15.11.06 -
Im Heimspiel gegen das noch sieglose Bundesliga-Schlusslicht HSG Wetzlar gelingt dem HSV nach einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit ein klarer 36:23 (14:12)-Sieg. Damit liegen die Hamburger nach elf Spieltagen mit 16:6 Punkten auf einem achten Tabellenplatz. Ohne Pascal Hens (Muskelfaserriss) und Iwan Ursic (Knie-OP) kamen die Gastgeber erst nach dem Wechsel richtig auf Touren. In den ersten 30 Minuten taten sich die Hamburger sehr schwer mit dem mutig aufspielenden Schlusslicht aus Wetzlar. Mit acht Toren war Kyung-Shin Yoon bester HSV-Torschütze. Zudem zeigte Torwart Per Sandström mit 14 Paraden eine gute Leistung. Bei den Gästen waren Michael Allendorf und Vlatko Mitkov mit je sechs Toren beste Werfer.
Der HSV brauchte eine gute halbe Stunde bis die Motoren richtig liefen. Ohne Guillaume Gille und Pascal Hens im Rückraum gelang den Gastgebern anfangs wenig. In der Abwehr war zwar die nötige Aggressivität da, doch häufig fehlte die letzte Konzentration und die Wetzlarer kamen zu Toren, die aus HSV-Sicht vermeidbar gewesen wären. HSG-Linkshänder Vlatko Mitkov konnte fünf seiner sechs Tore vor dem Wechsel erzielen.
Im Angriff wurden allein drei Siebenmeter vergeben und auch sonst erlaubten sich die HSV-Akteure viele Fehlwürfe. Einzig Yoon verwarf aus dem Feld nur einmal. So kam auch Jan Schult zu seinem Bundesliga-Saisondebüt. Ein wichtiger Treffer zum 14:12-Halbzeitstand war das Signal zum Sturmlauf in Hälfte Zwei.
Nach dem Wechsel kam dann Guillaume Gille ins Spiel. Die Hamburger gingen nun bissiger zu Werke, waren in der Torausbeute wesentlich konsequenter als noch am Anfang und überliefen die Gäste förmlich. Schnell war eine Vorentscheidung beim 23:14 (43.) gefallen. Martin Schwalb wechselte nun durch, brachte Krzysztof Lijewski, Roman Pungartnik und Thomas Knorr. Auf Linksaußen wirbelte Matthias Flohr. Dem Spielverlauf tat dies keinen Abbruch. Im Gegenteil: der HSV kam immer wieder über den Gegenstoß zu leichten Torerfolgen, so dass sich in der Endabrechnung jeder Spieler in die Torschützenliste eintragen durfte.
HSV-Linksaußen Torsten Jansen reist am Donnerstag nach Leipzig zur Deutschen Nationalmannschaft. Die DHB-Auswahl spielt am Wochenende zwei Partien gegen Schweden (18.11., 17.30 Uhr in Dessau, 19.11., 15.00 Uhr in Leipzig). Am Sonntag stößt auch HSV-Rechtsaußen Stefan Schröder zum DHB-Team. Am Mittwoch, 22.11., steht für Deutschland ein Vergleich mit Österreich auf dem Plan (19.30 Uhr, Dortmund).
Bilder vom Spiel gibt es hier.
Stimmen zum Spiel
Martin Schwalb (Trainer HSV Hamburg): „In der ersten Halbzeit haben wir uns das Leben selber schwer gemacht. Wir haben sehr viele vermeidbare Gegentore bekommen. Das hat mich geärgert. Und im Angriff war unsere Chancenverwertung einfach schlecht. Nach dem Wechsel habe ich eine ganz andere Mannschaft gesehen. Wir waren sehr viel schneller auf den Beinen und haben das Spiel verdient gewonnen.“
Robert Sighvatsson (Trainer HSG Wetzlar): „Glückwunsch an den HSV. Sie haben eine überragende zweite Halbzeit gespielt. Wir hatten nach dem Wechsel einen totalen Blackout. Hamburg hat das konsequent ausgenutzt und konnte viele einfache Tore erzielen.“
Spielstatistik
HSV Hamburg – HSG Wetzlar 36:23 (14:12)
HSV Hamburg: Sandström (14 Paraden, 1.- 60.); Stojanovic (n.e.);
Schröder 3, Jansen 3, Flohr 5, Souza 2, Schult 1, Knorr 1, Pungartnik 5/1, B. Gille 4, G. Gille 2, Lijewski 1, Lavrov 1, Yoon 8/1
HSG Wetzlar: Matosevic (10/2 Paraden, 1.- 44.), Geerken (2 P., 44.- 60.), Weber (n.e.);
Naesby 1, Clößner 1, Lex, Salzer 1, Allendorf 6/1, Mitkov 6, Hock 2, Kaufmann 2, Karipidis 1, Werum 2, Weber
Siebenmeter:2/5 – 1/1; (Yoon, Lavrov scheitern an Matosevic, Jansen übers Tor)
Strafminuten: 8 – 14; (Schröder, Jansen, 2x B. Gille – Clößner, 2x Salzer, Lex, Hock, 2x Werum)
Schiedsrichter: Christoph Immel/ Ronald Klein (Tönisvorst/Ratingen)
Zuschauer: 6.158 (Color Line Arena)
Spielfilm: 1:0 (1.), 4:2 (7.), 7:4 (12.), 9:5 (16.), 10:8 (21.), 11:9 (22.), 13:11 (25.), 14:12 (30., HZ), 16:12 (34.), 23:14 (43.), 26:15 (48.), 28:18 (51.), 30:20 (54.), 32:21 (57.), 34:21 (58.), 36:23 (60., EN)
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