01.09.07 -
Auftakt nach Maß
In seinem ersten Spiel der neuen Saison in der TOYOTA Handball-Bundesliga hat der HSV Handball gegen MT Melsungen einen klaren 39:29 (20:10)-Sieg gefeiert. Vor 2.007 Zuschauern in der nicht ganz ausverkauften Meirotels-Halle in Rotenburg a.d. Fulda legte der HSV von Anfang an gut los. Stefan Schröder traf in den ersten vier Minuten dreimal und brachte den HSV mit 3:1 in Führung. Die Gastgeber fanden über weite Strecken der ersten Hälfte kein Rezept gegen die gut aufgestellte Deckung der Hamburger. Johannes Bitter im Tor des HSV überzeugte durch 9 Paraden allein in den ersten 30 Minuten. Auch HSV-Neuzugang Dimitri Torgovanov brachte Stabilität in den Hamburger Mittelblock. Der Vize-Meister ließ die Gastgeber nie zur Entfaltung kommen und baute den Vorsprung kontinuierlich aus. Vor allem Pascal Hens spielte sich in den Mittelpunkt. Er war mit 6 Treffern bester HSV-Schütze in der ersten Hälfte, gefolgt von Stefan Schröder, der fünf Tore erzielte. Die Hanseaten gingen mit einem beruhigenden 10-Tore-Vorsprung (20:10) in die Pause.
Gastgeber mit neuem Elan in Halbzeit zwei
Nach der Halbzeit begannen die Gastgeber aggressiver als im ersten Durchgang und beeindruckten den HSV damit sichtbar. Vielleicht lag es daran, dass die Spieler der MT Melsungen die Pause kaum in der Kabine verbrachten. MT-Trainer Robert Hedin hat zu der Leistung seines Teams wohl klare Worte gefunden, denn lange vor Beginn der zweiten Hälfte waren seine Spieler wieder auf dem Feld. Die Ansprache schien gewirkt zu haben. Die MT Melsungen kam immer besser ins Spiel, während der HSV kaum einen Weg gegen die nun konsequent agierende Deckung der Melsunger und vor allem gegen den in der zweiten Hälfte eingewechselten Torwart Dennis Klockmann fand. Die Gastgeber hingegen kamen vor allem über Linksaußen Ivan Brovka zu schnellen Gegenstößen und leichten Toren. Folge: zwischen der 39. und 52. Minute erzielten die Gastgeber 12 Treffer, der HSV hingegen nur 3. So schrumpfte der Vorsprung der Hamburger zwischenzeitlich auf vier Tore (30:26, 51.min).
Gille-Brüder sichern Sieg
Die 2.007 Zuschauer hofften auf eine spannende Endphase. Doch durch schnelle Torabschlüsse fanden die Hamburger zurück ins Spiel und trafen so fünfmal in Folge. Dabei wechselten sich die Brüder Bertrand und Guillaume Gille ab und schraubten das Ergebnis auf 34:26 (54.). Ein verwandelter Siebenmeter von Torsten Jansen brachte den erneuten Neun-Tore-Vorsprung. Der Nationalspieler war mit 7 Strafwürfen und zweimal aus dem Feld erfolgreich und damit bester Torschütze der Hamburger. Johannes Bitter mit 14 Paraden und der eingewechselte Per Sandström mit 4 Paraden waren zudem stets sichere Rückhalte des HSV-Teams. Mit dem Schlusspfiff stellte Bruno Souza den Vorsprung von zehn Treffern aus der Halbzeitpause wieder her.
HSV Handball: Bitter 14/1 Paraden, Sandström 4 P.;
Jansen 9/7, Hens 7, Schröder 6, G. Gille 4, Lindberg 3/1, B. Gille 3, Lijewski 2, Torgovanov 2, Ursic 1, Flohr 1, Souza 1, Jurecki, Schult n.e.
MT Melsungen: Kelentric 1 Parade, Klockmann 5 P.;
Kourtchev 6, Karipidis 5/3, Balomenos 4, Stojanovic 4, Hruby 4, Brovka 4, Hazl 1, Klitgaard 1, Tellander, Valo, Jacobson, Blank, Kraus n.e., Musil n.e.
Spielfilm: 0:2 (2.), 1:3 (4.), 2:5 (6.), 4:10 (14.), 5:14 (19.), 8:18 (26.), 10:20 (30.) - 12:23 (34.), 14:27 (38.), 19:27 (44.), 22:30 (47.), 26:30 (51.), 26:35 (56.), 29:39 (60.)
Die Bilder vom Spiel finden Sie hier.
Stimmen zum Spiel
HSV Trainer Martin Schwalb: „Mit der ersten Halbzeit war ich sehr zufrieden. Wir haben sehr schönen Handball gespielt. Das Zusammenspiel und die einstudierten Spielzüge klappten, in der Abwehr waren wir sehr aggressiv. Alles lief super bis zum 27:14. Urplötzlich gerieten wir vollkommen außer Tritt, machten 5 bis 6 Fehler in Folge. So etwas darf uns natürlich nicht passieren. Trotzdem haben wir verdient gewonnen und freuen uns über die zwei Punkte.“
Melsungen Trainer Robert Hedin: „Hamburg hat völlig verdient gewonnen. In der ersten Halbzeit haben sie uns an die Wand gespielt. Da stimmte die Einstellung bei uns überhaupt nicht. Wir haben noch viel zu tun.“
HSV Torhüter Johannes Bitter: „Wir haben losgelegt wie die Feuerwehr und in der ersten Halbzeit am oberen Limit gespielt. Nach der Pause hatten wir dann einen Hänger. Daran müssen wir arbeiten. Insgesamt haben wir heute aber ein Ausrufezeichen gesetzt und können zufrieden sein.“
HSV Kreisläufer Bertrand Gille: „Wir haben teilweise richtig guten Handball gespielt. Die 10 bis 15 schlechten Minuten in der zweiten Hälfte schmälern den Gesamteindruck jedoch ein bisschen. In dieser Phase fehlte die Aggressivität, und wir haben zu viele Chancen vergeben. Für das erste Spiel der Saison war es aber eine starke Leistung.“
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