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11.12.10 Deutlicher Sieg gegen 'die Eulen'

HSV mit 39:25 (17:7)-Sieg gegen TSG Lu.-Friesenheim
Am 15. Spieltag der TOYOTA Handball-Bundesliga setzt sich der HSV Handball deutlich mit 39:25 (17:7) gegen die TSG Ludwigshafen-Friesenheim durch. Damit verteidigen die Hamburger ihre Tabellenführung ein weiteres Mal und verbuchen kurz vor Ablauf der Hinrunde weiterhin erst zwei Minuspunkte. Vor 10.307 Zuschauern in der O2 World Hamburg machten die Hamburger bereits im ersten Durchgang deutlich, wer Herr im Hause ist: Mit Tempo und gekonnten Eins-gegen-Eins-Aktionen verschaffte sich der HSV seine Torchancen und setzte sich bereits zur Halbzeitpause deutlich ab. Am Ende wurde Michael Kraus mit zehn Toren, davon drei Siebenmeter, zum besten Werfer des Spiels.
Hamburg von Beginn an dominant
Vor 10.307 Zuschauern in der O2 World Hamburg zeigte sich der HSV von Beginn an seiner Tabellenposition entsprechend dominant. Mit ihrer gewohnten 3-2-1-Defensiv-Variante gelang es den Hausherren immer wieder, die Angriffe der Friesenheimer zu unterbinden. In der Offensive trafen die Hamburger ihrerseits zunächst auf eine offensive Abwehr, welche der HSV indes zu nutzen wusste. Von Beginn an gingen die Gastgeber auf Tuchfühlung mit dem gegnerischen Abwehrblock und fand seine Lücken: In der Anfangsphase spielte vor allem Michael Kraus seine Eins-gegen-Eins-Stärke aus und erzielte die Treffer zum 4:2 (9. Minute) und 5:3 (12.). Durch konsequente Abwehrarbeit und einen routinierten Johannes Bitter zwischen den Pfosten eroberten sich die Hamburger oft frühzeitig den Ball und konterten sicher in der ersten oder zweiten Welle. Selbst in Unterzahl baute der HSV seine Führung auf ein zwischenzeitliches 10:5 (19.) durch Hans Lindberg aus. Im Positionsangriff hielten die Hamburger die gegnerische Deckung gut in Bewegung und brachten auf diese Weise überwiegend sowohl ihren Rückraum als auch Kreisläufer Bertrand Gille ins Spiel. Im Doppelpack traf der Franzose zum 14:6 (25.), bis zum Halbzeitpfiff setzten sich die Gastgeber weiter auf 17:7 (30.) ab. Bester Schütze im ersten Durchgang wurde Hans Lindberg mit vier Treffern, davon zwei von der Siebenmeterlinie.
HSV baut seinen Vorsprung in den Schlussminuten aus
Im zweiten Durchgang wechselte der Gastgeber auf vier Positionen durch. Engagiert auf dem Feld zeigten sich nun Blazenko Lackovic im Rückraum, Kreisläufer Igor Vori und Stefan Schröder auf Linksaußen. Per Sandström, der ebenfalls im ersten Durchgang auf der Bank saß, stand nun zwischen den Pfosten. Den ersten großen Applaus erntete jedoch Matthias Flohr, der nach einem weg gefischten Ball im Alleingang zum 20:10 (36.) traf und sich nur wenige Minuten später am Kreis zum 23:13 (39.) durchsetzte. Auch Blazenko Lackovic im Rückraum drehte nun auf: Beim 24:13 (41.) erhöhte der Kroate um einen, ein weiterhin explosiver Michael Kraus markierte den ersten Zwölf-Tore-Vorsprung (25:13, 42.). Ein weiteres Mal verteidigte diesen Stefan Schröder, der am schnellsten war und sich einen über das Feld rollenden Ball schnappte, um mit einem Dreher zum 28:16 (48.) abzuschließen. Die TSG fand jedoch zunehmend ihre Konstanz und ließ sich nicht wie im ersten Durchgang überrennen. Auf beiden Seiten fielen nun abwechselnd die Tore und der Spielstand pendelte sich über weite Strecken auf einen Zehn-Tore-Vorsprung ein (29:19, 52.; 30:20, 53.; 32:22; 55.). Bis zum Schlusspfiff jedoch legten die Hamburger noch einmal nach: Michael Kraus erzielte mit seinem zehnten Treffer den ersten 14-Tore-Vorsprung (36:22, 58.), den Stefan Schröder im Gegenstoß kurz vor dem Abpfiff noch einmal zum Endstand von 39:25 untermauerte. Bester Werfer der Partie wurde Michael Kraus, der neben sieben Feldtoren auch drei Siebenmeter verwandelte.
HSV Handball: Bitter (10 Paraden, 1.-30.); Sandström (11 P., 30.-60.);
Kraus 10/3, Vori 6, Lackovic 4, Lindberg 4/2, B. Gille 3, Hens 3, Schröder 2, Flohr 2, M. Lijewski 2, Duvnjak 1, Jansen 1, G. Gille 1, K. Lijewski n.e.
TSG Lu.-Friesenheim: Klier (5 P., 1.-41.); Pfeiffer (1 P., 41.-60.);
Ancsin 5, Grimm 3/2, Kogut 3, Matschke 3, Becker 3, Dissinger 3, Dietrich 2, Hauk 2, Ruß 1, Gaubatz, Klimek, Bonnkirch, Müller n.e.
Siebenmeter: 5/6 – 2/2 (Lindbergs Heber geht an die Latte)
Zeitstrafen: 1 – 1 (Flohr, G. Gille – Bonnkirch, Dietrich, Klimek)
Schiedsrichter: Ronny Dedens / Nico Geckert (Magdeburg)
Spielfilm: 1:0 (1.), 1:1 (2.), 3:1 (3.), 3:2 (7.), 4:2 (9.), 4:3 (10.), 5:3 (12.), 5:4 (12.), 8:4 (18.), 8:5 (19.), 10:5 (20.), 10:6 (21.), 16:6 (29.), 16:7 (29.), 17:7 (30.) – 17:9 (34.), 18:9 (35.), 18:10 (35.), 20:10 (36.), 20:11 (36.), 21:11 (37.), 22:12 (38.), 23:13 (39.), 25:13 (42.), 25:15 (44.), 26:16 (46.), 28:16 (48.), 28:18 (49.), 29:19 (51.), 30:20 (53.), 31:21 (54.), 32:22 (55.), 36:22 (58.), 36:23 (58.), 37:23 (59.), 37:24 (59.), 38:24 (59.), 38:25 (60.), 39:25 (60.)
Stimmen zum Spiel:
Martin Schwalb (Trainer HSV Handball): „Wir hatten am Anfang ein paar Probleme mit der Abwehr. Die 3-2-1-Deckung hat mir nicht so gut gefallen. Im Gegenstoß klappte es zwar gut, insgesamt haben wir aber auch einige Torchancen liegen gelassen. Dann hat sich die Mannschaft aber sehr stabil gezeigt und auch keinen Zweifel daran gelassen, wer der Sieger sein sollte, auch wenn Friesenheim nach der Pause mit mehr Selbstvertrauen gespielt hat. Wir können mit dem Ergebnis gut leben, auch wenn nicht alles so glänzt, wie es das Ergebnis vorgaukeln will.“
Thomas König (Trainer TSG Lu.-Friesenheim): „Glückwunsch an den HSV zu einem, auch in dieser Höhe verdienten Sieg. Wir konnten leider nur die erste Viertelstunde mithalten. Als Hamburg da eine Zeitstrafe hatte, haben wir es verpasst zu verkürzen. Stattdessen lagen wir auf einmal mit fünf hinten. Danach hat Hamburg noch einmal einen Gang nach oben geschaltet. Wir hätten gern länger dagegen gehalten, aber ohne einen erfahrenen Mann wie Evgeni Pevnov war das heute nicht möglich. Da hatten wir über 60 Minuten nicht genug entgegen zu setzen.“
Michael Kraus (Spielmacher HSV Handball): „Wir waren durch unseren Trainer sehr gut eingestellt, er hat uns gewarnt. Friesenheim hat nicht umsonst zuletzt den TVG geschlagen. Sie kamen mit viel Rückenwind, aber wir haben den Gegner nicht auf die leichte Schulter genommen. Dadurch haben wir dann auch in dieser Höhe verdient gewonnen.“
Blazenko Lackovic (Rückraumspieler HSV Handball): „Das war echt eine schöne Stimmung. Es ist toll zu sehen, dass uns auch heute so viele Leute unterstützen. Ich denke die Fans haben ein gutes Handball-Spiel gesehen. Für uns war es wichtig, dass wir so viele Tore gemacht haben, die zwei Punkte natürlich und vor allem, dass wir ohne Verletzte aus dem Spiel gekommen sind. Am Dienstag haben wir eine sehr schwere Aufgabe vor uns.“
Christian Fitzek (Sportlicher Leiter HSV Handball): „Mit dem Ergebnis können wir sehr gut leben. Wir sind auch sehr froh, dass wir Domagoj einsetzen konnten. Nach seinem Arbeitsversuch haben wir nur positive Rückmeldung aus der medizinischen Abteilung bekommen. Er kehrt also in die Mannschaft zurück.“
Notizen zum Spiel:
- Das Vorspiel entschied die B2-Jugend des HSV Handball gegen den Lauenburger SV mit 41:27 (22:12) für sich.
- Vor der Partie überreichte HSV-Schatzmeister Jens Lingthaler dem Rekordspieler des HSV Handball, Guillaume Gille, im gebührenden Rahmen eine Magnum-Flasche Champagner. Der HSV-Kapitän hatte in Gummersbach sein 350. Pflichtspiel für den HSV Handball absolviert.
- Neuzugang Michael Kraus wurde nach der Partie von den Fans nicht nur zum Spieler des Tages gewählt, der Rückraumspieler feierte zudem in der 36. Minute beim 19:10 auch sein 50. HBL-Tor im HSV-Trikot.
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