22.04.07 -
Der HSV verschafft sich im Europapokal-Final-Hinspiel gegen Ademar Leon ein 4-Tore-Polster für das entscheidende Auswärtsspiel am nächsten Sonntag. 28:24 (14:12) gewinnen die Hamburger gegen den spanischen Top-Club aus Leon. Vor 8.759 lautstarken Zuschauern in der Color Line Arena revanchiert sich der HSV damit für die Viertelfinal-Niederlage gegen Ademar aus dem Jahr 2005.
In einer umkämpften Partie kassierte der HSV insgesamt 10 Zeitstrafen. Leon wurde lediglich viermal vom Feld gestellt. Dennoch gelang es den Gastgebern die Gäste stets auf Distanz zu halten. Der HSV dominierte das Spiel über die gesamten 60 Minuten. Bester Hamburger Torschütze war Kyung-Shin Yoon mit 10 Treffern.
Der HSV startete traumhaft, ging schnell mit 3:0 in Front. Nach 16 Minuten hatten die Gastgeber bereits einen 9:4-Vorsprung herausgeworfen. Die aggressive, offensiv eingestellte Abwehr des HSV funktionierte. Und im Tor zeigte sich Per Sandström mit zwei parierten Siebenmetern in der Anfangsphase als gewohnt sicherer Rückhalt. Der HSV konnte sein Tempospiel aufziehen. Mitte der ersten Halbzeit geriet dieses etwas ins Stocken, da die Hamburger mit vielen Zeitstrafen zu kämpfen hatten. Ademar Leon gelang es daher, bis zur Halbzeit auf zwei Tore zu verkürzen.
Die Hausherren kamen nach der Pause besser aus den Startlöchern. Goran Stojanovic hütete jetzt das HSV-Tor. Der Hamburger Angriff machte Dampf, knüpfte an die gute Anfangsphase an und lag beim 20:15 (39.) erneut mit 5 Toren in Front. Leon versuchte das Tempo zu verschleppen, agierte immer nah am Zeitspiel. Den 5-Tore-Abstand konnten die Hamburger allerdings nahezu immer halten. Leon schaffte es nicht mehr, auf näher als vier Tore zu verkürzen. Mit dem 28:24-Sieg hat der HSV jetzt gute Karten, im Rückspiel den größten Erfolg seiner Vereinsgeschichte perfekt zu machen. Das Final-Rückspiel wird am nächsten Sonntag, 29. April, um 19:15 Uhr angepfiffen. Eurosport überträgt live.
Bilder des Finals gibt es hier.
Stimmen zum Spiel
Martin Schwalb (Trainer HSV Handball): „Ich glaube, wir haben das rübergebracht, was wir uns vorgenommen hatten. Wir haben keine Schmerzen und volles Engagement gezeigt. Die Abwehr stand anfangs sehr gut, über schnelle Gegenstöße konnten wir einen Vorsprung herauswerfen. Dann sind wir in eine Zeitstrafenflut geraten, die den Vorsprung bis zur Halbzeit auf zwei Tore schrumpfen ließ. Nach dem Wechsel haben wir unsere Abwehr auf eine 6:0-Formation umgestellt. Der Sieg war absolut verdient. Meine Jungs werden nächsten Sonntag alles dafür tun, das Finale zu gewinnen.“
Manolo Cadenas (Trainer Ademar Leon): „Die Atmosphäre in der Color Line Arena war hervorragend. Wir sind hergekommen, um uns fürs Rückspiel noch alle Chancen offen zu halten. Dieses Minimalziel haben wir erreicht. Der HSV hat sehr gut und mit einer hohen Intensität gespielt. Das benötigen große Mannschaften. Das Ergebnis war gerecht. Der HSV hatte von Beginn an Vorteile.“
Spielstatistik
HSV Hamburg – Ademar Leon 28:24 (14:12)
HSV Hamburg: Sandström (8/3 Paraden, 1.- 30.), Stojanovic (5 P., 31.- 60.);
Yoon 10/5, Hens 6, B. Gille 3, Flohr 3, G. Gille 2, Jansen 2, Souza 1, Schröder 1, Lijewski, Lavrov, Knorr, Pungartnik n.e.
Ademar Leon: Saric (13 Paraden, 1.- 60.), Alilovic (n.e.);
Perales 7, Möller Jakobsen 5/3, Entrerrios 5, Castresana 2, Garralda 2, Costa 2, Stranovsky 1, Aginagalde, Krivochlykov, Urdiales, Sigurdsson, Morros
Siebenmeter: 5/5 – 3/6; (Stranovsky, Möller Jakobsen und Costa scheitern an Sandström)
Strafzeiten: 10 – 4; (B. Gille, G. Gille, 2x Schröder, 3x Knorr, Jansen, Souza, Hens – 2x Castresana, Morros, Sigurdsson)
Rote Karte: Knorr (60., 3x2-Minuten)
Schiedsrichter: Slobodan Visekruna/ Zoran Stanojevic (Serbien)
Zuschauer: 8.759 (Color Line Arena)
Spielfilm: 3:0 (7.), 4:3 (9.), 6:3 (12.), 9:4 (16.), 11:6 (23.), 12:9 (27.), 14:12 (30., HZ), 17:14 (33.), 19:15 (35.), 22:17 (48.), 23:18 (50.), 26:21 (56.), 26:22 (58.), 27:23 (59.), 28:23 (59.), 28:24 (60., HZ)