11.03.08 -
Am Mittwoch, 12. März, treffen mit dem HSV Handball und dem VfL Gummersbach zwei Champions League-Teilnehmer in der TOYOTA Handball-Bundesliga aufeinander. Für beide Teams ist es die Generalprobe für die entscheidenden Partien in ihren Hauptrunden-Gruppen am kommenden Wochenende. Um 20.15 Uhr wird das Spiel des Tabellendritten beim Sechstplatzierten, das von hbl.tv live übertragen wird, von den Unparteiischen Lars Geipel und Marcus Helbig in der KölnArena angepfiffen.
VfL mit Chancen auf Halbfinaleinzug
Der VfL Gummersbach spielt in der Königsklasse in Gruppe 2 noch um den Einzug ins Halbfinale. Am letzten Spieltag muss die Mannschaft von Trainer Alfred Gislason bei Tabellenführer BM Ciudad Real antreten und kann durch einen Sieg den Schritt in die Vorschlussrunde machen. Um jedoch im direkten Vergleich mit den Spaniern vorn zu liegen, ist ein Erfolg mit mindestens zwei Treffern Differenz oder mehr als 28 erzielten Toren Voraussetzung für das Weiterkommen, da das Hinspiel knapp mit 27:28 verloren gegeben werden musste. Ihre Chance auf das Halbfinale erhielten sich die Nordrhein-Westfalen durch einen 30:25-Sieg gegen Montpellier HB am vergangenen Mittwoch. Das Heimspiel wurde statt in der für 19.250 Zuschauer konzipierten Kölnarena in der altehrwürdigen Eugen-Haas-Halle, die 2.100 Zuschauer fasst, ausgetragen. Gleich drei VfL-Akteure, Roman Pungartnik, Geoffrey Krantz und Momir Ilic, waren mit jeweils sechs Treffern Garanten für den Sieg über den französischen Vizemeister.
Knappe Niederlage beim THW Kiel
Der ehemalige Hamburger Pungartnik ist nicht nur mit 62 Toren in der EHF Champions League bester Werfer seines Teams, sondern führt auch in der Liga die interne Torschützenliste mit 126 Toren an. Der Serbe Momir Ilic folgt auf dem Fuße mit 124 Treffern. Nachdem der VfL in der HBL zuletzt nach einer schwachen Leistung beim 27:27-Unetschieden gegen TUSEM Essen einen Punkt abgeben musste, unterlagen die Gummersbacher am Sonntag beim THW Kiel denkbar knapp mit 28:31 (16:18) und hielten die Partie durch eine starke kämpferische Leistung lange offen.
Martin Schwalb muss umstellen
Mit lediglich 13 Spielern reist der HSV Handball zu seinem Auswärtsspiel beim VfL Gummersbach. Das Hamburger Lazarett erweiterte sich durch den Muskelfaserriss bei Torsten Jansen und den Kreuzband-Einriss bei Matthias Flohr auf fünf Verletzte. Auch Oleg Velyky, Stefan Schröder und Guillaume Gille werden nicht mit von der Partie sein, wenn das Team um Trainer Martin Schwalb am Mittwochmorgen um 9.55 Uhr vom Flughafen Hamburg in Richtung Köln/Bonn startet. „Wir haben eine ungemein wichtige Woche vor uns. Das Spiel in Gummersbach hat für uns den gleichen Stellenwert wie die Partie in Pamplona am Wochenende“, stellt der HSV-Coach vor dem Spiel beim zwölfmaligen Deutschen Meister fest. „Wir haben verschiedene Varianten erarbeitet und werden die Lücken, die durch die Ausfälle entstanden sind, schließen. In der momentanen Situation ist jeder einzelne gefordert und die Mannschaft wird alles geben“, sagt Schwalb mit Blick auf die fünf Verletzten. Das dezimierte Team des HSV Handball wird sich im Mercure Hotel Severinshof Köln City auf das Spiel in der Kölnarena vorbereiten. Nach Abpfiff der Partie, in der Kyung-Shin Yoon auf seinen Ex-Klub trifft, geht es mit dem HSV-Mannschaftsbus direkt zurück nach Hamburg.
Matthias Flohr wird nicht operiert
Bereits am Dienstag wird Matthias Flohr in der Hansestadt zurück erwartet. Der Linksaußen unterzog sich bei Prof. Dr. Strobel in Straubing einer weiteren Kernspintomographie. Anhand der Untersuchungsergebnisse wurde eine Operation am rechten Knie des 25-Jährigen ausgeschlossen. Stattdessen wird die Teilruptur des hinteren Kreuzbandes, vorläufig mit einer angepassten Schiene, konservativ behandelt. Matthias Flohr wird seinem Team durch diese Verletzung vier bis sechs Monate fehlen.
Notizen zum Spiel: