Yoon, Lavrov
Schiedsrichter: Dang/Zacharias (Mainz)
Zuschauer: 2.600 in der Sparkassen-Arena in Elsenfeld
Spielfilm: 1:0 (1.), 1:3 (5.), 4:5 (10.), 6:8 (17.), 8:10 (21.), 10:11 (23.), 12:13 (29.), 12:15 (30., HZ.), 12:17 (32.), 15:19 (41.), 17:21 (47.), 17:23 (50.), 18:25 (56.), 19:26 (60., EN)
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