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01.10.11 Deutlicher Erfolg über den TV 05/07 Hüttenberg

Meister schlägt Aufsteiger mit 35:26 (20:14)

Nur 48 Stunden nach dem Champions League-Erfolg über St. Petersburg HC musste der HSV Handball bereits wieder in der TOYOTA HBL antreten. Dabei gelang dem Deutschen Meister ein deutlicher 35:26 (20:14)-Sieg gegen den TV 05/07 Hüttenberg. Vor 8.548 Zuschauern in der OWorld Hamburg startete der HSV konzentriert und konnte aus einer stabilen Abwehr heraus bereits zur Halbzeit eine 20:14-Führung herauswerfen. In der zweiten Halbzeit wechselte Per Carlén, wie schon in der ersten Hälfte, munter durch, was dem Spielfluss aber keinen Abbruch tat, und die Hamburger bauten ihren Vorsprung weiter aus. So stand nach 60 Minuten ein verdient deutliches 35:26 auf der Anzeigentafel. Für die Hamburger, die auf Michael Kraus (Aufbautraining nach Innenbandriss), Marcin Lijewski (Sprunggelenks-OP) und Oscar Carlén (Kreuzbandriss) verzichten mussten, avancierte Hans Lindberg mit zehn Treffern zum besten Werfer des Abends.

Deutliche Führung zur Halbzeit

Der erste Treffer der Partie zum 0:1 in der ersten Minute war den Gästen aus Hüttenberg vorbehalten. Durch zwei Hens-Treffer in Folge konnte der HSV aber schnell die Führung übernehmen (2:1, 4. Minute). Bis zum 6:6 (11.) blieb der Aufsteiger dran, musste die Hamburger in der Folge aber auf 7:11 (16.) davonziehen lassen. Zu diesem Zeitpunkt kam auch Renato Vugrinec zu seinem Debüt in der O2 World Hamburg, und Matthias Flohr, Stefan Schröder und Blazenko Lackovic ersetzten Torsten Jansen, Hans Lindberg und Pascal Hens. Dabei fand vor allem Blazenko Lackovic gut ins Spiel und erzielte die Tore zum 15:9 (22.) und 16:9 (23.) gleich selbst. Wenig später konnte Hans Lindberg, nachdem er den ersten Siebenmeter nicht verwandeln konnte, mit seinem vierten Siebenmeter-Tor auf 18:10 (26.) erhöhen. Nach zwei Treffern der Gäste war es wiederum Hans Lindberg von der Linie, der zum 19:12 (28.) traf. Nach einem No-Look-Pass von Domagoj Duvnjak konnte Igor Vori auf 20:13 (29.) erhöhen, bevor das Team von Jan Gorr seinen Rückstand auf sechs Tore verkürzen konnte und es mit 20:14 in die Kabinen ging.

Mit Beutler und stabiler Abwehr zum verdienten Heimsieg

Bis zur 40. Minute konnte der HSV seinen Vorsprung, beim zwischenzeitlichen 24:14 durch Treffer von Igor Vori, Hans Lindberg und zweimal Pascal Hens, bis auf zehn Tore ausbauen. Dabei überzeugte der HSV vor allem in der Abwehr und mit einem stark haltenden Dan Beutler im Tor, der erst in der 41. Minute den ersten Gegentreffer der zweiten Halbzeit hinnehmen musste. In den folgenden Minuten waren es dann die Hausherren, die keine weiteren Tore erzielen konnten. Die Gäste nutzten dies für vier Treffer in Serie und verkürzten ihren Rückstand so auf 18:25 (44.). Die nächsten Tore fielen abwechselnd auf beiden Seiten, sodass es nach 48 Minuten 27:20 für den HSV stand. So ging es bis zum 30:23 (53.) weiter, denn auch, wenn ein Team doppelt traf, fielen auf der Gegenseite zwei Tore in Folge. Mit seinem dritten Tor in Serie erhöhte Blazenko Lackovic für sein Team auf 32:24 (56.), bevor Stefan Schröder in der 60. Minute den verdienten 35:26-Endstand herstellte. Der HSV kommt so zu einem souveränen und verdienten Heimsieg gegen den Bundesliga-Neuling aus Hüttenberg, und muss bereits am kommenden Dienstag, 4. Oktober, zu seinem nächsten HBL-Spiel beim Bergischen HC antreten. Anwurf der Partie des sechsten Spieltags ist um 20.15 Uhr und Sport1 überträgt das Spiel live.

HSV Handball: Beutler (16/1 Paraden, 1.-60.); Meier (für einen Siebenmeter eingewechselt); 
Lindberg 10/6, Lackovic 6, Hens 6, G. Gille 3, Schröder 2, Duvnjak 2, Flohr 2, Vori 2, B. Gille 2, Jansen, Vugrinec, Schliedermann n.e.

TV 05/07 Hüttenberg: Ritschel (4/1 Paraden., 1.-30.); Putera (8 P., 31.-60. und für einen Siebenmeter eingewechselt); Redwitz n.e.
Schneider 6, Gerlich 4/4, A. Lex 3, Weber 3, Billek 3, Pausch 2, S. Lex 1, Scholz 1, Fernandes 1, Stock 1, Ludwig 1, Roth

Siebenmeter: 6/7 – 4/5 (Lindberg scheitert an Ritschel – Beutler pariert gegen Gerlich)

Zeitstrafen: 4 – 2 (Duvnjak, Jansen, B. Gille, G. Gille – Schneider, Pausch)

Schiedsrichter: Martin Harms / Jörg Mahlich (Magdeburg / Stendal)

Spielfilm: 0:1 (1.), 2:1 (4.), 2:2 (5.), 4:4 (7.), 6:6 (11.), 8:6 (12.), 10:7 (15.), 13:8 (18.), 15:9 (22.), 18:10 (26.), 19:12 (28.), 20:14 (30.) - 21:14 (33.) 22:14 (35.), 23:14 (37.), 24:14 (39.), 25:15 (42.), 25:18 (44.), 27:20 (48.), 29:22 (51.), 31:24 (55.), 33:26 (58.), 35:26 (60.)

Stimmen zum Spiel:

Per Carlén (Trainer HSV Handball): „Zu allererst muss ich meinen linken Rückraum loben. Pascal Hens und Blazenko Lackovic haben ein   gutes Spiel gemacht. In der zweiten Halbzeit haben wir von der 40. bis zur 50. Minute aber insgesamt nicht so gut agiert und einige Gegenstöße bekommen. Das wurde zum Ende hin wieder besser und war mit dem 35:26 dann auch ein guter Abschluss.“

Jan Gorr (Trainer TV 05/07 Hüttenberg): „Mein Fazit fällt gar nicht so negativ aus. Zwar kann ich nicht zufrieden sein, wenn wir mit neun Toren verlieren, aber nachdem wir in der ersten Halbzeit noch mit zu viel Respekt zu kämpfen hatten, hat mir die zweite Halbzeit richtig gut gefallen. Bei Gegnern, die mehr unserer Kragenweite entsprechen, werden wir mit einer Leistung, wie wir sie heute geboten haben, auch näher dran sein.“

Pascal Hens (Rückraumspieler HSV Handball): „Ich bin nicht ganz zufrieden mit dem Spiel, aber am Ende stehen wir mit zwei Punkten und neun Toren mehr als der Gegner da. Das ist dann auch nicht so schlecht. Wir haben ein paar Fehler zu viel gemacht, befinden uns aber auch noch in der Umstellung auf Halbrechts mit Renato. Letzten Endes müssen wir gegen einen Aufsteiger gewinnen, und das haben wir geschafft.“

Matthias Flohr (Linksaußen HSV Handball): „Wir haben auch heute gemerkt, dass die Teams gegen uns besonders motiviert ins Spiel gehen. Hüttenberg war kämpferisch top und hat gute Gegenstöße gezeigt. Ich denke aber, dass wir uns auch gut darauf einstellen konnten. Wir haben viele gute Antworten gefunden und verdient diese zwei Punkte gewonnen.“

Notizen zum Spiel:

-      Pascal Hens erzielte mit seinem zweiten Treffer zum 2:1 (4. Minute) sein 1300. Pflichtspiel-Tor für den HSV.

-      Hans Lindberg traf mit seinem ebenfalls zweiten Tor zum 6:4 (9.) zum 850. Mal in der TOYOTA HBL.

-      Auch Igor Voris zweites Tor zum 22:14 (35.) war ein Jubiläum, nämlich sein 250. Bundesliga-Treffer im HSV-Trikot.Die U23 des HSV Handball, die ohne ihren Kapitän Florian Meier zum Derby beim THW Kiel II antrat, gewann ebenfalls deutlich mit 38:24 (20:12).

Tabelle

2 Flensburg-H. 53 : 11 +139
3 Berlin 48 : 14 +122
4 Hamburg 47 : 17 +108
5 R-N Löwen 44 : 20 +83
6 Magdeburg 39 : 27 +48

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