Stefan Schröder erzielte gegen Lemgo 5 Tore

Sprung auf Platz 1 verpasst

21.11.07 -

26:26 (16:13)-Unentschieden gegen TBV Lemgo

Der HSV Handball spielt gegen den TBV Lemgo 26:26 (16:13)-Unentschieden und verpasst damit den Sprung auf Platz 1 der Tabelle. Das Remis kam vor 9.161 Zuschauern erst in den letzten fünf Minuten zustande. Bis dahin hatten die Hamburger die gesamt Partie über geführt, scheiterten aber immer wieder per Strafwurf am Gäste-Keeper Carsten Lichtlein, der sechs Siebenmeter parierte. Bester Werfer der Partie war Nationalspieler Michael Kraus im Trikot der Lemgoer. Für den HSV erzielte Krzysztof Lijewski 6 Treffer.

Bitter hält überragend


Die vom Deutschen Ring, dem „Presenter oft he game“ verteilten Bang-Bangs sorgten für Super-Stimmung unter den 9.161 Zuschauern! Und auch die Mannschaften starteten schwungvoll in die Partie. Bereits nach fünf Minuten stand es 4:3.  Beide Teams suchten den raschen Torabschluss. Kaum eine Chance wurde ungenutzt gelassen. Dann aber waren beide Torhüter warm geworfen. Und auch die Offensiv-Kräfte ließen es etwas langsamer angehen. Die Hamburger haderten mit den Schiedsrichter-Entscheidungen. Zudem hatte sie ihre Zielsicherheit bei Siebenmetern verlassen. Zweimal scheiterte Kyung-Shin Yoon an Carsten Lichtlein im Tor der Lemgoer (10. Minute, 13.). Und auch Torsten Jansen (16.) und Iwan Ursic (28.) konnten ihre Versuche nicht verwandeln. Doch das brachte die Hamburger nicht aus dem Konzept. Kontinuierlich erarbeiteten sie sich einen Vier-Tore-Vorsprung (14:10; 25.). Mit 16:13 ging es dann in die Pause. Und die hatten sich die Akteure nach 30 Minuten Tempo-Handball redlich verdient. Herausragender HSVer in Halbzeit eins: Torwart Jogi Bitter mit elf Paraden.

Lemgo erkämpft sich in der Schlussphase den Punkt

HSV-Trainer Martin Schwalb vertraute auch in der zweiten Halbzeit seiner erfolgreichen Sieben aus Hälfte eins. Und der Siebenmeterfluch aus Halbzeit eins schien gebrochen: Kyung-Shin Yoon verwandelte einen Strafwurf sicher (35.). Doch nur drei Minuten später war erneut Carsten Lichtlein der Sieger im Duell der beiden. Und auch als Matthias Flohr als vierter Werfer für den HSV ran musste, hatte der Lemgoer Torwart das glücklichere Ende für sich (43.). Trotz dieser kleinen Schwäche bewahrten sich die Hamburger immer mindestens ein Tor Vorsprung auf den TBV (bis zur 57. Minute). Mitte der zweiten Hälfte tauschte der starke Jogi Bitter den Platz im Tor für zehn Minuten mit Per Sandström. Lange führte der HSV mit bis zu drei Toren (25:22, 49.), doch es sollte nicht reichen. Die engagierten Lemgoer setzten immer weiter nach und kamen in der 57. Minute erstmals in der zweiten Halbzeit zum Ausgleich (26:26.). Das Ergebnis hatte in einer umkämpften Schlussphase bis zum Abpfiff Bestand. So verpasste der HSV der Sprung auf den ersten Tabellenplatz in der TOYOTA Handball-Bundesliga. Die Hamburger rangieren punktgleich mit den führenden Kielern auf Platz zwei.

HSV Hamburg: Bitter (17 Paraden, 1.–45., 55.-60.); Sandström (1/1 P., 45. – 55.); Müller n.e.
Lijewski 6, Schröder 5, B. Gille 3, Hens 3, Yoon 3/1, Jansen 3, G. Gille 2, Flohr 1, Souza, Torgovanov, Jurecki, Ursic, Lindberg n.e., Schult n.e.

TBV Lemgo: Lichtlein (15/6 Paraden, 1.–60.); Zereike n.e.
Kraus 8/1, Boesen 5, Preiß 4, Kehrmann 3, Mocsai 3, Hermann 2, Lützelberger 1, Stephan, Bechthoff, Hegemann, Geirsson n.e., Hafner n.e.

Siebenmeter: 1/7 – 1/2 (Lichtlein hält dreimal gegen Yoon, Lichtlein pariert gegen Jansen, Ursic und Flohr – Sandström hält gegen Kraus)

Strafminuten: 3 – 4 (Flohr 2x, B. Gille – Hegemann 2x, Preiß, Lützelberger)

Spielfilm: 1:0 (1.), 3:2 (4.), 4:2 (5.), 4:4 (6.), 6:6 (13.), 8:8 (17.), 10:8 (20.), 11:9 (22.), 12:9 (23.), 13:10 (24.), 14:10 (25.), 14:12 (28.), 16:12 (30.), 16:13 (30.) – 16:14 (32.), 18:14 (35.), 19:15 (37.), 19:16 (37.), 21:18 (41.), 22:19 (44.), 22:21 (46.), 23:22 (47.), 25:22 (49.), 25:24 (54.), 26:24 (55.), 26:25 (55.), 26:26 (57.), 26:26 (60.)

Die Bilder vom Spiel finden Sie hier.

Stimmen zum Spiel

Martin Schwalb:
„Wir haben uns das Leben von Anfang an zur Hölle gemacht. Gerade in den ersten zehn Minuten hatten wir Probleme und haben unnötig leichte Tore kassiert. Eine so miserable Chancenauswertung wie unsere darf man in so einem Spiel nicht haben. Bei Siebenmetern haben die Jungs die Luft angehalten. Für uns ist das ein klarer Punktverlust. Allerdings will ich Lemgos Leistung nicht schmälern, die toll und engagiert gespielt haben.“

Volker Zerbe:
„Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Das hatte ich nicht zu hoffen gewagt. Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft, die um jeden Zentimeter Boden gekämpft hat. Wir haben im Gegensatz zum Kiel-Spiel die Fehlerzahl minimiert. Komischerweise hatten wir in Überzahl Probleme. Aber darüber kann ich heute hinwegsehen.“

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