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23.04.11 Deutlicher Hinspiel-Sieg im Viertelfinale

38:24 (20:15)-Erfolg über Chekhovskie Medvedi

Der erste Schritt in Richtung EHF Final4 in Köln ist getan. Die erste von zwei Viertelfinal­begegnungen in der VELUX EHF Champions League mit Chekhovskie Medvedi gewinnt der HSV Handball deutlich mit 38:24 (20:15). Damit hat sich das Team von Trainer Martin Schwalb mit 14 Toren Vorsprung für das Rückspiel in Moskau eine gute Ausgangsposition erarbeitet und kann in einer Woche in Moskau seine erste EHF Final4-Teilnahme perfekt machen. Vor 5.943 Zuschauern in der O2 World Hamburg kamen die HSV-Handballer gut in die Partie. Vor allem über das schnelle Spiel nach vorn konnten die Hamburger sich bereits im ersten Durchgang einen Vorsprung erkämpfen. Kombiniert mit einer starken Defensive, die den Gästen kaum Spielraum ließ, gelang am Ende der deutliche Sieg. Zum besten Werfer der Partie wurde Krzysztof Lijewski mit sieben Toren.

Viel Tempo nach vorn sichert die Halbzeitführung

Ohne Marcin Lijewski (Knieprobleme), aber mit viel Elan startete der HSV Handball vor 5.943 Fans in der O2 World Hamburg in das Viertelfinale der Handball-Königsklasse. Johannes Bitter im Tor der Hamburger lieferte zu Beginn zwei reflexartige Fußparaden, in der Offensive waren es die schnellen Aktionen, welche die stabile Abwehr der Gäste auseinander zogen. Blazenko Lackovic gelang in der ersten Welle das 1:0 (1. Minute). Diese anfängliche HSV-Führung baute Stefan Schröder zehn Minuten später durch zwei Tempogegenstöße zum 6:3 aus. Auch Hans Lindberg, der durch eine leichte Gehirnerschütterung gehandicapt nur zu Siebenmetern aufs Feld kam, hatte mit dem 9:5 nach 13 Minuten sowie dem 12:7 nach 17 Minuten seinen Anteil. Mit zunehmender Spielzeit wurde die HSV-Deckung immer sicherer und nahm Chekhovskie Medvedi einige Bälle ab. Die Gäste hingegen mussten aufgrund ihrer robusten Spielweise ein ums andere Mal in Unterzahl agieren. Der HSV nutzte diese Gelegenheiten und legte in Person von Krzysztof Lijewski und Bertrand Gille weiter vor: Über 14:8 (20.) hieß es somit schnell 18:10 (24.). Den 20. HSV-Treffer markierte Domagoj Duvnjak mit dem 20:13 (29.). Zur Pause stand ein 20:15 zu Buche, bester Werfer des ersten Durchgangs war Krzysztof Lijewski mit fünf Toren.

Starke HSV-Defensive lässt Gästen kaum Spielraum

In der zweiten Hälfte bot Chekhovskie Medvedi eine offensivere Abwehr auf, die der HSV weiterhin mit schnellen Ballstafetten auseinander zu ziehen versuchte. Vorerst blieb es jedoch beim bestehenden Fünf-Tore-Vorsprung (22:17, 34.). Diese Führung verteidigte auch Per Sandström mit zwei abgewehrten Siebenmetern, so dass die Hausherren in der Folge erneut auf 26:18 erhöhen konnten (42.). Die Zuschauer in der O2 World Hamburg sahen weiterhin eine rasante Partie, in der sich die Abwehr des HSV weiter hellwach zeigte und dem Gegner wenig Raum bot. Bis zur 50. Minute erzielten die Gäste lediglich vier weitere Treffer (29:21). Auf der anderen Seite sorgte nun Pascal Hens mit viel Dynamik für schnelle Treffer, unter anderem das 30:23 (53.) sowie die erste Zehn-Tore-Führung für sein Team (33:23, 55.). In der Schlussphase legte der HSV dann noch eine Schippe drauf: Mit viel Tempo sicherten die Gastgeber nicht nur den Hinspiel-Erfolg im Viertelfinale der VELUX EHF Champions League, sondern gleichzeitig einen 14-Tore-Vorsprung für die Begegnung in einer Woche in Moskau. Durch das 38:24 vor dem Rückspiel haben die Hamburger beste Chancen, das EHF Final4 in Köln zu erreichen. Erfolgreichster Schütze des Spiels in Hamburg war Krzysztof Lijewski mit sieben Toren.

HSV Handball: Bitter (5 Paraden, 1.-36.); Sandström (9/3 P., 36.-60.);
K. Lijewski 7, Hens 6, Schröder 5, Lindberg 5/5, Vori 4, Duvnjak 3, Flohr 3, B. Gille 3, Lackovic 2, Jansen, G. Gille, Kraus n.e.

Chekhovskie Medvedi: Grams (10/1 P., 1.-60.); Budkov (für einen Siebenmeter eingewechselt);
Filippov 4/2, Chernoivanov 3, Harbok 3, Ivanov 3, Kovalev 2, Chipurin 2, Shelmenko 2, Aslanyan 1/1, Rastvortsev 1, Shishkarev 1, Dibirov 1, Starykh 1, Zotov n.e., Skopintsev n.e.,

Siebenmeter: 5/6 – 3/6 (Lindberg scheitert an Grams – Sandström hält doppelt gegen Filippov und einmal gegen Aslanyan)

Zeitstrafen: 4 – 5 (Jansen 2x, Vori, Duvnjak – Rastvortsev, Chernoivanov, Shelmenko, Harbok, Dibirov)

Schiedsrichter: Csaba Kékes / Pal Kékes (HUN)

Spielfilm: 1:0 (1.), 1:2 (4.), 2:2 (5.), 3:3 (8.), 7:3 (11.), 7:4 (12.), 8:5 (14.), 10:5 (15.), 10:6 (16.), 12:8 (19.), 15:8 (21.), 15:9 (21.), 17:9 (23.), 17:10 (23.), 18:11 (25.), 18:13 (27.), 20:13 (29.), 20:15 (30.) – 20:16 (31.), 21:16 (32.), 21:17 (33.), 22:17 (34.), 22:18 (34.), 26:18 (42.), 26:19 (44.), 27:19 (45.), 27:20 (46.), 29:20 (49.), 29:22 (51.), 30:22 (52.), 30:23 (53.), 36:23 (59.), 36:24 (59.), 38:24 (60.)

Stimmen zum Spiel:

Martin Schwalb (Trainer HSV Handball): „Das war natürlich nur die erste Halbzeit, das muss hier jeder wissen. Wir haben in Russland noch ein sehr schweres Spiel vor uns. Das Ergebnis täuscht auch ein wenig über den Spielverlauf hinweg. Gerade in den ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit hatte Medvedi seine Chancen. Deshalb sollten wir uns von dem Ergebnis nicht blenden lassen: Es ist eine K.O.-Runde und Medvedi wird sicher noch einmal alles in die Waagschale werfen. Wir werden aber mit Engagement und Ehrgeiz antreten, weil wir natürlich gern in Köln dabei sein wollen.“

Vladimir Kushnir (Co-Trainer Chekhovskie Medvedi): „Das ist natürlich ein sehr schlechtes Resultat für uns, aber der HSV hat auch sehr gut gespielt. Uns ist heute kein konkretes Mittel gegen diese Spitzenmannschaft eingefallen. Wir haben in dieser Saison schon gegen mehrere starke Gegner gespielt. Das heute war aber die schwerste Aufgabe.“

Krzysztof Lijewski (Rückraumspieler HSV Handball): „Ich freue mich, dass ich heute viel Zeit auf dem Feld hatte. Ich hoffe aber natürlich auch, dass Marcin bald wieder dabei ist. Es ist sehr gut für uns gelaufen, einer stand für den anderen ein und wir haben eine gute Mannschaftsleistung gezeigt.“

Siarhei Harbok (Rückraumspieler Chekhovskie Medvedi): „Die ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit waren entscheidend. Wir haben drei Siebenmeter verschossen und zu viele Fehler gemacht. Hamburg hat aber auch stark gespielt.“

Tabelle

2 Flensburg-H. 53 : 11 +139
3 Berlin 48 : 14 +122
4 Hamburg 47 : 17 +108
5 R-N Löwen 44 : 20 +83
6 Magdeburg 39 : 27 +48

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