24.02.08 -
Der HSV Handball bezwingt in der TOYOTA Handball-Bundesliga GWD Minden mit 27:22 (12:13). 7.964 Zuschauer in der Color Line Arena sahen von Beginn an konzentrierte Hamburger. Die Gäste hielten das Spiel mit großem Einsatz lange offen, doch am Ende konnte der HSV im Schlussspurt auf fünf Tore davonziehen. Arne Niemeyer, der in der nächsten Saison zum HSV wechselt, war mit sechs Treffern erfolgreichster GWD-Akteur Bester Werfer des Spiels war Kyung-Shin Yoon mit elf Toren.
Minden macht dem HSV das Leben schwer
Guillaume Gille, mit einer Entzündung im Fuß, und Torsten Jansen, mit Problemen in der linken Wade, wurden zu Beginn der Partie gegen GWD Minden von HSV-Trainer Martin Schwalb geschont. Vor 7.964 Zuschauern in der Color Line Arena begannen Matthias Flohr auf Linksaußen und Heiko Grimm im Rückraum. Grimm eröffnete das Spiel mit seinem ersten Bundesliga-Tor für den HSV (1:0, 1. Minute). Die Ostwestfalen blieben dem HSV auf den Fersen und ließen die Hamburger nicht davonziehen. Nach einer Viertelstunde musste der HSV auf Pascal Hens verzichten. Mit einer Blockade im Rücken musste der Nationalspieler vom Feld und wurde in der Kabine behandelt. Bruno Souza sprang als Ersatz im linken Rückraum ein. Durch die personellen Umstellungen, auch auf Rückraum Rechts brachte der HSV mit Krzysztof Lijewski einen neuen Spieler, gelang Minden nach 21 Minuten durch Michael Haaß erstmals die Führung (10:9). Nach einer Auszeit von Trainer Martin Schwalb drehte der HSV durch Tore von Lijewski und Yoon das Ergebnis erfolgreich auf 11:10. Nach dem 12:11 durch einen verwandelten Siebenmeter durch Kyung-Shin Yoon (28.) erzielte Arne Niemeyer jedoch den erneuten Ausgleich (29.). 60 Sekunden später legte der zukünftige Hamburger zudem zum 12:13 nach (30.). Erfolgreichster Torschütze der Hamburger in Halbzeit eins war Kyung-Shin Yoon mit vier Toren, davon drei Siebenmeter.
Kyung-Shin Yoon sichert HSV den Sieg
Guillaume Gille und Torsten Jansen verstärkten mit Beginn der zweiten Spielhälfte wieder ihr Team. Zudem kam Johannes Bitter für Per Sandström ins Hamburger Tor. Der Schwede hatte in der ersten Hälfte acht Paraden gezeigt. Guillaume Gille erhielt bereits nach zwei Minuten auf dem Spielfeld eine Zeitstrafe. Diese Überzahl nutzten die Ostwestfalen, um nach dem 13:13-Ausgleich durch Kyung-Shin Yoon per Siebenmeter, erstmals mit zwei Treffern in Führung zu gehen (13:15, 34.). Doch durch Tore von Torsten Jansen und Kyung-Shin Yoon konnte der HSV umgehend ausgleichen (15:15, 36.). In der Folge drehten die Hamburger das Ergebnis durch konzentrierte Abschlüsse von Guillaume und Bertrand Gille vollends (17:15, 39.). Nach fünf Minuten ohne jeglichen Torerfolg konnte Guillaume Gille in Überzahl, Mindens Michael Haaß saß auf der Strafbank, das 18:16 für den HSV (44.) erzielen. Nach einem Foul von Frank von Behren musste sich Hans Lindberg als zweiter Spieler in der Kabine behandeln lassen. Bei dem Dänen wurde ein Cut über dem rechten Auge getackert (47.). Kyung-Shin Yoon übernahm währenddessen die Position auf Rechtsaußen. Die erste Drei-Tore-Führung des HSV erzielte Guillaume Gille zum 21:18 (50.). Nachdem die Gäste in der 53. Minute wieder auf ein Tor heran gekommen waren 21:22, bauten die bauten die Hamburger ihre Führung in den letzten Spielminuten auf fünf Tore aus. Vor allem Kyung-Shin Yoon, mit fünf Treffern in der Schlussphase, sorgte für die Entscheidung. Der Koreaner war am Ende beim 27:22-Sieg des HSV mit elf Treffern auch bester Werfer der Partie. Davon erzielte Yoon fünf per Siebenmeter. Im letzten Spiel gegen die Hamburger vor seinem Wechsel zum HSV musste Arne Niemeyer in der zweiten Hälfte ausgewechselt werden, nachdem er mit dem Kopf hart auf den Boden geprallt war. Der 26-Jährige war dennoch mit sechs Treffern erfolgreichster Akteur seines Teams.
