HSV gewinnt erstmals in Magdeburg – 29:24 (19:9)

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HSV gewinnt erstmals in Magdeburg – 29:24 (19:9)

6 Gummersb. 17 : 9 +11
7 Göppingen 15 : 9 +33
8 Hamburg 15 : 9 +18
9 R-N Löwen 14 : 8 +36
10 Berlin 14 : 10 -4
Color Line Arena
HBL
EHF Champions League
Bertrand Gille war mit 6 Treffern erfolgreichster HSV-Schütze

HSV gewinnt erstmals in Magdeburg – 29:24 (19:9)

11.09.07 -

Ein Spiel mit zwei völlig unterschiedlichen Halbzeiten

Der HSV Handball hat eine schwarze Serie beendet. Die Hanseaten konnten nach fünf erfolglosen Anläufen erstmals in der Magdeburger Bördeland-Halle gewinnen. Dabei sahen die 5.150 Zuschauer zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten. Nachdem der HSV mit zehn Toren Vorsprung in die Halbzeit gegangen war (19:9), holten die Gastgeber nach der Pause Tor um Tor auf und konnten die Partie sogar beinahe noch kippen. Am Ende behielt der HSV in einem erwartet schweren Spiel jedoch mit 29:24 die Oberhand.

Vor der Pause leistet der SCM kaum Gegenwehr

Trotz seiner am Wochenende erlittenen Augapfelprellung war HSV-Kapitän Guillaume Gille in Magdeburg mit dabei. Mit dem Franzosen in der Startaufstellung legte der HSV einmal mehr einen Traumstart hin. In den ersten zehn Minuten erzielten die Hamburger 7 Tore und ließen dabei nur 2 Gegentreffer zu. Vor allem Johannes Bitter, im Tor des HSV, zeigte gegen seine ehemaligen Teamkollegen vom SCM eine Weltklasse-Leistung. 5 Würfe parierte der Neuzugang des HSV in der Anfangsphase und verdoppelte diesen Wert noch bis zum Ende der ersten Hälfte. Doch auch die restliche Hamburger Abwehr war fast immer einen Schritt schneller als die Magdeburger. Zudem mussten die Gastgeber ab der 16. Minute auf Bennet Wiegert verzichten, der nach einem Foul an Krzysztof Lijewski die rote Karte sah. So dezimiert hatte der SCM dem schnörkellosen Spiel der Gäste kaum etwas entgegen zu setzen. Der HSV kam mit schnellen Spielzügen immer wieder zu leichten Treffern. Zur Pause führten die Hanseaten komfortabel mit 19:9.

HSV verspielt beinahe komfortablen Vorsprung

Nach der Pause schalteten die Hanseaten merklich einen Gang zurück, viele Spielzüge liefen nun ins Leere oder wurden von den Magdeburgern abgefangen. Die Gastgeber agierten mit mehr Biss und dem Publikum im Rücken. Tor für Tor erkämpfte sich der SCM und suchte immer wieder seinen Top-Scorer Karol Bielecki. Der polnische Nationalstürmer war auch heute mit 7 Toren bester Werfer seines Teams. Mitte der zweiten Halbzeit hatten die Magdeburger den Rückstand bereits halbiert. In Reihen der Hamburger lief in dieser Phase nicht viel zusammen, die Zahl der Fehlwürfe häufte sich. Auch die Magdeburger Keeper Silvio Heinevetter und vor allem Ole Erevik trugen nun mit ihren Paraden zur Aufholjagd des SCM bei. In der 55. Minute lagen die Gastgeber nur noch mit zwei Treffern zurück (23:25). Eine Auszeit von HSV-Trainer Martin Schwalb störte den Spielfluss des SCM jedoch erfolgreich. So wurde die Endphase des Spiels doch nicht mehr so spannend, wie es sich kurz zuvor abgezeichnet hatte. In den letzten vier Minuten konnte sich der HSV wieder Luft verschaffen und durch vier Treffer, bei nur einem Gegentor von Bielecki, schließlich den 29:24-Sieg sichern. Erfolgreichster Schütze bei den Gästen war Bertrand Gille mit 6 Toren. Hans Lindberg, Pascal Hens und Kyung-Shin Yoon waren jeweils fünfmal erfolgreich.

Bekanntes Pech für die Hamburger

Wie schon Kapitän Guillaume Gille im Heimspiel gegen den TV Grosswallstadt: Dimitri Torgovanov verletzte sich nach einem Zusammenprall in der 14. Minuten am rechten Auge. Trotz der Platzwunde, die in der Kabine lediglich verbunden, nicht aber genäht wurde, kehrte der Russe kurze Zeit später wieder auf das Spielfeld zurück. Erst nach dem Schlusspfiff wurde Torgovanov ins Universitäts-Klinikum Magdeburg gebracht. Nach der Behandlung fuhr der 35-jährige mit HSV Handball-Geschäftsführer Peter Krebs zurück nach Hamburg.

SC Magdeburg: Heinevetter (2/1 Paraden, 1.-16.); Erevik (9/2 P., 16.-60.);

Bielecki 7, Tkaczyk 5, Sprenger 3, Kabele 3/3, Wiegert 2, Tönnesen 2, Theuerkauf 1, Grafenhorst 1, Vasilakis, Krause, Largent

HSV Hamburg: Bitter (13/2 Paraden, 1.-50., 58.-60.); Sandström (1 P., 50.-58.);

B. Gille 6, Hens 5, Lindberg 5/1, Yoon 5, Jansen 3, G. Gille 2, Lijewski 2, Torgovanov 1, Schröder, Ursic n.e., Flohr n.e., Souza n.e., Schult n.e., Jurecki n.e., Müller n.e.

Siebenmeter: 3/5 – 4/7 (Bitter hält gegen Theuerkauf und Sprenger - Jansen wirft über das Tor, Lindberg scheitert einmal an Erevik und einmal an Heinevetter)

Strafminuten: 4 – 2 (Grafenhorst, Tönnesen - Hens)

Rote Karte: Wiegert (SCM, 16.)

Spielfilm: 0:3 (6.), 1:6 (9.), 3:10 (13.), 4:13 (18.), 7:16 (25.), 8:18 (29.), 9:19 (30.) - 10:19 (31.), 14:20 (35.), 14:22 (37.), 18:22 (46.), 20:24 (50.), 22:25 (55.), 23:25 (56.), 23:27 (57.), 24:29 (60.)

Die Bilder vom Spiel finden Sie hier.

Stimmen zum Spiel

 Johannes Bitter: "Ich bin superglücklich, dass wir hier gewonnen haben. Wir haben eine phänomenale erste Halbzeit gespielt, aber uns war klar, dass Magdeburg kämpfen würde. Deswegen bin ich einfach nur froh, dass wir das hier über die Bühne gebracht haben."

 Martin Schwalb: "Es freut uns sehr, dass wir das Spiel gewonnen haben. Aufgrund der ersten Halbzeit war dieser Sieg auch verdient. Wir haben ganz stark gespielt und hatten einen überragenden Jogi Bitter im Tor. In der zweiten Halbzeit hat der SC Magdeburg dann sein wahres Gesicht gezeigt, während wir nachgelassen haben. Insgesamt bin ich aber sehr froh über die zwei Punkte."

 Hans Lindberg: "Wir haben eine super erste Halbzeit gespielt, mit einem unglaublichen Jogi Bitter hinten drin. Nach der Pause hat sich Magdeburg in einen Rausch gespielt, doch da haben wir eine super Moral gezeigt. Selbst als wir nur noch mit zwei Toren vorne lagen, haben wir uns gesagt, dass wir hier auf jeden Fall gewinnen wollen. So einen Teamgeist habe ich noch nicht erlebt."Bericht gibt es bald an dieser Stelle.

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