15.12.07 -
Der HSV Handball gewinnt das Spitzenspiel des 16. Spieltags mit 30:26 (13:9) gegen die HSG Nordhorn. Die Hamburger sind damit weiterhin, punktgleich mit Tabellenführer SG Flensburg-Handewitt, Tabellenzweiter der TOYOTA Handball-Bundesliga. Vor 12.720 Zuschauern in der ausverkauften Color Line Arena war ein überragender Johannes Bitter, der 21 Paraden bot, Garant für den HSV-Sieg. Bester Werfer in Reihen der Hamburger war Pascal Hens mit 8 Toren.
Konzentrierte Hamburger sorgen für klare Führung
Gänsehautatmosphäre in der Color Line Arena. Vor ausverkauften Rängen trafen mit dem HSV und der HSG Nordhorn zwei Spitzenteams der TOYOTA Handball-Bundesliga aufeinander. Der HSV zeigte von Beginn der Partie an eine konzentrierte und disziplinierte Leistung. In der Anfangsphase nutzten die Hamburger ihre Torchancen konsequent und standen in der eigenen Defensive sicher. Besonders Torwart Johannes Bitter zeichnete sich durch zehn Paraden (zwei gehaltene Siebenmeter) vor der Pause aus. Nach zehn Minuten führte der HSV mit 6:2 und zwang Nordhorns Trainer Ola Lindgren so dazu, eine frühe Auszeit zu nehmen. Dem variablen Angriffsspiel des HSV hatte die Nordhorner Defensive aber auch in der Folge nur wenig entgegenzusetzen. Besonders zeichnete die Hamburger aus, dass eigentlich verlorene Bälle immer wieder erkämpft wurden. Der HSV setzte in jeder Situation nach. Mit einem Tempogegenstoß erzielte Kapitän Guillaume Gille seinen 500. Pflichtspiel-Treffer für den HSV (7:2, 13. Minute). Nach zwanzig Minuten führte das Team von Trainer Martin Schwalb mit sechs Treffern (10:4), doch die HSG verkürzte bis zur Pause noch auf 13:9. Beste Torschützen für den HSV waren in der ersten Hälfte Pascal Hens und Kyung-Shin Yoon mit jeweils drei Treffern.
HSV glänzt auch nach der Pause
Trainer Martin Schwalb sah keinen Grund, dass gut funktionierende Team auseinander zu nehmen und so startet in Halbzeit zwei die gleiche Sieben wie zu Beginn der Partie. Und auch spielerisch machten die Hamburger da weiter, wo sie aufgehört hatten. Binnen fünf Minuten zogen der HSV mit 17:10 davon und Ola Lindgren nahm seine zweite Auszeit. Zudem stellte die HSG den routinierten Peter Gentzel für Nikolas Katsigiannis ins Tor. Doch nichts davon half gegen einen HSV, der sich in allen Mannschaftsteilen von seiner besten Seite zeigte. Die Hamburger zogen weiter davon und lagen nach 45 Minuten mit 22:14 vorn. HSG-Keeper Peter Gentzel zeigte zwar einige Paraden, doch sein Team konnte den Abstand trotzdem nicht auf weniger als vier Tore verkürzen. In der 53. Minute wurde Bertrand Gille zum dritten Mal auf die Strafbank geschickt und sah infolge dessen die rote Karte. Der Franzose hatte nach einem abgepfiffenen Angriff und Ablegen des Balles aus Versehen dagegen getreten. Dennoch änderte sich nichts mehr am 30:26-Sieg des HSV, der somit in der Tabelle Zweiter und punktgleich mit Tabellenführen SG Flensburg-Handewitt bleibt. Erfolgreichster Werfer der Hamburger war Pascal Hens mit acht Treffern. Der herausragende Johannes Bitter parierte 21 Bälle.
HSV Hamburg: Bitter (21/3 Paraden, 1.–60.); Sandström (0 P., für einen Siebenmeter eingewechselt); Müller n.e.;
Hens 8, Yoon 6/2, Jansen 5, G. Gille 4, B. Gille 3, Schröder 2, Flohr 2, Lijewski, Ursic, Lindberg n.e., Torgovanov n.e., Jurecki n.e.
HSG Nordhorn: Katsigiannis (10 P., 1.– 36.); Gentzel (4 P., 36.–60.);
Sprem 8/2, Glandorf 5, Filip 4, Myrhol 3, Przybecki 3, Stojikovic 1, Mamelund 1, Verjans 1, Machulla, Kubes, Kukucka, Weinhold n.e., Mickal n.e.,
Siebenmeter: 2/2 – 2/5 (Bitter hält gegen Filip, Stoijkovic und Sprem)
Strafminuten: 4 – 1 (B. Gille 3x, G. Gille - Machulla)
Rote Karte: B. Gille (HSV, 59.)
Spielfilm: 1:0 (1.), 2:0 (4.), 2:2 (6.), 4:2 (8.), 7:2 (13.), 9:4 (17.), 11:6 (25.), 11:7 (25.), 12:8 (30.), 13:9 (30.) - 15:9 (32.), 15:10 (34.), 17:10 (36.), 17:11 (36.), 19:13 (40.), 22:13 (42.), 22:14 (46.), 24:16 (48.), 26:18 (50.), 26:20 (53.), 27:21 (54.), 27:23 (55.), 29:23 (57.), 30:24 (59.), 30:26 (60.)
Die Bilder zum Spiel finden Sie hier.
Stimmen zum Spiel:
Martin Schwalb (Trainer HSV): „Wir wollten von Beginn an aggressiv in der Abwehr stehen. Die Jungs haben heute großen Einsatz und Willen gezeigt. Im Angriff lief es teilweise holprig. Die Angriffe wurden nicht richtig durchgespielt. Das müssen wir noch verbessern. Wir waren sehr dynamisch und willensstark und haben uns den Sieg so verdient. Die Zuschauer haben uns unglaublich unterstützt, auch wir hatten ein Gänsehautfeeling. Es macht einen stolz, dass der HSV so viele Freunde in Hamburg hat.“
Guillaume Gille (Kapitän HSV): „Das Spiel war wichtig für unser Selbstvertrauen. Nordhorn war ein guter Gradmesser, um zu sehen, wo wir stehen. In den ersten zwanzig Minuten haben wir die Nordhorner zur Verzweiflung getrieben. Zu Beginn der zweiten Halbzeit haben wir da weiter gemacht, wo wir in der ersten aufgehört hatten und ein wahres Feuerwerk abgebrannt.“
Ola Lindgren (Trainer Nordhorn): „Der HSV hat hochverdient gewonnen. Hamburg war heute eine Nummer zu groß für uns. Die haben in der Abwehr vorbildlich gearbeitet. Ich hatte gehofft, dass wir Aggressivität zeigen und mehr Gegenstöße machen. Wir haben 60 Minuten versucht, das Beste aus unseren Mitteln zu machen."