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11.05.11 Der HSV Handball ist Deutscher Meister 2011!

35:30 (20:14)-Erfolg gegen VfL Gummersbach sichert vorzeitig den Titel

Der HSV Handball steht als Deutscher Meister der TOYOTA Handball-Bundesliga 2010/2011 fest. Mit einem 35:30 (20:14)-Erfolg gegen den VfL Gummersbach sicherten sich die Tabellenführer aus Hamburger am 31. Spieltag der TOYOTA Handball-Bundesliga bereits vorzeitig die entscheidenden zwei Punkte und feiern damit den ersten Meistertitel in ihrer neunjährigen Vereinsgeschichte. Mit nun 56 Zählern führt der HSV drei Spieltage vor dem Saisonende uneinholbar die HBL-Wertung an.  Vor 13.296 Zuschauern in der ausverkauften O2 World Hamburg zeigte sich der HSV von Beginn an stark, ging frühzeitig in Führung und machte am Ende den 27. HBL-Erfolg sicher. Bereits Sekunden vor dem Abpfiff hielt es weder Fans noch Spieler auf den Plätzen. Bester Werfer der Partie wurde Hans Lindberg mit sieben Toren. 

Hamburger von Beginn an sicher

Unter dem Jubel von 13.296 Zuschauern in der restlos ausverkauften O2 World Hamburg wurden vor dem Spiel zwei HSV-Akteure von Aufsichtsratsmitglied Andreas Ernst geehrt: Krzysztof Lijewski für sein 250. Pflichtspiel, das er in Mannheim absolviert hatte, sowie Bertrand Gille, für sein bevorstehendes 250. Bundesliga-Spiel im HSV-Trikot. Dieses begann zwar ohne den französischen Kreisläufer, dafür aber wunschgemäß für sein Team. Hans Lindberg warf den HSV schnell in Führung (1:0, 1. Minute) und war nach sechs Minuten auch für das 5:3 verantwortlich. Zunächst hatte Johannes Bitter mit einer Parade, und dann die gute Abwehrarbeit der Gastgeber diese Führung ermöglicht. Mit jedem Ballgewinn steigerte sich die Stimmung unter den, in der gesamten Arena in weißen T-Shirts von der Techniker Krankenkasse gekleideten Fans (Aufschrift „Wir sind die Nummer 1“). Die Mannschaft nahm diese Unterstützung auf und konnte nach der Anfangsviertelstunde bereits ein 11:7 vorlegen. Von hier griffen auch Krzysztof Lijewski und Bertrand Gille ins Spiel ein und beide Jubilare erhöhten umgehend: Die Nummer 14 des HSV zunächst zum 13:7 (18.), die Nummer 19 etwas später zum 17:9 (22.). Zwar konnten die Gäste diesen Rückstand bis drei Minuten vor der Pause wieder auf fünf Tore verkürzen (13:18), in Überzahl erzielte der HSV Handball jedoch seinen 20. Treffer der Partie (30.) und ging mit einem 20:14 in die Kabinen.

HSV feiert mit seinen Fans den Titel

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte überzeugte der HSV Handball auf ganzer Linie und zeigte den Zuschauern Tempohandball. In der Abwehr wurden durch Druck auf die VfL-Offensive schnell Fehler der Gäste provoziert und nach dem Ballgewinn ebenso schnell umgeschaltet. So stand nach nur drei Minuten in Hälfte zwei wieder ein Acht-Tore-Vorsprung zu Buche (25:17). Neues Personal auf Seiten des HSV, Per Sandström kam für Johannes Bitter, Matthias Flohr auf Linksaußen für Torsten Jansen, zudem war Pascal Hens bereits seit der Pause auf der Platte und wenig später löste Stefan Schröder auf der anderen Seite Hans Lindberg, sah sich nun einer offensiven  Gummersbacher Deckung gegenüber. Dennoch stand eine Viertelstunde vor dem Ende weiterhin eine 30:23-Führung auf der Anzeigentafel. Mit jeder weiteren Minute wurde die O2 World Hamburg nun lauter – in Vorfreude auf die vorzeitige Entscheidung im Meisterschaftsrennen. Doch noch einmal verkürzten die Gäste zum 26:31 (48.). Fünf weitere Minuten sollte kein weiterer Treffer fallen – nach dieser engen Phase gelang Marcin Lijewski allerdings das 32:26. Jetzt stand die gesamte Arena, und erst recht, als Per Sandström diesen Vorsprung gleich doppelt, mit einer Eins-gegen-Eins-Parade sowie gegen einen Acht-Meter-Wurf, verteidigte (56.). Die laut von den Rängen schallende Frage: „Wer wird Deutscher Meister?!?“ beantwortete die Mannschaft von Martin Schwalb letzten Ende mit dem 35:30 und feierte mit seinen Fans ab 21:44 Uhr, als die Schiedsrichter eine insgesamt faire Partie abpfiffen. Der Rest war nur noch Jubel: Deutscher Meister 2011 - HSV Handball!

HSV Handball: Bitter (1.-38. Minute); Sandström (38.-60.);
Lindberg 7/3, M. Lijewski 6, Lackovic 5, Jansen 4, Duvnjak 3, B. Gille 3, Vori 2, Hens 2, Flohr 1/1, K. Lijewski 1, Schröder 1, G. Gille, Kraus n.e., Schliedermann n.e.

VfL Gummersbach: Somic (1.-17., 31.-60.); Krasavac (17.-30. und für einen Siebenmeter eingesetzt);
Pfahl 10/2, Wiencek 5, Vukovic 4, Krantz 3, Putics 3, Wagner 1, Schindler 1, Rahmel 1, Anic,
Zrnic, Lützelberger n.e., Valcic n.e.

Siebenmeter: 4/4 – 2/3 (Bitter pariert gegen Zrnic)

Zeitstrafen: 3 – 3 (Vori 2x, M.Lijewski – Vukovic 2x, Rahmel)

Schiedsrichter: Ralf Damian / Frank Wenz (Bingen/Mainz)

Spielfilm: 1:0 (1.), 1:2 (3.), 4:2 (6.), 4:3 (6.), 6:5 (8.), 9:5 (12.), 9:6 (14.), 11:7 (15.), 13:7 (18.), 13:8 (18.), 15:8 (20.), 15:9 (20.), 17:9 (22.), 17:11 (25.), 18:11 (25.), 18:13 (27.), 19:13 (28.), 20:14 (30.) – 21:14 (31.), 21:15 (31.), 23:17 (33.), 25:17 (34.), 25:18 (35.), 27:20 (38.), 27:22 (42.), 28:22 (43.), 31:24 (44.), 31:26 (48.), 32:26 (53.), 33:27 (56.), 33:28 (57.), 34:28 (58.), 34:29 (58.), 35:29 (59.), 35:30 (60.)

Stimmen zum Spiel:

Martin Schwalb (Trainer HSV Handball): „Es war eine überragende Saison, die wir heute krönen konnten. Meine Mannschaft hat in jeder Phase daran geglaubt, diesen Titel holen zu können. Natürlich ist der letzte Schritt immer der schwerste, aber die Jungs haben das heute einfach klasse gemacht. Ich bin stolz auf meine Mannschaft.“

Blazenko Lackovic (Rückraumspieler HSV Handball): „Das ist ein riesen Gefühl. Von Beginn an waren wir heiß und konnten das auch spielerisch umsetzen. Sensationelles Gefühl!“

Johannes Bitter (Torhüter HSV Handball): „Jetzt haben wir es mal allen gezeigt, die uns nachgesagt haben, dass unsere jahrelange Arbeit doch zu nichts führen würde. Das ist eine große Genugtuung für das gesamte Team. Und jetzt freuen wir uns einfach über die Meisterschaft.“

Michael Kraus (Rückraumspieler HSV Handball): „Gummersbach war alles andere als ein leichter Gegner, aber wir haben von Beginn an Gas gegeben und klargemacht, dass wir die Punkte holen wollen. Die kleine Schwächephase am Ende war dann nicht mehr von Bedeutung.“

Andreas Rudolph (Präsident HSV Handball): „Auf diesen Tag haben wir lange drauf hingearbeitet. Es ist einer der schönsten in meinem Leben.“

Notiz zum Spiel:

Das Vorspiel gegen die Herren des Rellinger TV entschied die A-Jugend nach 50 Minuten Spielzeit mit 30:23 für sich.

Tabelle

2 Flensburg-H. 53 : 11 +139
3 Berlin 48 : 14 +122
4 Hamburg 47 : 17 +108
5 R-N Löwen 44 : 20 +83
6 Magdeburg 39 : 27 +48

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