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28.08.10 Bittere Auftaktniederlage in Göppingen

Schmerzliches 30:32 (13:17) aus Hamburger Sicht
Der HSV Handball kommt in der neuen TOYOTA HBL-Spielzeit 2010/2011 schlecht aus den Startlöchern und gibt am ersten Spieltag bei Frisch Auf Göppingen zwei Punkte ab. Vor 5.200 Zuschauern in der EWS Arena entwickelte sich von Beginn ein packende Partie, in der die Gastgeber lange führten, der HSV Handball in der Schlussphase zum Ausgleich kam, aber am Ende mit 30:32 (13:17) unterlag. Beim Abpfiff war der Göppinger Dragos Oprea mit acht Treffern bester Werfer der Partie. Für den HSV Handball stemmte sich Hans Lindberg mit sieben Toren gegen die Niederlage. Der Däne, der trotz einer am Dienstag im Super Cup erlittenen Bänderdehnung spielte, war es auch, der nach 24 Minuten den 1000. Siebenmeter-Treffer in der Vereineschichte des HSV Handball erzielte. Die Auftaktniederlage konnte aber auch der Torschützenkönig der abgelaufenen Saison nicht verhindern.
Spannende erste Hälfte und der 1000. HSV-Treffer aus sieben Metern
Aufatmen zunächst beim HSV Handball vor Beginn der neuen Saison. Der letzte Test bei Hans Lindberg, dem Torschützenkönig der abgelaufenen Spielzeit, verlief positiv. Somit konnte der Däne trotz der erst am Dienstag erlittener Bänderdehnung im linken Fuß, für sein Team bei Frisch Auf Göppingen auflaufen. 5.200 Zuschauer in der EWS Arena sahen von Beginn an eine packende Partie. Erst nach drei Minuten gelang Matthias Flohr das erste HSV-Tor Saison zum 1:0. Frühe Überzahlsituationen konnte weder der HSV (5. Minute), noch Göppingen (12.) nutzen, um sich erstmals abzusetzen. Das Spiel der ersten Halbzeit wurde von den Abwehrreihen bestimmt, die auf beiden Seiten hart zupackten. Bis zum 10:10 blieb es auch auf der Anzeigentafel ausgeglichen (21.). In einer zuweilen hektischen Schlussphase des ersten Durchgangs allerdings gelangen den Gastgebern dreimal zwei Tore in Folge, während dem HSV in den entscheidenden Situationen das Glück fehlte. Nach dem 11:13 aus Hamburger Sicht markierte Hans Lindberg zwar per Siebenmeter sicher den Anschlusstreffer zum 12:13 und verwandelte somit zugleich den 1000. Strafwurf in der Vereinshistorie des HSV Handball. Über 15:12 (27.) baute Göppingen seine Führung bis zur Pause jedoch auf 17:13 aus.
HSV zunächst mit dem Ausgleich, am Ende mit dem Nachsehen
Nach der Pause scheiterte Hans Lindberg, der zunächst auf 14:17 verkürzte (31.), erstmals im Spiel von der Siebenmeterlinie gegen Frisch Auf-Schlussmann Adam Weiner (34.). Auch eine weitere Überzahlsituation, nach einer Zwei-Minuten-Strafe gegen Lars Kaufmann, konnte der HSV Handball nicht nutzen, um entscheidend zu verkürzen. Stattdessen legte Göppingen ein 24:19 vor (42.). Dennoch verlief die Partie auch in der zweiten Hälfte nie einseitig, sondern in jeder Minute spannend. Nach dem 28:23 für Göppingen hatte der HSV seine stärkste Phase (48.): Johannes Bitter parierte mehrere Bälle nacheinander und ermöglichte so den erneuten 27:28-Anschlusstreffer (52.). Der nächste Frisch Auf-Wurf blieb im Lattenkreuz hängen, die Schiedsrichter entschieden auf Abwurf. Im Gegenzug glich Blazenko Lackovic zum 28:28 aus (55.). Der erarbeitete Gleichstand hatte jedoch nicht bis zum Schlusspfiff Bestand. Zunächst warfen die Gastgeber erneut einen Zwei-Tore-Vorsprung heraus (30:28, 57.), den die Gäste wiederum verkürzten. Die Entscheidung gegen den HSV fiel jedoch erst, als der letzte Wurf von Michael Haaß am Pfosten landete, anschließend gegen den Rücken von Johannes Bitter prallte und von dort im Tor landete. Mit 30:32 aus Hamburger Sicht war die erste Saisonniederlage somit besiegelt.
Frisch Auf Göppingen: Tahirovic (10 Paraden, 1.-60.); Weiner (1/1 P., für zwei Siebenmeter eingewechselt);
Oprea 8, Thiede 6, Schöne 6, Kaufmann 5, Haaß 3, Späth 1, Anusic 1, Schubert 1/1, Horak 1, Kneule, Häfner n.e.
HSV Hamburg: Sandström (3 P., 1.-21., 42.-47.); Bitter (8 P., 21.-42., 47.-60.);
Lindberg 7/4, M. Lijewski 6, Lackovic 4, Flohr 4, Vori 4, Jansen 3, Kraus 1, Duvnjak 1, B. Gille, G. Gille, Hens
Siebenmeter: 1/1 – 4/6 (Lindberg verwirft gegen Weiner, Lindberg trifft den Pfosten)
Zeitstrafen: 5 – 3 (Haaß 2x, Anusic, Kaufmann, Späth – M. Lijewski 2x, Vori)
Schiedsrichter: Bernd Methe / Reiner Methe (Vellmar)
Spielfilm: 0:1 (3.), 3:1 (7.), 3:4 (11.), 4:4 (11.), 8:8 (17.), 10:10 (21.), 12:10 (22.), 12:11 (23.), 13:12 (25.), 15:12 (27.), 15:13 (27.), 17:13 (30.) – 17:14 (31.), 18:14 (33.), 21:17 (37.), 21:18 (38.), 22:19 (39.), 24:19 (42.), 24:20 (43.), 27:23 (47.), 28:23 (48.), 28:25 (50.), 28:28 (55.), 30:28 (57.), 30:29 (58.), 31:30 (60.), 32:30 (60.)
Stimmen zum Spiel:
Martin Schwalb (Trainer HSV Hamburg): „Zunächst Glückwunsch an Göppingen zum Sieg. Was uns anbelangt: Wir haben in der ersten Halbzeit zu viele einfache Tore zugelassen und zu viele Eins-gegen-Eins-Situationen verloren. Daher ging das Halbzeitergebnis schon in Ordnung. In der zweiten Halbzeit haben wir uns dann die Chance erarbeitet und sind zum Ausgleich gekommen. Diese Chance haben wir aber letztlich nicht genutzt. In der Schlussphase kamen dann noch ein, zwei blöde Tore hinzu, das war’s dann. Das soll nicht heißen, dass der Sieg nicht verdient wäre – das war er, denn Frisch Auf war heute präsenter.“
Velimir Petkovic (Trainer Frisch Auf Göppingen): „Ich denke, wir haben heute verdient gewonnen. Meine Mannschaft hat über 60 Minuten gekämpft und alles reingelegt. Wir hatten gehofft, das Ergebnis vom Vorjahr zu wiederholen. Jetzt freuen wir uns, dass es uns gelungen ist.“
Guillaume Gille (Kapitän HSV Hamburg): „In dieser heißen Atmosphäre hier ist es immer sehr schwer. Wir waren lange in Rückstand und als wir den Ausgleich hatten, haben wir es nicht geschafft, den Schalter ganz umzulegen.“
Christian Fitzek (Sportlicher Leiter HSV Hamburg): „Dem Spielverlauf entsprechend war der Sieg für Göppingen letzten Endes verdient, Glückwunsch dazu.“
Notizen zum Spiel:
- Marcin Lijewski gelang mit dem 3:3 nach neun Minuten sein 350. Pflichtspieltreffer für den HSV Handball.
- Die Mannschaft des HSV Handball kehrt nach dem Spiel zunächst ins NH Stuttgart Airport zurück und setzt seine Heimreise am Sonntagmittag um 12.45 Uhr in Richtung Hamburg fort. Um 14.00 Uhr landet das Team auf dem Hamburg Airport.
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