09.03.10 -
(UPDATE) Am Mittwoch, 10. März, empfängt der HSV Handball zum dritten Mal die Füchse Berlin in der Color Line Arena. Anpfiff der Partie zwischen den beiden Großstadt-Teams ist um 20.15 Uhr. Fünf Mal standen die Hamburger dem jungen Verein, der erst seit 2007 unter dem Namen Füchse Berlin in der TOYOTA Handball-Bundesliga spielt, bislang gegenüber. Vier Partien konnte das Team von Martin Schwalb dabei für sich entscheiden. Geleitet wird das Spiel von den Unparteiischen Uwe Prang und Uwe Reichl (Bergheim/Köln).
HSV mit Vorteil in der Bundesliga-Bilanz
Ihr Bundesliga-Debüt, nach dem Aufstieg 2007, beendeten die Füchse Berlin mit dem zwölften Tabellenplatz, womit das Saisonziel „Klassenerhalt“ deutlich erreicht wurde. In der Spielzeit 2007/08 musste sich das Team, damals noch trainiert von Jörn Uwe Lommel, jedoch in beiden Partien dem HSV Handball deutlich geschlagen geben. In eigener Halle verbuchten die Füchse eine 28:41-Niederlage gegen den HSV, die zweite Saison-Partie ging mit 21:35 verloren. Im zweiten HBL-Durchgang gelang ein Punktgewinn in Hamburg (34:34) und am Ende der Saison ein Sprung auf Rang zehn. In der aktuellen Spielzeit positioniert sich die Mannschaft, deren Teamchef seit 2009 der Isländer Dagur Sigurdsson ist, mit einem absolut ausgeglichenen Punkte- und Tore-Konto (22:22 Punkte, 618:618 Tore) auf Platz neun der HBL-Rangliste. Im Hinspiel unterlagen die Berliner Hamburg wiederum deutlich mit 25:37, konnten sich jedoch auf dem Weg in die Tabellenmitte gegen Spitzenteams wie die Rhein-Neckar Löwen (33:28) und den VfL Gummersbach (30:24) durchsetzen.
Internationale Verstärkung im Füchse Kader
„In der Tabelle gibt es ein kleines Loch nach oben. Aber wir können hoffentlich noch den achten oder siebten Platz erreichen. Wir haben ein gutes Team und wir sind auf einem guten Weg. Es wird schwierig, aber wir werden versuchen jedes Spiel zu gewinnen“, so die Zielformulierung von Füchse-Neuzugang Torsten Laen. Mit dem Kreisläufer, unter anderem zweifacher Champions League-Sieger und spanischer Meister bei seinem vorherigen Klub BM Ciudad Real, sowie Silvio Heinevetter hatte sich das Team von Sigurdsson zu Beginn der Saison mit zwei internationalen Größen verstärkt. Der Nationaltorhüter, der bei der Europameisterschaft in Österreich gemeinsam mit Johannes Bitter ein Gespann bildete, kam in der Sommerpause vom SC Magdeburg. Gegen die alten Kollegen feierte der 25-Jährige am Wochenende mit seinem neuen Team und einer erstklassigen Leistung einen 31:25 (15:13)-Erfolg. Für die Berliner Füchse war es nach drei Niederlagen in Folge nach der EM-Pause zugleich der erste Sieg des Jahres.
Berliner Füchse zu Gast im Revier des HSV Handball
Für das Heimspiel gegen die Füchse sind bislang 8.700 Karten abgesetzt. Somit steht gegen das Team aus der Hauptstadt bereits eine Rekordkulisse in der Color Line Arena fest. Als die Füchse in der abgelaufenen Spielzeit beim 34:34 ihren ersten Punkt aus Hamburg entführen konnten, waren 7.207 Fans dabei. Das Hinspiel in Berlin, das der HSV Handball mit 37:25 deutlich für sich entscheiden konnte, erlebten derweil 8.570 Zuschauer. Im November war Hans Lindberg mit sieben Treffern der erfolgreichste Hamburger Schütze. Ebenso oft traf Konrad Wilczynski für die Füchse. Der österreichische Linksaußen, letztes Jahr Torschützenkönig der TOYOTA HBL, verletzte sich bei der EM jedoch an der Wurfhand und fällt beim morgigen Spiel aus.
Bertrand Gille vor Jahres-Heimdebüt
Der HSV Handball hat ebenfalls einen Langzeitausfall auf Außen zu verzeichnen: Stefan Schröder muss nach seinem Mittelhandbruch weiter pausieren. Vor seinem Heimdebüt im neuen Jahr steht derweil Bertrand Gille, der beim Champions League-Auftritt in Zagreb ins HSV-Team zurück kehrte. „Es ist gut, für unsere Abwehr und für den Angriff wieder mit ihm planen zu können. Gerade gegen die Berliner: das Team ist stark besetzt und nach dem Sieg gegen Magdeburg im Aufwind“, sagt HSV-Trainer Martin Schwalb, „wir werden aber sehr auf Bertrand achten und eine erneute Überbelastung unbedingt vermeiden. Nach dem Abpfiff morgen wollen wir auf alle Fälle wieder mit unseren Fans feiern.“
Notizen zum Spiel: