11.10.08 -
Im Auswärtsspiel beim FCK Handbold feiert der HSV Handball einen wichtigen Erfolg in der EHF Champions League. Durch den 34:31 (13:12)-Sieg gegen den dänischen Meister baut die Mannschaft von Trainer Martin Schwalb ihre Führung in der Gruppe D aus. Die 1.385 Zuschauer in der Farum Arena, darunter 140 Hamburger Fans, erlebten eine spannende Partie, in der Bertrand Gille und Blazenko Lackovic mit jeweils acht Treffern zu den erfolgreichsten Akteuren des Nachmittags avancierten.
Knappe 13:12-Pausenführung für den HSV
In der mit 1.385 Zuschauern knapp zur Hälfte gefüllten Farum Arena sorgten die 140 mitgereisten HSV Handball-Fans für gute Stimmung auf den Rängen. In der torarmen Anfangsviertelstunde taten sich die Gäste aber trotz der Fan-Unterstützung beim FCK Handbold sehr schwer. Von 2:0 über 4:1 auf 5:2 bauten die Dänen ihre Führung bis zur 11. Minute aus. Nachdem HSV-Keeper Johannes Bitter einen Siebenmeter von Anders Christensen entschärft hatte, gelang dem HSV die Wende. In der 16. Minute erzielte Bertrand Gille den erstmaligen Ausgleich für die Hamburger (5:5). Zwei Minuten später musste der Franzose wegen einer Zeitstrafe auf die Bank. In Unterzahl erzielte Kapitän Guillaume Gille mit einem Doppelschlag in der 20. Minute die 8:7-Führung für die Gäste. Per Siebenmeter erhöhte Hans Lindberg auf 9:7 (22. Minute). Diese Führung hielten die Hamburger bis kurz vor der Pause. In der Schlussminute vergab Hans Lindberg die Möglichkeit, den Vorsprung weiter auszubauen, als er per Siebenmeter das Kopenhagener Tor verfehlte. Für den FCK legte Sebastian Koch-Hansen nach, so ging es mit dem knappen 13:12-Halbzeitstand aus Hamburger Sicht in die Kabinen. Auf beiden Seiten brillierten während der ersten Hälfte die Torhüter: Johannes Bitter parierte bis zur Pause neun Bälle, darunter einen Siebenmeter. Sein Kopenhagener Pedant Steinar Ege zeigte zehn Paraden. Mit vier Treffern war Bertrand Gille erfolgreichster Torschütze der Hamburger im ersten Spielabschnitt.
Schwungvolle zweite Hälfte wird mit Sieg belohnt
Mit viel Schwung kamen die Hamburger nach der Halbzeitpause wieder auf das Feld. Zwei Treffer von Blazenko Lackovic (31./33.) sowie ein Tor durch Krzysztof Lijewski (32.) ließen die HSV-Führung schnell anwachsen (16:12). Bertrand Gille kassierte früh nach der Halbzeit seine zweite Zwei-Minuten-Strafe (33.), aber die Unterzahl brachte den HSV wiederum nicht aus dem Konzept. Ein Doppelschlag von Bertrand Gille (38.) und Torsten Jansen (39.) schraubte das Ergebnis auf 20:15. Doch die Gastgeber ließen sich nicht abhängen. Nachdem Anders Christensen einen Siebenmeter noch über den Kasten von Johannes Bitter geworfen hatte (41.), setzte der Rechtsaußen nach und verkürzte per Doppelschlag auf 17:20 (42./43.). Steinar Ege hielt weiterhin gut und verhalf seinen Vorderleuten mit am Ende insgesamt 16 Paraden zu weiteren Torchancen. In einer spannenden Schlussviertelstunde kamen die Gastgeber so wieder bis auf einen Treffer an den HSV heran (27:28, 55.). Die Hamburger erkämpften sich gegen die engagierten Dänen jedoch wieder eine Drei-Tore-Führung. Erst erzielte Krzysztof Lijewski in der 58. Minute das 31:29, dann ließ Blazenko Lackovic das 32:29 folgen (59.). Den Schlusspunkt setzte HSV-Rechtsaußen Hans Lindberg mit dem Treffer zum 34:31-Endstand für die Hamburger. Blazenko Lackovic und Bertrand Gille waren mit jeweils acht Toren beste Werfer der Partie. Der HSV führt die Tabelle der EHF Champions League-Gruppe D nun mit vier Punkten als alleiniger Spitzenreiter an.
