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03.09.11 Auftaktsieg gegen den TuS N-Lübbecke

28:22 (12:14)-Sieg vor 8.609 Fans in der O2 World Hamburg
Der HSV Handball hat sein Saison-Auftaktspiel gegen den TuS N-Lübbecke mit 28:22 (12:14) gewonnen. Nach einer zähen ersten Halbzeit, in der der HSV vor 8.609 Zuschauern in der O2 World Hamburg nur schwer ins Spiel fand, ging es mit 12:14 in die Kabinen. In der zweiten Halbzeit waren es dann jedoch die Gastgeber, die sich ab der 40. Minute den entscheidenden Vorteil erspielen konnten. So siegte der Deutsche Meister, ohne die Verletzten Oscar Carlén (Aufbautraining nach Kreuzbandriss) und Michael Kraus (Innenbandanriss), am Ende verdient mit 28:22. Hans Lindberg avancierte mit 10 Treffern, davon drei Siebenmeter, zum besten Schützen des Abends.
Zähe erste Hälfte sorgt für 12:14-Halbzeit-Rückstand
Einlaufkinder der Techniker Krankenkasse begleiteten den HSV Handball in die neue Saison, die mit einer guten Nachricht begann: Marcin Lijewski bestand den Härtetest vor dem Anpfiff und war nach überstandener Kapselverletzung bereits in der Anfangsphase mit von der Partie. In Minute sechs traf der polnische Linkshänder das erste Mal und erzielte das 3:2 für sein Team. Die Führung wechselte in der Anfangsviertelstunde jedoch mehrfach. In Person von Tomasz Tluczynski warf der TuS N-Lübbecke mit dem 9:7 einen Zwei-Tore-Vorsprung heraus (20. Minute). Mit Kapitän Guillaume Gille im Mittelblock und Johannes Bitter, der die gute Defensiv-Arbeit mit einer Parade krönte, drehte der HSV Handball aber auch diesen Rückstand direkt. Wieder war es Marcin Lijewski, der zwischenzeitlich von Blazenko Lackovic im rechten Rückraum unterstützt wurde, der das 10:7 markierte (24.). Die letzten fünf Minuten des ersten Durchgangs verliefen jedoch wiederum wie die bisherige Halbzeit und so waren es die Gäste, die mit einer 14:12-Führung in die Kabinen gingen.
Im Schlussspurt zu zwei Punkten
Auch in der zweiten Hälfte sahen die Fans ein umkämpftes Spiel. Lübbecke konnte bis zum 17:15 seine Pausenführung erhalten (36.). Hans Lindberg, Marcin Lijewski und Igor Vori drehten das Ergebnis allerdings erneut zu Gunsten ihres Teams (18:17, 40.), das nun vorlegte. Eine Viertelstunde vor dem Ende stand eine Hamburger Führung mit zwei Toren auf der Anzeigentafel, für das wiederum Igor Vori mit einem doppelten Torerfolg verantwortlich zeichnete (21:19). Zwar konnten die Gäste verkürzen (20:21, 48.), verloren in der nächsten Szene jedoch Daniel Svensson aufgrund seine dritten Zeitstrafe (49.). So ging es in die Schlussphase, in der die Gastgeber erstmals im Spielverlauf mit drei Toren in Führung gingen (25:22, 56.). In einem engen Spiel bedeutete dies die Vorentscheidung, zumal Dan Beutler, der in Halbzeit zwei das HSV-Tor hütete, zweieinhalb Minuten vor dem Ende einen Siebenmeter abwehren konnte. Pascal Hens und zweimal Hans Lindberg erhöhten daraufhin auf 28:22 (60.), den Endstand. Bester Werfer des ersten Heimspiels war Hans Lindberg mit zehn Toren, davon drei Siebenmeter.
HSV Handball: Bitter (3 Paraden, 1.-30.); Beutler (6 P., 31.-60. und für einen Siebenmeter eingewechselt);
Lindberg 10/3, Lijewski 5, Vori 4, Duvnjak 3, Hens 3, Jansen 2, Lackovic 1, B. Gille, G. Gille, Schröder n.e., Flohr n.e., Schliedermann n.e.
TuS N-Lübbecke: Blazicko (6 P., 1.-50.); Quenstedt (1 P., 50.-60.);
Tluczynski 8/4, Niemeyer 4, Verjans 3, Svensson 3, Vukovic 2, Loke 1, Gustafsson 1, Siodmiak, Schröder, Remer n.e.
Siebenmeter: 3/3 – 4/5 (Tluczynski scheitert an Beutler)
Zeitstrafen: 4 – 4 (Duvnjak 2x, Jansen, B. Gille – Svensson 3x, Siodmiak)
Rote Karte: Svensson (TuS N-Lübbecke, dritte Zeitstrafe, 49.)
Schiedsrichter: Christoph Immel / Ronald Klein (Tönisvorst / Ratingen)
Spielfilm: 0:1 (1.), 0:2 (2.), 3:2 (6.), 3:3 (7.), 4:4 (8.), 4:5 (8.), 5:5 (9.), 7:7 (15.), 7:9 (20.), 10:9 (24.), 10:10 (25.), 12:12 (28.), 12:14 (30.) – 13:14 (31.), 13:15 (33.), 14:15 (34.), 16:17 (38.), 17:17 (39.), 19:19 (43.), 21:19 (45.), 21:20 (48.), 23:22 (53.), 25:22 (54.), 28:22 (60.)
Stimmen zum Spiel:
Per Carlén (Trainer HSV Handball): „Ich bin natürlich sehr zufrieden und denke, dass die Fans auch ein schönes Spiel gesehen haben. Das waren 40 Minuten Kampf, bevor wir mit den Paraden von Dan Beutler und unseren Toren für die Entscheidung gesorgt haben. Unser Angriff in der ersten Halbzeit war noch nicht bei 100 %, das haben wir nach der Pause aber besser gemacht. Jetzt sind wir froh, denn es ist sehr wichtig, das erste Spiel zu gewinnen.“
Markus Baur (Trainer TuS N-Lübbecke): „Der Sieg geht in Ordnung. Aber natürlich passt uns die Höhe nicht, weil mein Team über weite Strecken besser war als diese sechs Treffer. Leider haben wir in der Schlussphase das Torewerfen eingestellt. Das wird von einem Spitzenteam wie dem HSV natürlich bestraft. Alles in allem wissen wir aber, dass wir gegen Teams wie den HSV auch bestehen können.“
Johannes Bitter (Torhüter HSV Handball): „Ich habe nie an dem Sieg gezweifelt. Wenn man zur Pause zurückliegt, macht man sich natürlich schon Gedanken, aber das hat das ganze Team gemacht und so haben wir eine gute zweite Halbzeit hingelegt.“
Torsten Jansen (Linksaußen HSV Handball): „Vor der Pause haben wir ein bisschen zu fahrig agiert, doch in der zweiten Halbzeit war vor allem die Abwehrleistung gut. Nach vorne können wir sicher noch nachlegen.“
Hans Lindberg (Rechtsaußen HSV Handball): „Wir haben uns das Leben am Anfang ein wenig selbst schwer gemacht, aber dass wir nach der Pause nur acht Tore gefangen haben, ist durchaus ok. Deshalb können wir mit dem Spiel auch zufrieden sein.“
Notiz zum Spiel:
- Bundestrainer Martin Heuberger verfolgte das Spiel von der Tribüne aus.
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