14.11.07 -
Der HSV Handball ist neuer Tabellenführer der TOYOTA Handball-Bundesliga. Nach einem 25:21 (12:10) beim TuS N-Lübbecke hat die Mannschaft von Trainer Martin Schwalb zumindest bis Sonntag die Spitzenposition übernommen. Dann muss der THW Kiel gegen den TBV Lemgo erstmals in der Saison „nachziehen“. Vor 2.000 Zuschauern in der Kreissporthalle Lübbecke musste der HSV jedoch von Anfang an kämpfen und ging mit einem 12:10 in die Pause. In der zweiten Hälfte machten die Hamburger die Tabellenführung dann endgültig klar. Torsten Jansen war mit sechs Treffern erfolgreichster Werfer der Hamburger beim 25:21-Sieg.
Hart umkämpfte erste Halbzeit
Der Tabellen-Siebzehnte aus Lübbecke konnte vor 2.000 Zuschauern weite Phasen der ersten Halbzeit mit den Hamburgern mithalten. In den ersten Minuten gingen die Gastgeber immer wieder mit einem Tor in Führung. Stefan Schröder sorgte regelmäßig dafür, diese auszugleichen (3:3, 8. Minute; 4:4, 9.; 5:5, 11.). Mit einer starken Defensive konnte der HSV eigene Ballverluste im Angriff regelmäßig ausbügeln. Johannes Bitter parierte in Halbzeit eins neun Bälle, darunter zwei Siebenmeter. Mehr als 20 Minuten brauchten die Hamburger, um ihre erste Zwei-Tore-Führung (9:7, 23. Minute) zu erspielen. Mehr als diesen Vorsprung konnte sich die Mannschaft allerdings nicht erarbeiten und so ging es auch mit einer knappen Führung in die Kabine (12:10). Mit 5 Treffern war Stefan Schröder bester Torschütze der Hamburger in Halbzeit eins.
Konzentrierte Leistung sichert Tabellenführung
Zur zweiten Halbzeit wechselte HSV-Trainer Martin Schwalb auf einigen Positionen. Krzysztof Lijewski für Kyung-Shin Yoon, Iwan Ursic für Betrand Gille und Bruno Souza für Guillaume Gille (im Angriff) bzw. Pascal Hens (in der Defensive) kamen in die Mannschaft. Doch auch die Wechsel eröffneten dem HSV nicht die Möglichkeit, sich deutlich abzusetzen. Die Initialzündung stellte erst eine HSV-Unterzahl mit zwei Mann dar. Guillaume Gille und Matthias Flohr hatten jeweils Zwei-Minuten-Strafen bekommen, dennoch erzielte Torsten Jansen das 16:14 (38.). In der Folge zogen die Hamburger davon, während sich bei den Lübbeckern bemerkbar machte, dass sie 40 Minuten Vollgas gegeben hatten. Kondition und Konzentration ließen bei den Gastgebern merklich nach. Fünf Minuten gelang ihnen kein Tor und der HSV erhöhte auf 20:14 (45.). Doch die Gastgeber verkürzten den Rückstand noch einmal auf 18:22 (50.). Bei dem Vier-Tore-Vorsprung für den HSV blieb es bis zum Schlusspfiff. Torsten Jansen steuerte 6 Tore bei und war zusammen mit Danny Anclais auf Lübbecker Seite erfolgreichster Akteur des Spiels. Der HSV Handball steht nach diesem Sieg zumindest bis Sonntag an der Tabellenspitze der TOYOTA Handball-Bundesliga.
TuS N-Lübbecke: Gudmundsson (5 Paraden, 1.-60.); Madert (0 P., für einen Siebenmeter eingewechselt);
Anclais 6/1, Tomic 5, Szymanski 4, Datukashvili 2, Cale 2, Skatar 1, Greiner 1, Remer, Olafsson, Schibschid n.e.
HSV Hamburg: Bitter (15/3 Paraden, 1.-60.); Sandström n.e.; Müller n.e.
Jansen 6, Schröder 5, Yoon 5/5, B. Gille 3, Hens 2, Lijewski 2, Souza 2, G. Gille, Flohr, Torgovanov, Ursic, Jurecki n.e., Lindberg n.e.
Siebenmeter: 1/4 – 5/7 (Bitter hält zweimal gegen Tomic, Bitter pariert gegen Remer - Yoon trifft den Pfosten und wirft vorbei)
Strafminuten: 6 – 3 (Datukashvili 2x, Cale, Szymanski, Anclais, Tomic – G. Gille, Flohr, Souza)
Spielfilm: 0:2 (3.), 2:2 (5.), 5:4 (10.), 5:6 (12.), 7:6 (16.), 7:9 (23.), 8:9 (24.), 8:11 (26.), 10:11 (28.), 10:12 (30.) – 11:12 (31.), 11:13 (33.), 13:13 (35.), 13:15 (36.), 14:15 (37.), 14:20 (45.), 15:20 (46.), 17:22 (49.), 18:22 (50.), 19:23 (56.), 19:24 (57.), 21:24 (58.), 21:25 (60.)
Die Bilder zum Spiel finden sich hier.
Stimmen zum Spiel
Martin Schwalb (Trainer HSV): „Wir freuen uns, dass wir zwei Punkte entführen konnten. Ich war mit dem Engagement meiner Mannschaft in der Abwehr sehr zufrieden. Wir haben es wegen der engagierten Spielweise Lübbeckes nicht geschafft, uns früher abzusetzen. Aber ich denke, dass wir verdient gewonnen haben, da wir ständig in Führung lagen. Ich will aber keinesfalls die Leistung Lübbeckes schmälern, die sich sehr gut präsentiert haben.“
Velimir Kljaic (Trainer TuS N-Lübbecke): „Ich bin zufrieden. Das Spiel hat mir Spaß gemacht. Die Jungs haben zu 100 % gekämpft. Der Gegner war besser, da kann man dann nichts machen. Jetzt sollten die Jungs aus dem Spiel mitnehmen, dass sie so eine Leistung bringen können, dann mache ich mir um den Klassenerhalt keine Sorgen.“
« zurück