HSV kassiert deutliche 28:39 (13:22)-Niederlage

27.02.08 -

Im Nordgipfeltreffen der TOYOTA Handball-Bundesliga unterliegt der HSV Handball der SG Flensburg-Handewitt mit 28:39 (13:22). Die von Verletzungen gebeutelten Hamburger fanden nur schwer zu ihrem Spiel und mussten so die gesamten 60 Minuten einem Rückstand hinterherlaufen. 6.500 Zuschauer in der ausverkauften Flensburger Campushalle sahen kämpferische Gäste, deren Einsatz am Ende keine Punkte einbrachte. Bester Torschütze der Hamburger war Bruno Souza mit acht Treffern.

HSV findet nicht ins Spiel

Gleich in den ersten Spielminuten trieb Flensburgs Keeper Dan Beutler die Spieler des HSV zur Verzweiflung. Er parierte gegen Kyung-Shin Yoon (1. Minute), Guillaume Gille (2.) und entschärfte einen Siebenmeter von Yoon (2.). Die Hamburger kämpften sich dennoch ins Spiel und konnten die Partie in den ersten elf Minuten ausgeglichen gestalten. Doch nach dem 6:6 von Matthias Flohr (11.) gab es einen Bruch im Spiel der Gäste. Sechs Minuten musste die Mannschaft von Trainer Martin Schwalb auf ihren nächsten Treffer warten. Da war Flensburg bereits auf 12:6 davongezogen. Das 12:7 durch Krzysztof Lijewski (17.) war nur Makulatur. Weitere sechs Minuten blieben die Hamburger ohne Torerfolg und Flensburg erhöhte auf 16:7 (23.). Dann entschied sich Martin Schwalb zu einem Torwart-Wechsel. Doch auch Per Sandström konnte die Flensburger-Angriffe nicht aufhalten. Mit 22:13 für die SG ging es in die Halbzeitpause.

Bittere Niederlage im Meisterschaftsrennen

Martin Schwalb hatte seiner Mannschaft in der Kabine wenig zu sagen. Schnell waren die Hamburger wieder auf dem Parkett. Nach 34 Minuten ersetzte Jürgen Müller Per Sandström im Hamburger Tor. Während seines zehn-minütigen Einsatzes zeigte Müller eine Parade, bevor wieder Sandström eingewechselt wurde. Nach leichten Ballverlusten und vergebenen Chancen während der ersten Halbzeit konnte der HSV das Spiel in der zweiten Hälfte nicht mehr wenden. Martin Schwalb wechselte durch. Die Flensburger setzten sich zwischenzeitlich auf 15 Tore ab (35:20, 48.) ab. Am Ende konnte der HSV aber noch Ergebniskosmetik betreiben und verlor mit 28:39. Bruno Souza war mit acht Treffern bester Torschütze der Hamburger. Im Kampf um die Meisterschaft in der TOYOTA Handball-Bundesliga hat Flensburg nun drei Punkte Vorsprung auf den HSV.

HSV Hamburg: Bitter (4 Paraden, 1.-22. Minute); Sandström (8 P., 22.-35., 45.-60. Minute); Müller (1 P., 35.–45. Minute);
Souza 8, Lindberg 5/2, Yoon 3, K. Lijewski 3, Flohr 3, Schult 3, Ursic 2, B. Gille 1, G. Gille, Grimm, Torgovanov, Jansen n.e., Hens n.e.

SG Flensburg-Handewitt:
Beutler (18 P, 1.-45. Minute); Sijan (5 P., 45.–60. Minute);
Eggers 9/4, Petersson 7, Lackovic 6, Knudsen 4, Mogensen 3, Nielsen 3, T. Johannsen 3, M. Lijewski 2, Vranjes 1, Holmgeirsson 1, Jensen, Christiansen n.e., Heinl n.e.,

Siebenmeter:  4/5 – 2/5 (Eggert an die Latte – Yoon scheitert an Beutler, Lindberg verfehlt das Tor, Lindberg scheitert an Sijan)

Strafminuten:  4 – 5  (Knudsen 2x, M. Lijewski, Holmgeirsson –Souza 2x,Grimm, Flohr, Ursic)

Spielfilm: 1:0 (3.), 2:0 (4.), 2:1 (5.), 4:2 (7.), 4:4 (8.), 7:6 (12.), 12:6 (16.), 12:7 (17.), 16:7 (23.), 16:8 (23.), 17:9 (25.), 17:10 (26.), 20:10 (27.), 20:11 (28.), 21:12 (30.), 22:13 (30.) – 23:13 (31.), 24:14 (31.), 24:16 (34.), 25:17 (35.), 27:19 (37.), 30:19 (41.), 31:20 (44.), 35:20 (48.), 35:23 (53.), 38:26 (56.), 38:27 (57.), 39:28 (60.) 

Stimmen zum Spiel:

Martin Schwalb (Trainer HSV Hamburg): „Glückwunsch an die SG Flensburg-Handewitt zu dem hochverdienten Sieg. Wir haben bis zum 6:6 gut gespielt, dann aber keine Tore mehr geworfen und dadurch Probleme bekommen. Außerdem haben wir uns einige technische Fehler geleistet und lagen bald aussichtslos zurück. Die Flensburger haben zu Recht gewonnen. Wir müssen jetzt sehen, dass wir unsere Leistung konsolidieren und in den nächsten Spielen gute Leistungen bringen. Wir liegen in der Champions League noch aussichtsreich und sind beim Final Four dabei. Wir müssen unseren Weg weitergehen.“

Piet Krebs (Geschäftsführer HSV Hamburg): „Immerhin haben uns vier Weltmeister gefehlt. Das soll keine Entschuldigung sein, sondern der Ansatz einer Erklärung. Das Ergebnis ist natürlich dennoch enttäuschend. Jetzt heißt es den Kopf nicht hängen lassen und ab jetzt an Zagreb denken.“ 

Kent-Harry Andersson (Trainer SG Flensburg-Handewitt): „Nach den letzten Niederlagen gegen Kiel und Zagreb standen wir unter Druck. Doch auch da haben wir gut gespielt. Heute sind wir hochmotiviert und hochkonzentriert angetreten. Ich habe seit Wochen und auch heute gesehen, dass ich eine gute Mannschaft habe.“ 

Notizen zum Spiel:

  • Krzysztof Lijewski, hat mit dem Tor zum 9:17 (25.) seinen 250. Treffer für den HSV erzielt.
  • Das 5:5 in der 9. Minute war das 50. Saisontor für Bruno Souza.
  • Das 6:6 in der 11. Minute war der 1111. Hamburger Treffer der Saison (in Meisterschaft, Pokal und Champions League).
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