13.05.08 -
Nach einer zweiwöchigen Spielpause greift der HSV Handball am Mittwoch, 14. Mai, wieder in das Geschehen der TOYOTA Handball-Bundesliga ein. Um 20.15 Uhr treten die Hamburger bei der HSG Nordhorn und somit beim frisch gebackenen EHF-Pokalsieger an. Mit dem Europapokalsieg haben die Niedersachsen just den größten Erfolg ihrer Vereinsgeschichte gefeiert. In Kopenhagen errang das Team um Trainer Ola Lindgren trotz einer 29:30 (13:12)-Niederlage im Rückspiel des EHF-Pokalfinales am Sonntag den ersten großen Titel für die HSG.
Europapokalsieg trotz Rückspielniederlage
Bereits am Freitag waren die Nordhorner mit einem 31:27-Vorsprung aus dem Hinspiel im Gepäck in die dänische Hauptstadt gereist. Die Vier-Tore-Führung in der Gesamtwertung bauten die Niedersachsen bis zur Halbzeit des Final-Rückspiels um einen weiteren Treffer aus. Gegen den FC Kopenhagen lag die HSG zur Pause mit 13:12 vorn. Vor allem Peter Gentzel im Tor der Gäste sicherte seinem Team die knappe Führung. Neben dem schwedischen Nationaltorhüter stach ein weiterer Skandinavier in Dänemark aus dem Nordhorner Team hervor. Der Norweger Erlend Mamelund erzielte acht Treffer und war somit bester Werfer des Rückspiels. Holger Glandorf warf in Kopenhagen sechs Tore und avancierte mit insgesamt 14 Treffern zum erfolgreichsten Akteur der beiden Final-Duelle. Nordhorn gewann den EHF-Pokal letztlich durch ein 60:57 in der Endabrechnung. Holger Glandorf war im Wettbewerb mit 60 Treffern aus zehn Spielen bester Werfer seines Teams.
Weltmeister Glandorf bester Werfer
Auch in der TOYOTA HBL ist der Weltmeister der erfolgreichste Nordhorner. Der 25-Jährige erzielte in 31 Einsätzen 184 Tore, was einem Schnitt von 5,94 Treffern pro Partie entspricht. Eine bessere Quote weist indes Jan Filip auf. Der tschechische Rechtsaußen warf in 30 Spielen durchschnittlich 6,03 Tore, also 181 insgesamt. 54 Treffer erzielte der 35-Jährige dabei von der Siebenmeterlinie. Gegen den HSV Handball gab es in der laufenden Spielzeit bereits zwei Duelle. Im Dezember siegten die Hamburger 30:26 (13:9) in der Color Line Arena. An gleicher Stelle gewann der HSV das DHB-Pokal-Halbfinale gegen die HSG Nordhorn mit 34:32 (14:16). Bester Werfer in beiden Partien auf Hamburger Seite war Pascal Hens. In der Liga erzielte der Weltmeister gegen die HSG acht Tore, im Pokal sieben.
HSV Handball vor letztem Schritt in die Champions League
Dem HSV Handball fehlt vor dem Spiel in Nordhorn lediglich noch ein Zähler, um sich die Champions League-Qualifikation für die kommende Saison endgültig zu sichern. Das möglicherweise entscheidende Spiel zwischen der HSG Nordhorn und den Hamburgern wird um 20.15 Uhr von den Unparteiischen Lars Schaller und Sebastian Wutzler angepfiffen. hbl.tv sendet ab 20.00 Uhr live aus dem Euregium Nordhorn. Einen Spielbericht der Spitzenbegegnung zwischen dem Tabellenfünften und dem Bundesligadritten zeigt das NDR Fernsehen in seinem Magazin ‚Liga 1 – Handball‘ ab 23.30 Uhr.
HSV-Verletztenlager lichtet sich
Die Fahrt an die holländische Grenze tritt das Team von Martin Schwalb am Mittwochmorgen im Mannschaftsbus an. In Nordhorn kann der Trainer des HSV Handball wieder auf Stefan Schröder zurückgreifen, der nach seinem ausgeheilten Kahnbeinbruch grünes Licht für einen Einsatz erhalten hat. Auch Nationalmannschaftskollege Torsten Jansen und Bruno Souza, die zuletzt gegen Berlin fehlten, werden gegen die HSG auflaufen. Lediglich Matthias Flohr (Kreuzbandanriss) und Oleg Velyky (Kreuzbandriss) fehlen im Aufgebot des HSV Handball für die wichtige Partie. „Gratulation an Nordhorn zum Europapokalsieg. Allein deswegen wird es morgen schon ein besonderes Spiel werden, wenn die HSG nach dem Titelgewinn zum ersten Mal wieder vor eigenem Publikum antritt“, so Martin Schwalb, der ein schweres Spiel erwartet: „Die HSG wird euphorisiert spielen, darauf müssen wir uns einstellen. Für uns zählt aber nur der letzte Punkt, damit wir in der nächsten Saison dem Hamburger Publikum wieder die Champions League präsentieren können.“
Notizen zum Spiel: