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02.01.10 Als Tabellenführer in die EM-Pause

Hamburger schließen 2009 mit 32:28 (15:14) gegen Grosswallstadt ab
In seinem letzten Spiel des Jahres gewinnt der HSV Handball gegen den TV Grosswallstadt mit 32:28 (15:14). Mit 33:3 Punkten gehen die Hamburger somit erstmals als Tabellenführer in die Saisonpause, in der auf die meisten Spieler des HSV die Europameisterschaft in Österreich wartet. 12.466 Zuschauer in der Color Line Arena bekamen zum Jahresabschluss eine spannende Partie zu sehen, welche die HSV-Handballer erst in der zweiten Hälfte für sich entscheiden konnten. Gegen seinen bayrischen Ex-Klub wurde Chrischa Hannawald, vom HSV Handball für ein Spiel als Ersatz für Johannes Bitter verpflichtet, für einen Siebenmeter eingesetzt. Mit 12 Treffern wurde Hans Lindberg zum besten Werfer der Partie.
Enge Partie in Halbzeit eins
Zum Ausklang eines erfolgreichen Jahres empfing der HSV Handball nicht nur den TV Grosswallstadt, sondern auch 12.466 Zuschauer in der nahezu ausverkauften Color Line Arena. Die Fans sahen von Beginn an eine spannende Partie, in der die Gastgeber nach fünf Minuten zuerst ins Hintertreffen gerieten (2:4). Der TVG kam vor allem über die schnelle Mitte zu Torerfolgen, der HSV variierte sein Spiel. So gelang der schnelle Hamburger Ausgleich einerseits über den Kreis, den Bertrand Gille erstmals in der laufenden Spielzeit von Beginn an besetzte. Andererseits erzielte Hans Lindberg über einen Gegenstoß das 4:4 (8. Minute). In der Folge sollte es keinem Team gelingen, sich vom Gegner abzusetzen. Auch die schwedischen Keeper auf beiden Seiten, Per Sandström im Hamburger Tor mit acht Paraden, Mattias Andersson im Grosswallstädter mit vier, trugen das Ihrige zum engen Spielverlauf bei, der sich auch im 12:12 ausdrückte (22. Minute). Bis zur Pause schenkten sich die Mannschaften mit zwei konsequenten Abwehrreihen weiter wenig. Ein Ballgewinn der HSV-Defensive leitete dann auch die knappe Pausenführung der Gastgeber ein: Nach langem Pass von Pascal Hens gelang Domagoj Duvnjak fünf Sekunden vor dem Pausenpfiff im Gegenstoß der Treffer zum 15:14-Halbzeitstand.
Hannawald kommt für einen Siebenmeter
Mit Beginn der zweiten Halbzeit ging der HSV Handball zunächst mit 16:14 in Führung und konnte nach 33 Minuten mit 19:16 weiter vorlegen. Gegen einen Siebenmeter des TVG wechselte HSV-Trainer Martin Schwalb seine Torhüter Per Sandström aus und brachte Chrischa Hannawald. Der für ein Spiel als Ersatz für Johannes Bitter reaktivierte 38-jährige, ehemalige Nationaltorhüter konnte gegen seinen ehemaligen Teamkollegen Andreas Kunz das 19:17 aus Hamburger Sicht allerdings nicht verhindern. Mit zwei Treffern in Folge baute der HSV jedoch zunächst weiter auf 21:17 aus (38.), musste im Anschluss aber direkt drei TVG-Treffer hinnehmen (21:20, 40.). So entwickelte sich auch weiterhin die enge Partie des ersten Durchgangs, in der es auch nach 47 Minuten Remis stand (24:24). Die Torhüter trumpften weiter auf: Vor Beginn der Schlussphase wies Per Sandströms Bilanz 14 Paraden aus, sein Gegenüber stand mit neun abgewehrten Bällen nicht weit zurück. Per Doppelschlag brachte Hans Lindberg sein Team dennoch wiederum mit 27:25 in Führung (52.). Diesen Vorsprung sicherte Per Sandström mit einer sensationellen Parade im Nachfassen (54.) und sorgte somit für die Vorentscheidung im Spiel. Bis zur Schlussminute traf nur noch der HSV zum 32:27 (59.), dem TVG blieb indes das letzte Tor des Jahres vorbehalten: Mit einem Kempa-Trick erzielte Csaba Szücs den 32:28-Endstand. Überragender Werfer der Partie war Hans Lindberg mit einem Dutzend Tore, die Hälfte davon per Siebenmeter. Mit diesem Sieg verabschiedet sich der HSV Handball als Tabellenführer der TOYOTA HBL bis ins Jahr 2010.
HSV Hamburg: Sandström (20 Paraden, 1.-60.); Hannawald (für einen Siebenmeter eingesetzt);
Lindberg 12/6, Duvnjak 5, B. Gille 4, K. Lijewski 4, G. Gille 3, Hens 3, Jansen 1, Lackovic, Flohr, Vori, Schröder n.e., Schliedermann n.e.
TV Grosswallstadt: Andersson (12 P., 1.-60.); Rominger (1/1 P., für zwei Siebenmeter eingewechselt);
Weinhold 6, Szücs 5, Reuter 4, Kunz 4/2, Tiedtke 3, Spatz 3, Kneer 3, Larsson, Jakobsson, Köhrmann, Kossler, Schmeißer
Siebenmeter: 6/7 – 2/3 (Lindberg scheitert an Andersson, Lindberg verwirft gegen Rominger – Sandström hält den Ball von Kunz)
Zeitstrafen: 3 – 7 (Vori, G. Gille, Lindberg – Jakobsson 3x, Weinhold 2x, Kneer 2x)
Rote Karte: Jakobsson (TVG, 41., dritte Zeitstrafe)
Schiedsrichter: Christoph Immel / Ronald Klein (Tönisvorst / Ratingen)
Spielfilm: 1:0 (2.), 1:1 (3.), 2:2 (4.), 2:4 (6.), 4:4 (7.), 9:9 (15.), 11:9 (19.), 11:11 (21.), 13:13 (26.), 14:14 (29.), 15:14 (30.) - 16:14 (31.), 16:15 (32.), 18:15 (33.), 18:16 (34.), 19:17 (35.), 21:17 (38.), 21:20 (41.), 22:20 (41.), 22:21 (43.), 23:21 (43.), 23:23 (45.), 24:23 (46.), 24:24 (48.), 25:24 (49.), 25:25 (51.), 27:25 (52.), 27:26 (53.), 28:26 (55.), 28:27 (55.), 31:27 (58.), 32:27 (59.), 32:28 (60.)
Stimmen zum Spiel:
Martin Schwalb (Trainer HSV Hamburg): „Wir haben gewusst, dass es eine schwere Partie wird. Der TVG konnte locker aufspielen und hatte nichts zu verlieren. Und in manchen Situationen merkt man als Trainer auch, dass es schwierig wird. Ich freue mich mit der Mannschaft, dass wir über 60 Minuten ernsthaft gearbeitet haben. Hätten wir das nur fünf Minuten nicht getan, hätte man es vergessen können. Glückwunsch an den TVG, sie können als die positive Überraschung der Liga bezeichnet werden und waren heute schwer zu besiegen.“
Peter David (Trainer TV Grosswallstadt): „Wir haben uns heute gut verkauft, nur in zwei Punkten hat es heute gehapert. Zum einen waren wir in den hektischen Phasen nicht konzentriert genug bei der Sache, zum anderen wurden wir durch Zwei-Minuten-Strafen immer wieder nach hinten geworfen. Das Ergebnis war am Ende ein Tick zu hoch. Wir haben gut und konzentriert gespielt und hätten mehr verdient gehabt.“
Hans Lindberg (Rechtsaußen HSV Hamburg): „Grosswallstadt ist immer schwer zu spielen. Das war uns von vorn herein klar. Mit den Fans haben wir es am Ende geschafft. Ich bin mit mir aber trotzdem nicht ganz zufrieden, weil ich zwei Siebenmeter verworfen habe.“
Notizen zum Spiel:
- Domagoj Duvnjak erzielte beim 7:7 in der 10. Minute seinen 100. Pflichtspieltreffer für den HSV Handball.
- Mit seinem Tor zum 14:14 (30.) traf Hans Lindberg zum 800. Mal für den HSV Handball.
- Johannes Bitter, der nach einer Ellbogen-OP verletzt aussetzen musste, feuerte seine Mannschaft aus der Spielerbox an.
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