Erster Punktverlust für HSV Handball

15.09.07 -

 

28:28 (12:17) gegen Rhein-Neckar Löwen

Der HSV hat den ersten Punkt in der neuen Spielzeit verloren. Gegen die Rhein-Neckar Löwen gab es vor 6.456 Zuschauern in der Color Line Arena ein 28:28-Unentschieden. Dabei hätte es auch schlimmer kommen können: Zur Pause lag das Team von Trainer Martin Schwalb mit 12:17 zurück.

HSV liegt zur Pause das erste Mal zurück

Das Duell zweier mit Weltmeister gespickten Teams hielt, was es versprach. Der HSV war in der Anfangsphase die wachere Mannschaft und ging in der siebten Minute mit 6:3 in Führung. Johannes Bitter machte da weiter, wo er in Magdeburg aufgehört hatte, und parierte 3 Bälle der Löwen. Sein Gegenüber und Nationalmannschaftskollege, Henning Fritz, dagegen war bis zu diesem Zeitpunkt gegen alle Hamburger Würfe machtlos. Die Zuschauer sahen dann jedoch ein Gäste-Team, das, vor allem in Person Mariusz Jurasik, aufdrehte und bis zur 21. Minute eine 13:8-Führung herausarbeitete. Der polnische Vizeweltmeister warf innerhalb von 13 Minuten fünf Tore. Auf der anderen Seite scheiterten die Hamburger immer wieder an Löwen-Keeper Slawomir Szmal, der seit der elften Minute im Tor der Gäste stand. Vor allem dank seiner 6 Paraden in der ersten Halbzeit hielt das Team aus Mannheim den HSV auf Abstand und führte zur Pause mit 17:12.

Aufholjagd in Halbzeit zwei sichert Unentschieden

Dieser Vorsprung schmolz in der zweiten Halbzeit nur sehr langsam. Zwar agierte die HSV-Deckung nun konsequenter und eroberte mehr Bälle, doch im Angriff war immer wieder Slawomir Szmal Endstation für die Hamburger Angriffe. Der zweite Vizeweltmeister im Team der Gäste steigerte seine Quote der ersten Hälfte sogar noch und parierte in Halbzeit zwei 7 HSV-Schüsse. So hatte der 5-Tore-Vorsprung der Gäste bis zur 43. Minute Bestand (23:18). Doch mit dem Publikum im Rücken kämpften sich die Schützlinge von Trainer Martin Schwalb wieder in die Partie zurück. Vier Minuten vor dem Abpfiff betrug der Rückstand noch drei Tore (24:27). Der HSV ging volles Risiko, traf erst durch Souza und nahm sogar, in Unterzahl, den Torwart raus. Lindberg, Yoon und Bertrand Gille brachten den HSV dann das erste Mal seit der 10. Minute in Führung (28:27, 60. Min.). Das Spiel schien gedreht, doch die Rhein-Neckar Löwen kamen durch einen Siebenmeter zum erneuten Ausgleich. In der hektischen Schlussminute sah Löwe Patrick Groetzki, der den letzten Angriff der Hamburger unsportlich unterband, noch die Rote Karte. In den verbleibenden drei Sekunden konnte der HSV den Siegtreffer nicht mehr landen, es blieb am Ende beim 28:28. Die Hamburger sind damit zwar weiter ungeschlagen, müssen aber den ersten Punktverlust der Saison hinnehmen. Bester Werfer bei den Gastgebern war einmal mehr Hans Lindberg mit 6 Treffern, die Hälfte per Siebenmeter.

HSV Hamburg: Bitter (13/1 Paraden, 1.-16., 31.-60.); Sandström (5/1 P., 16.-30.);

Lindberg 6/3, Hens 4, B. Gille 3, Yoon 3, Lijewski 3, Jansen 3, Souza 3, Torgovanov 2, G. Gille 1, Flohr, Schröder n.e., Ursic n.e., Jurecki n.e.

Rhein-Neckar Löwen: Fritz (2 Paraden, 1.-11.); Szmal (13/1 P., 11.-60.);

Jurasik 7/2, Harbok 7, Velyky 6, Szlezak 3/1, Schwarzer 2, Gensheimer 1, Roggisch 1, Shelmenko 1, Klimovets, Caillat, Groetzki, Haaß n.e.

Siebenmeter: 3/4 – 3/5 (Yoon scheitert an Szmal – Bitter hält gegen Szlezak, Sandström bleibt Sieger gegen Jurasik)

Strafminuten: 3 – 5 (Souza 2x, B.Gille – Roggisch 2x, Harbok 2x, Klimovets)

Rote Karte: Groetzki (RNL, wegen grober Unsportlichkeit, 60.)

Spielfilm: 1:1 (2.), 3:3 (4.), 6:3 (8.), 8:8 (12.), 8:13 (21.), 12:17 (30.) - 14:19 (33.), 16:21 (38.), 18:23 (43.), 21:23 (45.), 21:25 (49.), 24:26 (55.), 27:27 (59.), 28:27 (60.), 28:28 (60.)

Die Bilder zum Spiel finden Sie hier.

Stimmen zum Spiel

Iouri Chevtsov (Trainer Rhein-Neckar Löwen): „Wir waren die dominante Mannschaft, vor allem mit unserer Deckung hatte der HSV große Probleme. Bis zehn Minuten haben wir sehr gut gespielt, dann haben technische Fehler meiner Mannschaft einen Punkt gekostet. Vor dem Spiel wäre ich mit einem Punkt zufrieden gewesen, jetzt bin ich mir nicht ganz sicher.“

Martin Schwalb: „Wir sind sehr gut gestartet und dann nehmen wir uns selber aus dem Spiel. Die Laufwege stimmten nicht mehr und wir haben zu viele technische Fehler begangen. In der zweiten Halbzeit habe ich dann einen ganz starken HSV gesehen, auch wenn wir früher zum Ausgleich hätten kommen müssen. Aber wenn man solche Chancen nicht nutzt, muss man sich auch mal mit einem Punkt zufrieden geben.“

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4 R-N Löwen 34 +135 52
5 Nordhorn 34 +95 50

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