Erste Niederlage für HSV Handball

30.09.07 -

Der HSV Handball hat seine erste Niederlage in der TOYOTA Handball Bundesliga hinnehmen müssen. Gegen den neuen Tabellenführer SG Flensburg-Handewitt verloren die Hamburger knapp mit 32:33 (13:15). Mann des Spiels aus Sicht der Gäste war Keeper Dan Beutler, der 19 Paraden zeigte. Zwei dieser verbauten dem HSV in der Schlussminute den Ausgleich: erst scheiterte Bertrand Gille vom Siebenmeterpunkt am schwedischen Schlussmann, dann eroberte Guillaume Gille den Ball noch einmal, konnte aber fünf Sekunden vor der Schlusssirene auch nicht treffen.

Dan Beutler lässt Hamburger verzweifeln

11.098 Zuschauer kamen in die Color Line Arena, um das Spitzenspiel des 7. Spieltags zu sehen. Und auch auf Seiten der Hamburger Spieler wollte sich keiner diesen Kampf um die Tabellenspitze der TOYOTA HBL entgehen lassen. Kapitän Guillaume Gille und Hans Lindberg, die bis zuletzt  noch das HSV-Lazarett gebildet hatten, machten sich mit ihrem Team warm und wurden beide von Coach Martin Schwalb bereits in Halbzeit eins gebracht. Der Franzose kam gleich nach zwei Minuten ins Spiel, als der HSV mit 2:0 führte. Doch auch mit der Unterstützung seines Kapitäns konnten die Hamburger diese Führung nicht dazu nutzen, Ruhe ins Spiel zu bringen. Die Gäste zogen erst durch vier Treffer in Folge auf 4:2 (7.) und dann noch einmal durch drei aufeinanderfolgende Tore auf 7:3 (15.) davon. Großer Rückhalt der Flensburger war dabei ihr Keeper Dan Beutler, der schon vor der Pause 9 HSV-Bälle parierte, davon drei Siebenmeter. Erst eine Auszeit von HSV-Trainer Martin Schwalb brachte die Hamburger wieder ins Spiel, das sich ab Hälfte der ersten Halbzeit ausgeglichener entwickelte. Dennoch hatten die Hanseaten Probleme mit der aggressiven Deckung der SG und kamen nur selten frei zum Wurf. So kamen Torsten Jansen, Pascal Hens, Bertrand Gille und Kyung-Shin Yoon jeweils nur zu drei Treffern. Mit seinem ersten Tor nach der Verletzungspause machte Guillaume Gille den 13:15-Halbzeitstand perfekt.

Im Schlussspurt rettet der HSV beinahe noch einen Punkt

Die zweite Hälfte des Spitzenspiels begann zerfahren. Beide Mannschaften zeigten Nerven und begingen leichte Fehler im Spielaufbau. Dennoch kam der HSV in der 36. Minute zum Ausgleich durch Bertrand Gille, der den ersten Strafwurf für sein Team zum 16:16 verwandelte. In der Folgezeit bekamen die Hamburger aber vor allem Marcin Lijewski, den Bruder von HSV-Spieler Krzysztof Lijewski, nicht in den Griff und mussten die SG erneut ziehen lassen. Der Pole kam aus dem Rückraum immer wieder zu Treffern, war am Ende mit 8 Toren bester Werfer der Partie. Zudem hielt Dan Beutler nach der Pause noch einmal 10 HSV-Würfe und war wiederum der Faktor, dass die SG ihre Führung zwischenzeitlich sogar auf 6 Tore ausbaute (27:21, 50.). Durch einen Schlussspurt in den letzten zehn Minuten kämpfte sich der HSV aber wieder Tor für Tor heran. Durch eine offensive Deckung wurde der SG in den letzten Minuten kein Raum mehr für das Aufbauspiel gelassen. So kamen die Flensburger in der 58. Minute zu ihrem letzten Treffer (33:29), während die Hamburger noch zweimal trafen und 10 Sekunden vor Schluss sogar noch einen Siebenmeter zugesprochen bekamen. Nachdem mit Torsten Jansen, Kyung-Shin Yoon und Hans Lindberg die etatmäßigen Strafwurf-Schützen jeweils an Beutler gescheitert waren, versuchte sich wiederum Bertrand Gille, der bisher als einziger Hamburger von der Siebenmeterlinie getroffen hatte. Doch der schwedische Nationaltorhüter hielt nicht nur diesen Ball, sondern auch den Nachwurf von HSV-Kapitän Guillaume Gille fünf Sekunden vor Schluss. Damit vergaben die Hamburger in letzter Sekunde den Ausgleich, allerdings in einem Spiel, das zwischenzeitlich schon deutlich verloren schien. Die Flensburger konnten indes die Tabellenführung zurück erobern und gehen als einziges ungeschlagenes Team der TOYOTA Handball-Bundesliga in den kommenden Spieltag.

HSV Hamburg: Bitter (7 Paraden, 1. – 41.); Sandström (5 P., 41. – 60.)

Yoon 6/1, Hens 6, B.Gille 6/3, Jansen 4, Lindberg 4, G.Gille 4, Lijewski 2, Schröder, Flohr, Souza, Torgovanov, Jurecki, Ursic n.e., Schult n.e.

SG Flensburg-Handewitt: Beutler (19/4 Paraden, 1. – 60.); Sijan (0 P., für einen 7m)

Lijewski 8, Knudsen 6, Christiansen 6/2, Petersson 5, Mogensen 5, Vranjes 1, Nielsen 1, Johannsen 1, Jensen, von Behren n.e., Lackovic n.e., Eggert n.e.

Siebenmeter: 4/8 – 2/2 (Jansen, Yoon, Lindberg und B.Gille scheitern jeweils an Beutler)

Strafminuten: 3 – 7 (B. Gille 2x, Jansen – Knudsen 2x, Jensen 2x, Nielsen, Lijewski, Petersson)

Spielfilm: 2:0 (2.), 2:4 (7.), 3:7 (15.), 5:8 (16.), 8:9 (22.), 9:12 (24.), 11:12 (27.), 12:15 (30.), 13:15 (30.) – 13:16 (31.), 16:16 (36.), 16:19 (40.), 19:23 (46.), 20:25 (48.), 21:27 (50.), 24:29 (52.), 26:30 (55.), 28:32 (57.), 29:33 (58.), 32:33 (60.)

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2 Flensburg-H. 34 +210 54
3 Hamburg 34 +170 54
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