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01.09.12 Der HSV lässt die Saison vor den eigenen Fans richtig beginnen
Überzeugender 29:19 (12:10)-Heimerfolg gegen den TV Grosswallstadt
Nach der unerwarteten Niederlage zum Saisonauftakt hat der HSV Handball vor den eigenen Fans in die Saison gefunden und den TV Grosswallstadt deutlich mit 29:19 (12:10) bezwungen. Vor 8.068 Zuschauern in der O2 World Hamburg zeigten sich die Hanseaten vor allem in der Abwehr verbessert, und boten insgesamt eine gute Leistung. Der HSV stellte eine stabile Defensive und hatte mit Enid Tahirovic zudem einen starken Rückhalt im Tor. Nach einer insgesamt torarmen ersten Hälfte stand es zur Halbzeit 12:10. Im zweiten Durchgang konnte sich der HSV weiter steigern und seinen Vorsprung ausbauen. So stand am Ende ein verdienter 29:19-Erfolg an der Anzeigetafel, der zusammen mit den Fans gefeiert werden konnte. Bei den Hamburgern zeigte sich Hans Lindberg am treffsichersten und erzielte zwölf Tore. Für den TV Grosswallstadt war Michael Thiede sechs Mal erfolgreich.
Gute Defensivleistung bringt 12:10-Halbzeitführung
Nach der neuen Einlaufshow des HSV Handball, an dem auch das Publikum beteiligt ist, und nachdem Pascal Hens von Präsidiumsmitglied Sven Hielscher für sein 250. Bundesliga-Spiel im HSV-Trikot geehrt wurde, das er in Wetzlar bestritt, konnte das erste Heimspiel der neuen Saison beginnen. Die ersten Minuten der Partie gehörten den Abwehrreihen sowie den Torhütern auf beiden Seiten, sodass das erste Tor zum 1:0 durch Igor Vori erst in der fünften Minute fiel. Der Hamburger Kreisläufer war es auch, der eine Minute später auf 2:0 erhöhte, bevor Enid Tahirovic in der achten Minute erstmals bezwungen werden konnte (1:2). Bei einem weiteren Gegentreffer waren die Hausherren selbst durch Michael Kraus, Hans Lindberg und Domagoj Duvnjak erfolgreich, und nach zehn Minuten stand es 5:2. Der TVG kam in der Folge aber wieder auf 4:5 heran (13.) und nach 18 Minuten zum 7:7-Ausgleich. Eine Minute später brachte Marcin Lijewski sein Team wieder mit 8:7 in Front, doch die Gäste nutzten fünf torlose Minuten der Hamburger, um selbst mit 10:8 in Führung zu gehen (24. Minute). Die restliche Spielzeit der ersten Hälfte gehörte dann wieder dem HSV, bzw. Hans Lindberg. Der dänische Rechtsaußen erzielte die nächsten vier Tore, darunter ein schöner Heber von der Siebenmeterlinie, im Alleingang, und sorgte damit für die 12:10-Halbzeitführung.
Starke zweite Hälfte führt zum verdienten Zehn-Tore-Erfolg
Die ersten Tore der zweiten Hälfte fielen abwechselnd auf beiden Seiten. Zunächst erzielte Marcin Lijewski das 13:10 (31.) und wenig später markierte Hans Lindberg das 14:11, während auf der Gegenseite Michael Thiede zweimal erfolgreich war (14:12, 32.). In der Folge gelang aber den Hansestädtern ein 4:0-Lauf, mit Fredrik Petersens erstem Heim-Tor sowie Treffern von Hans Lindberg, Marcin Lijewski und Domagoj Duvnjak zum 18:12 nach 38 Minuten. Zwar kam die Mannschaft von Trainer Peter David durch zwei Tore in Serie auf 14:18 heran (41.), doch der HSV stellte mit zwei Siebenmeter-Toren durch Hans Lindberg den alten Vorsprung wieder her (20:14, 43.). In den nächsten zehn Minuten verlief die Partie ausgeglichen, sodass es in der 53. Minute 23:17 für die Hanseaten stand. Aber der HSV, für den nun Andreas Nilsson zu seinem ersten Einsatz vor den HSV-Fans kam und prompt einen Strafwurf herausholte, legte weiter nach. So gingen auch die letzten fünf Minuten mit 6:2 an die Hamburger, die damit einen verdienten und deutlichen 29:19-Heimsieg feiern konnten.
Damit zeigte sich der HSV vor dem nächsten Spiel beim SC Magdeburg, das am kommenden Dienstag, 4. September, 20.15 Uhr, in der GETEC-Arena angepfiffen wird, in einer guten Verfassung und für die nächsten schweren Aufgaben gewappnet.
HSV Handball: Tahirovic (12 Paraden, 1.-56.); Beutler (1 P., 57.-60.);
Lindberg 12/6, Duvnjak 5, Vori 4, Lijewski 3, Kraus 2, Petersen 2, Hens 1, Lackovic, Flohr, Nilsson, Schröder n.e., Terzic n.e.
TV Grosswallstadt: Galia (5 P., 1.-35.); Wolff (5 P., 36.-60. und für zwei Siebenmeter eingewechselt);
Thiede 6, Graubner 4, Köhrmann 4, Spatz 3/2, Larsson 1, Maas 1, Bühler, Holst, Jakobsson, Kaufmann, Eisenträger
Siebenmeter: 6/6 – 2/2
Zeitstrafen: 0 – 3 (Larsson, Jakobsson, Bühler)
Schiedsrichter: Nils Blümel / Jörg Loppaschewski (Berlin)
Spielfilm: 1:0 (5.), 3:2 (8.), 5:2 (10.), 6:4 (13.), 7:7 (18.), 8:9 (22.), 9:10 (25.), 10:10 (28.), 12:10 (30.) - 14:12 (32.), 16:12 (34.), 18:12 (38.), 18:14 (41.), 20:14 (43.), 21:16 (47.), 22:17 (51.), 24:17 (54.), 26:18 (57.), 29:19 (60.)
Stimmen zum Spiel:
Martin Schwalb (Trainer HSV Handball): „Danke für die Glückwünsche. Wir haben uns vorgenommen, in der Abwehr über 60 Minuten Gas zu geben. Das geht nur, wenn alle mitziehen, was über weite Strecken gut funktioniert hat. Der TVG hat zwar auch ein paar Tore aus dem Rückraum gemacht, aber das ist in Ordnung. Grosswallstadt war sehr diszipliniert und hat lange Angriffe gespielt. In der zweiten Halbzeit haben wir uns besser darauf eingestellt und besseren Zugriff bekommen. Das Spiel war OK, und jetzt machen wir weiter. Denn das nächste Spiel steht bereits am Dienstag an.“
Peter David (Trainer TV Grosswallstadt): „Glückwunsch an Hamburg. Wenn ich die 60 Minuten betrachte, dann war das auch ein verdienter Erfolg. Die ersten 25 Minuten haben wir genau das gemacht, was wir uns vorgenommen haben. Wir haben den HSV vor Aufgaben gestellt und unser Spiel durchgezogen. Am Ende haben wir leider dreimal verworfen und der HSV nutzt das aus, um selbst in Führung zur gehen. In der zweiten Halbzeit hatten wir ein paar mehr Probleme und der HSV konnte davonziehen. Als wir mit sechs Toren hinten lagen habe ich durchgewechselt und den jungen Spielern ihre Chance gegeben.“
Christoph Wendt (Geschäftsführer HSV Handball): „Wir haben mit der neuen Einlaufshow ein Experiment gewagt, und unsere Fans mit einbezogen. Das hat gut geklappt, und wir konnten uns über die gesamten 60 Minuten auf sie verlassen. Vor allem in der zweiten Halbzeit ist der Funken richtig übergesprungen. Nun blicken wir aber auf das Spiel am Dienstag beim SC Magdeburg, die Champions League-Qualifikation und das Spiel gegen Flensburg.“
Michael Kraus (Spielmacher HSV Handball): „In der ersten Halbzeit haben wir es nicht geschafft, dem TVG unser Spiel aufzudrücken. Sie spielen dann lange Angriffe, die den Gegner zermürben. In der zweiten Hälfte sind wir dann für unsere aggressive 3:2:1-Abwehr belohnt worden, mit der Grosswallstadt größere Probleme hatte. Damit haben wir es auch Enid einfacher gemacht und wir konnten mit Gegenstößen davonziehen. Das war der Schlüssel zum Erfolg.“
Enid Tahirovic (Torhüter HSV Handball): „Am Anfang lief es nicht so, wie wir es uns vorgestellt haben. Wir haben viel verworfen, aber Martin Galia war auch gut drauf. In der zweiten Hälfte stand die Abwehr dann gut, was es natürlich auch für mich einfacher macht. So konnten wir ein paar Konter laufen, die entscheidend waren. Das erste Spiel mit zehn Toren zu gewinnen ist ein guter Erfolg. So habe ich es mir vorgestellt. Die Fans und die Stimmung in Hamburg kannte ich ja schon, aber jetzt als Hamburger macht es natürlich viel mehr Spaß.“
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