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25.11.09 Deutlicher 39:23 (14:13)-Sieg gegen Dormagen


Universitätsklinik Eppendorf kann sich über 3.000,- € freuen
Der HSV Handball siegt gegen den TSV Dormagen 39:23 (14:13) und bleibt somit auch im fünften Heimspiel der laufenden TOYOTA HBL-Spielzeit ohne Punktverlust. 8.117 Zuschauer in der Color Line Arena sahen eine bis zur Pause spannende Partie, in der Pascal Hens früh die rote Karte sah. Die Gastgeber konnten das Spiel jedoch, ohne ihren Kapitän, in der zweiten Hälfte deutlich für sich entschieden. Bester Werfer des Abends wurde Domagoj Duvnjak mit sieben Treffern – doch auch die gute Tat spielte bei dieser Partie eine wichtige Rolle: Nach dem Abpfiff überreichte HSV-Linksaußen einen Scheck über 3.000,- € an den stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Krebshilfe e.V., Hans-Peter Krämer. Die Spende, die zu einem Großteil die GHD GesundHeits GmbH Deutschland mit insgesamt 1000 abgenommenen Tickets sowie die Zuschauer in der Color Line Arena über ihre Eintrittsgelder leisteten, wurde vom HSV Handball aufgerundet und kommt in voller Höhe dem Universitätsklinikum Eppendorf zum Ausbau der Knochenmark- und Stammzellentransplantations-Station zu Gute.
Pascal Hens: 1000. Tor und Platzverweis
Vor 8.117 Zuschauern in der Color Line Arena startete der HSV Handball mit einer verhaltenen ersten Halbzeit. Zunächst mussten die Gastgeber einen Rückstand hinnehmen, bevor der HSV langsam seinen Rhythmus fand. Mit ausgestrecktem Bein stellte sich Johannes Bitter Dormagens Florian Wisotzki in den Weg und läutete damit einen Konter ein, den Igor Vori zum Ausgleich und Hans Lindberg kurz danach zur ersten Hamburger Führung nutzte (6:5, 10. Minute). Fortan entwickelte sich in den ersten 30 Minuten ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den Teams. Dem eingewechseltem Pascal Hens gelang mit dem 10:10 nach 19 Minuten sein 1000. Pflichtspieltreffer für den HSV Handball. Deutliche Impulse setzten in der ersten Hälfte aber vor allem die Hamburger Torhüter. Während die HSV-Defensive dem Gegner oftmals zu viel Raum ließ, hielten in der Anfangsphase Johannes Bitter, danach der in der 26. Minute eingewechselte Per Sandström, gut. Seine Nervenstärke stellte Hamburgs Nummer 12 vor allem in der 28. Minute unter Beweis: Nach einem Platzverweis gegen HSV-Kapitän Pascal Hens, der während eines Gegenstoßes der Dormagener am eigenen Sechsmeterraum seitlich gegen den heran laufenden Tobias Plaz prallte, behielt der Schwede einen kühlen Kopf und parierte den folgenden Siebenmeter. Somit sicherte er den Hamburgern die 14:13-Halbzeitführung.
HSV mit großer Fan-Unterstützung zum deutlichen Sieg
Im zweiten Durchgang war eine deutliche Leistungssteigerung bei den Gastgebern zu erkennen. Die Abwehr stand nun sicherer und brachte kurz nach dem Wiederanpfiff die Gäste direkt in ein passives Spiel, das Stefan Schröder in der 32. Minute im Gegenstoß mit einem glänzenden Dreher zum 16:13 nutze. Sowohl in der Defensive als auch im Angriff war bei den Hamburgern nun die gewohnte Professionalität zu sehen. Allerdings musste mit Krzysztof Lijewski ein weitere Hamburger das Feld verlassen: Der Pole blieb nach einem Zusammenprall mit starken Schmerzen im rechten Knie auf der Bank. Angetrieben vom weiterhin souverän auftretenden Per Sandström, der diverse Gegenstoß-Tore durch seine insgesamt zwölf Paraden einläuten konnte, bauten die Hamburger ihre Führung mit Unterstützung der Fans von 19:14 (37.) über 26:17 (44.) bis zum ersten Zehn-Tore-Vorsprung durch einen Treffer von Torsten Jansen (28:18, 45.) aus. Danach legte der frisch berufene Nationalspieler Matthias Flohr, den die Zuschauer mit „Matti für Deutschland“-Chören bejubelten, mit drei Treffern einen Zwischenspurt ein und brachte seinem Team den nächsten Schub nach vorn. In der 54. Minute spielte erneut Stefan Schröder seine gesamte Handballklasse aus und verwandelte einen Kempatrick zur 35:19-Führung. Spätestens jetzt stand die Color Line Arena Kopf: Vor den feiernden Fans legten die Hamburger in der Schlussphase noch vier Tore nach und sicherten sich den verdienten 39:23-Erfolg.
HSV Hamburg: Bitter (4 Paraden, 1.-26.).; Sandström (12/2 P., 26.-60.);
Duvnjak 7, M. Lijewski 6, Jansen 5, Flohr 4, Vori 4, G. Gille 3, Lindberg 3/1, Schröder 3/1, Hens 2, Lackovic 1, K. Lijewski 1
TSV Dormagen: Feshchanka (7/1 P., 1.-42., 49.-); Vortmann (42.-49.);
Schindler 6, Nippes 4, Wisotzki 3, Linder 3, Chantziaras 3, Plaz 1, Lochtenbergh 1/1, Holst 1/1, Dmytruszynski 1, Balomenos, Meyer, Wittig, Schagen n.e., Mahé n.e.
Siebenmeter: 2/3 – 2/4 (Lindberg verwirft gegen Feshchanka – Sandström pariert gegen Lochtenbergh, Sandström bleibt Sieger gegen Holst)
Zeitstrafen: 4 – 5 (Duvnjak 2x, G Gille, Jansen – Chantziaras 2x, Schindler, Dmytruszynski, Holst)
Rote Karte: Pascal Hens (HSV, 28., Foulspiel)
Schiedsrichter: Pawel Fratczak / Paulo Ribeiro (Kamp-Lintfort/Diepholz)
Spielfilm: 0:1 (3.), 1:1 (3.), 2:2 (6.), 2:4 (8.), 3:5 (9.), 6:5 (11.), 6:7 (13.), 7:8 (16.), 9:8 (17.), 9:10 (19.), 11:12 (23.), 13:12 (24.), 14:13 (29.), 14:13 (30.) – 16:13 (32.), 16:14 (33.), 19:14 (37.), 19:15 (38.), 21:17 (41.), 26:17 (43.), 26:18 (44.), 32:18 (50.), 32:19 (51.), 36:19 (55.), 36:21 (57.), 37:22 (58.), 39:22 (60.), 39:23 (60.)
Stimmen zum Spiel
Martin Schwalb (Trainer HSV Handball): „Ein großes Kompliment an Dormagen, der einen sehr gepflegten Handball spielt. Das hat uns heute einige Probleme bereitet. Man hat in der ersten Hälfte gesehen, dass unsere Schwächen vom TSV ausgenutzt wurden. Nach der Pause war das die HSV-Mannschaft, wie wir sie aus den letzten Wochen und Monaten kennen: Mit Spielwitz und -Spaß und richtig Feuer. Auf diese zweite Halbzeit können wir stolz sein. Klar haben wir viele Spiele in kurzer Zeit zu bestreiten, aber wir müssen daran arbeiten, solche Halbzeiten noch öfter bieten zu können.“
Kai Wandschneider (Trainer TSV Dormagen): „Mit der ersten Halbzeit kann ich sehr zufrieden sein, da haben wir spielerisch gegen die HSV-Deckung mithalten können und haben auch die gefährlichen HSV-Konter verhindert. Nach der Pause haben wir aber leider kein Bein mehr auf den Boden gekriegt und wurden gnadenlos überrannt. Mich persönlich ärgert es, dass es am Ende wieder 16 Tor-Differenz waren, da hatten wir uns weniger vorgenommen.“
Matthias Flohr (Linksaußen HSV Handball): „Wir wussten von vornherein, dass Dormagen Handball spielen kann und hier recht wenig zu verlieren hat. Und wir haben es bis zur Pause nicht geschafft, dem Team den Schneid abzukaufen. Die zweite Halbzeit war dann aber besser, da sind wir schneller vorwärts gekommen. Wir wollten deutlich gewinnen – das haben wir geschafft.“
Notizen zum Spiel:
- Im Vorspiel zwischen den B-Jugend-Auswahlen aus Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern (Jahrgang ’93) siegten die Gäste 23:26 (11:13).
- Vor dem Spiel wurde Krzysztof Lijewski für sein 200. Pflichtspiel im Trikot des HSV Handball geehrt, das der polnische Linkshänder am vergangenen Sonntag in Ciudad Real absolviert hatte. Der26-Jährige erhielt einen Blumenstrauß von HSV-Aufsichtsrat Christoph Drewes überreicht.
- Die Kampagne der Deutschen Krebshilfe für das UKE läuft mit der Aktion „Blutbilder“ richtig an: Die Hamburger Sparkasse veranstaltet zugunsten der DKH eine Ausstellung mit ‚Blutbildern‘ bekannter Künstlern (u.a. Udo Lindenberg), die unter der Schirmherrschaft von Ole von Beust versteigert werden. Weitere Spenden für das Hamburger Projekt können an die Deutsche Krebshilfe e.V. auf das Konto 90 90 93 bei der Sparkasse Köln/Bonn (BLZ 370 50 198) unter dem Verwendungszweck ‚Blutbilder‘ überwiesen werden. Insgesamt sollen für das UKE 1,5 Millionen Euro an Spenden gesammelt werden.
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