HSV Hamburg: Sandström (8 P., 1.-30.); Bitter (10 Paraden, 30.-60.); Müller n.e.
Yoon 11/5, Lindberg 4, G. Gille 3, B. Gille 3, Grimm 2, Jansen 2, Lijewski 1, Souza 1, Hens, Ursic, Flohr, Torgovanov, Schult n.e.
GWD Minden: Medhus (12 P, 1.-60.), Kosanovic (für einen Siebenmeter eingewechselt);
Niemeyer 6, Henriksson 4, Haaß 3, Buschmann 2, Simon 2, Schäpsmeier 2, Jonsson 2/1, von Behren 1, Auerswald n.e.,
Siebenmeter: 5/5 – 1/1
Strafminuten: 2 – 5 (Lijewski, G. Gille – Schäpsmeier 2x, Haaß 2x, von Behren
Spielfilm: 1:0 (1.), 1:1 (3.), 4:1 (7.), 4:2 (8.), 6:4 (13.), 7:5 (16.), 7:7 (17.), 9:9 (19.), 9:10 (22.), 11:10 (26.), 11:11 (27.), 12:12 (29.), 12:13 (30.) – 13:13 (32.), 13:15 (34.), 15:15 (36.), 17:15 (39.), 18:16 (44.), 20:18 (48.), 21:18 (50.), 22:19 (51.), 22:21 (53.), 24:21 (56.), 26:21 (59.), 27:22 (60.)
Die Bilder zum Spiel gibt es hier.
Stimmen zum Spiel:
Martin Schwalb (Trainer HSV Hamburg): „Ich bin mit allem unzufrieden. Ich freue mich, dass wir zwei Punkte geholt haben, aber alles andere werde ich morgen mit den Jungs besprechen. Ich bin froh, dass die Zuschauer uns so unterstützt haben. Das hat uns geholfen. Am Mittwoch gegen Flensburg müssen wir wieder Handball spielen.“
Heiko Grimm (Spieler HSV Hamburg): „Das Spiel war sicher kein spielerisches Highlight. In der zweiten Halbzeit haben wir Charakter bewiesen und uns durchgekämpft. Bei so vielen Höhepunkten, gibt man mal 10% weniger. Das darf nicht sein. Aber das passiert, Sportler sind schließlich auch nur Menschen.“
Richard Ratka (Trainer GWD Minden): „Wir hatten das Ziel, uns hier nicht abschlachten zu lassen und das Torverhältnis im vernünftigen Rahmen zu halten. Das hat bis kurz vor dem Ende auch geklappt. Zum Schluss sah man die individuellen Stärken der Hamburger. Wir hätten das Ergebnis knapper gestalten könne, wenn wir unsere Chancen über die Außen genutzt hätten. Da hat Johannes Bitter sein Können gezeigt. Wir wollten an unseren Schwächen arbeiten, das ist uns gelungen. Nun wollen wir uns am nächsten Samstag gegen Lemgo noch besser präsentieren.“
Notiz zum Spiel: