28.11.07 -
31:27 (12:13)-Sieg gegen TV Grosswallstadt im Achtelfinale
Nach einem harten Pokal-Fight ist der HSV Handball in das Viertelfinale des DHB-Pokals eingezogen. 31:27 (12:13) bezwang der HSV den TV Grosswallstadt. 1.645 Zuschauer in der Sporthalle Hamburg sahen eine von Beginn an hitzige Pokal-Partie. Zum besten Torschützen des Spiels HSV avancierte Pascal Hens mit sechs Treffern. Überragender Akteur auf dem Feld war Per Sandström mit 20 Paraden.
Hart umkämpfte erste Spielhälfte
Vor 1.645 Zuschauern in der Sporthalle Hamburg lieferten sich der HSV und der TV Grosswallstadt von Beginn an eine hart umkämpfte Pokal-Partie. Der HSV leistete sich vor der Pause eine schwache Chancenverwertung, aber Torwart Per Sandström hielt sein Team mit zehn Paraden in den ersten 30 Minuten im Spiel. Nach 13 Minuten lag der HSV mit vier Toren hinten (3:7). HSV-Trainer Martin Schwalb brachte den angeschlagenen Bertrand Gille aufs Feld, um mehr Druck auf die TVG-Defensive auszuüben. Die Entscheidung erwies sich als richtig. Der HSV kam besser ins Spiel und konnte den Rückstand auf zwei Tore verkürzen (6:8, 18. Minute). Doch nach einer eigenen Auszeit hatte sich der TVG auf die neue Situation eingestellt. Zudem lieferte Marcus Rominger im Grosswallstädter Tor eine gute Leistung. Doch auch nach einem Fünf-Tore-Rückstand (7:12, 27. Minute) bewies der HSV Moral und kämpfte sich wieder heran. So ging es mit 12:13 in die Halbzeitpause.
Hamburger beweisen Kampfstärke
In der 32. Minute konnte der HSV durch einen Treffer von Bertrand Gille erstmals ausgleichen (13:13). Sechs Minuten mussten die HSV-Fans noch warten, doch dann war die erste Führung da. Hans Lindberg erzielte per Siebenmeter das 16:15. Und Bruno Souza legte in Unterzahl (Torsten Jansen hatte eine Zwei-Minuten-Strafe erhalten) noch nach (17:15, 39. Minute). Beide Mannschaften schenkten sich nichts und langten hart zu. Doch das brachte die Mannschaft des HSV nicht aus dem Konzept. Per Sandström hielt weiterhin überragend, am Ende standen 20 Paraden für den Schweden zu Buche. Und im Angriff wurden die Chancen nun konsequenter genutzt. Pascal Hens erzielte zwischen der 52. und 55. Minute seine Tore vier bis sechs. So konnte der HSV zu diesem Zeitpunkt erstmals mit vier Toren davonziehen (26:22). Mit dem 31:27-Endstand feierte der HSV den Einzug ins DHB–Pokal-Viertelfinale, das am 18. und 19. November gespielt werden wird. Bester Torschütze der Partie war Pascal Hens mit sechs Treffern.
HSV Hamburg: Sandström (20 Paraden, 1.–60.); Bitter (für einen Siebenmeter eingewechselt);
Hens 6, B. Gille 5, Lindberg 5/5, G. Gille 4, Lijewski 3, Jansen 2, Flohr 2, Yoon 1/1, Ursic 1, Souza 1, Schröder 1, Torgovanov, Jurecki n.e.
TV Grosswallstadt: Rominger (14/1 Paraden, 1.–60.); Hannawald (für einen Siebenmeter eingewechselt);
Hribar 5/2, Kunz 5, Tiedtke 4, M. Müller 3, P. Müller 3, Spatz 3, Grimm 2, Immel 2, Zdrahala, Schmeißer, Wolf, Hauk n.e.
Siebenmeter: 6/7 – 2/2 (Yoon scheitert an Rominger)
Strafminuten: 4 – 5 (G. Gille, B. Gille, Jansen, Souza – Immel 2x, P. Müller, Tiedtke, Wolf)
Spielfilm: 0:2 (2.), 1:2 (2.), 3:4 (10.), 3:6 (12.), 3:8 (16.), 6:8 (18.), 7:9 (20.), 7:12 (23.), 10:12 (26.), 11:13 (28.), 12:13 (28.), 12:13 (30.) – 13:13 (32.), 15:15 (36.), 18:15 (41.), 18:17 (43.), 20:19 (49.), 23:22 (52.), 25:22 (54.), 27:22 (56.), 29:24 (58.), 31:26 (60.), 31:27 (60.)
Hier geht es zu den Bildern des Spiels.
Stimmen zum Spiel:
Per Sandström (Torhüter HSV): „In der ersten Halbzeit haben wir uns das Leben durch Kleinigkeiten schwer gemacht. Es fehlte oft die letzte Sekunde, um eine Aktion gut abzuschließen. So haben wir leichte Gegentore kassiert, was nicht passieren darf. In der zweiten Hälfte war die Abwehr super. So habe ich dann weniger Bälle aufs Tor bekommen.“
Per Sandström zum Viertelfinale: „Man muss den Gegner schlagen, den man bekommt. Ich warte die Auslosung am Sonntag ab.“
Martin Schwalb (Trainer HSV): „Die erste Halbzeit war nicht die Art Handball, die der HSV normalerweise zu spielen pflegt und die der Trainer zu sehen wünscht. Es fehlte die nötige Aggressivität in der Abwehr. In der zweiten Halbzeit haben wir den Sieg erzwungen. Das ist das Gute an der Mannschaft: Sie kann sich auf ein Ziel fokussieren und dafür alles mobilisieren. Ich habe dann die Abwehr von 6:0 auf 3:3 umgestellt. Es wäre mir lieber gewesen, wenn wir eine andere Mannschaft ausgeschaltet hätten, aber wir wollen unbedingt ins Final Four.“
Michael Roth (Trainer TV Grosswallstadt): „Wir haben einen klasse Pokal-Fight gesehen. Wir waren viele Strecken gegen eine Mannschaft ebenbürtig, gegen die wir eigentlich unterlegen sind. Wir waren darauf eingestellt und haben eine tolle Moral bewiesen. Von den Schiedsrichtern fühlen wir uns benachteiligt. Zu einem guten Spiel gehören normalerweise auch neutrale Unparteiische. Wir werden auf diesem Spiel aufbauen, um unser Ziel, einen einstelligen Tabellenplatz, zu erreichen.“
Die restlichen Pokal-Ergebnisse des Achtelfinales gibt es hier.
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