FCK Handbold: Ege (16 Paraden, 1.-60.); Matosevic (für einen Siebenmeter eingewechselt);
Christensen 7, Rajkovic 6, Boquist 5, Atlason 4, Atterhäll 3/2, Bagerstedt 3, Hammer 1, Jörgensen 1, Koch-Hansen 1, Lindahl, Overby n.e., Arnasson n.e.
HSV Hamburg: Bitter (14/1 P., 1.-52., 57.-60.); Sandström (1 P., 52.-57.);
B. Gille 8, Lackovic 8, K. Lijewski 7, Lindberg 4/3, Jansen 3, G. Gille 3, Grimm 1, M. Lijewski, Grundsten, Schröder n.e., Flohr n.e., Torgovanov n.e.
Siebenmeter: 2/4 – 3/4 (Johannes Bitter hält gegen Christensen, Christensen verwirft – Hans Lindberg wirft am Tor vorbei)
Strafminuten: 1 – 3 (Boquist – B. Gille 2x, M. Lijewski)
Spielfilm: 1:0 (2.), 2:0 (3.), 3:1 (5.), 4:1 (6.), 4:2 (7.), 5:2 (11.), 5:4 (14.), 5:5 (16.), 7:7 (20.), 7:9 (22.), 10:12 (27.), 10:13 (28.), 12:13 (30.) – 12:14 (31.), 12:16 (33.), 13:17 (34.), 15:19 (38.), 15:19 (38.), 15:20 (39.), 17:20 (43.), 17:22 (44.), 19:24 (47.), 21:24 (48.), 21:25 (49.), 22:26 (50.), 24:28 (52.), 27:28 (55.), 29:30 (57.), 29:32 (59.), 30:32 (59.), 31:33 (60.), 31:34 (60.)
Die Bilder aus Dänemark sehen Sie hier.
Stimmen zum Spiel:
Martin Schwalb (Trainer HSV Hamburg): „Wir freuen uns, dass wir gewonnen haben. Kopenhagen ist eine sehr gute Mannschaft, die sehr genau spielt. Man hat heute gesehen, dass es gegen so ein Team schwierig ist. Nachdem wir eine Viertelstunde brauchten, in Führung zu gehen, haben wir über 45 Minuten gerechtfertigt, dass wir gewonnen haben. Der Sieg war ein wichtiger Schritt für uns. Wir freuen uns auf das Rückspiel. Da geht es auch wieder um zwei wichtige Punkte.“
Hans Lindberg (Rechtsaußen HSV Hamburg): „Wir sind sehr froh, dass wir gewonnen haben. Es war ein schweres Spiel. Wir wussten, dass der FCK eine gute Mannschaft hat. Wir haben gezeigt, dass wir Handball spielen können. Es war sehr wichtig nach dem Berlin-Spiel zu gewinnen – und besonders auswärts zu bestehen.“
Magnus Andersson (Trainer FCK Handbold): „Die Spieler haben noch einmal alles gegeben, sich kurz vor dem Ende heran gekämpft und eine sehr gute Moral gezeigt. Ich glaube nicht, dass die drei Tore den Unterschied zwischen der dänischen und der deutschen Liga widerspiegeln. Man kann die beiden Ligen gar nicht vergleichen, weil es viele Unterschiede gibt.”
Notizen zum Spiel: