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09.03.08 EHF CL: 32:30 (20:14)-Erfolg gegen Flensburg

Das deutsch-deutsche Duell in der EHF Champions League-Gruppe 3 entscheidet der HSV Handball mit 32:30 (20:14) für sich. Gegen die Gäste von der SG Flensburg-Handewitt agierten die Hamburg von Beginn an hochmotiviert. Auch die Schwächung des Kaders durch mehrere verletzungsbedingte Ausfälle ließ der HSV sich nicht anmerken. Die 12.821 Zuschauer in der Color Line Arena sahen ein temporeiches Spiel, das die Gastgeber am Ende knapp für sich entscheiden konnten. Erfolgreichste Torschützen für die Hamburger waren Pascal Hens und Kyung-Shin Yoon mit jeweils sechs Treffern.
Galavorstellung des HSV in Halbzeit eins
In der ausverkauften Color Line Arena sahen 12.821 Zuschauer ein von Beginn an temporeiches Spiel. Der HSV Handball ging hochmotiviert in die Partie. Dass neben Oleg Velyky, der in der Color Line Arena anwesend war, und Stefan Schröder auch Kapitän Guillaume Gille fehlte, ließen sich die Hanseaten nicht anmerken. Der angeschlagene Torsten Jansen begann zwar die Partie, doch nach seinem ersten Torwurf musste der Linksaußen mit Verdacht auf einen Muskelfaserriss aus dem Spiel genommen werden. Die Flensburger legten zwei Tore vor, doch Pascal Hens und Heiko Grimm konnten den frühen Rückstand ausgleichen (2:2, 5. Minute). Bis zum 4:4 in der 9. Minute war die Partie ausgeglichen, doch dann schüttelte der HSV die Flensburger ab. Besonders stark präsentierten sich die Hamburger zwischen der 19. und der 22. Minute, als sie ihren Vorsprung von 10:9 auf 15:9 ausbauten. In der 20. Minute hatte Johannes Bitter Per Sandström im Tor des HSV ersetzt. Wenig später tauschten auch die Flensburger ihren Keeper. Für Dan Beutler nahm Dane Sijan den Platz zwischen den Pfosten ein. Nach dem 15:10 durch Anders Eggert per Siebenmeter (23.), erhöhte der HSV durch Bertrand Gille und Krzysztof Lijewski auf 17:10 (25.). Zwei Tore durch Torge Johannsen verkürzten den Spielstand zwischenzeitlich auf 19:13 (29.). Am Ende ging der HSV mit einer deutlichen Sechs-Tore-Führung in die Kabine. Erfolgreichster Torschütze in Halbzeit eins war für den HSV Pascal Hens mit vier Toren.
Das Halbfinale vor Augen
Zu Beginn des zweiten Durchgangs erzielten die Flensburger drei Tore, bevor dem HSV durch Pascal Hens der erste Treffer in der zweiten Spielhälfte gelang (21:17, 34.). Die Flensburger kämpften sich immer näher heran und verkürzten den Rückstand bis zur 48. Minute auf ein Tor (25:24). Eine Reihe von Strafzeiten, die die ukrainischen Schiedsrichter Valentyn Vakula und Aleksandr Ljuoduvik Mitte der zweiten Halbzeit gegen beide Teams aussprachen, unterbrach den Spielfluss. Flensburgs Michael Knudsen sah nach seiner dritten Zeitstrafe die Rote Karte (49.). In der Folge kämpfte sich der HSV zurück ins Spiel und baute die Führung erneut aus. Auch den Ausfall von Matthias Flohr, der mit einer Knieverletzung aus dem Spiel musste, kompensierten die Hamburger. Kyung-Shin Yoon erzielte in der 54. Minute das 30:26. Zwar verkürzten die Gäste den Rückstand erneut auf zwei Tore (28:30, 56.), doch Per Sandström, der Johannes Bitter im Hamburger Kasten wieder abgelöst hatte, sorgte mit insgesamt fünf Paraden dafür, dass die Partie nicht wieder spannend wurde. Den Zwei-Tore-Vorsprung hielt der HSV und feierte am Ende einen verdienten 32:30-Sieg. Am 15. März kommt es nun zu einem Endspiel um den Einzug in das Halbfinale der EHF Champions League. Der HSV kann sich im Auswärtsspiel bei Portland San Antonio die Teilnahme an der Runde der letzten Vier sichern.
HSV Hamburg: Sandström (5 Paraden, 1.-20., 49.-60.); Bitter (10 Paraden, 20.-49.);
Hens 6, Yoon 6/2, Lindberg 5/1, Souza 4, K. Lijewski 4, B. Gille 3, Grimm 3, Torgovanov 1, Flohr, Jansen, Schult n.e., Ursic n.e.,
SG Flensburg-Handewitt: Beutler (5 P, 1.-22.); Sijan (9 P., 22.– 60.);
M. Lijewski 8, Christiansen 6/2, Johannsen 5, Lackovic 3, Knudsen 3, Mogensen 2, Holmgeirsson 2, Eggert 1/1, Petersson, Nielsen, Jensen, Vranjes n.e.
Siebenmeter: 3/5 – 3/3 (Yoon und Lindberg scheitern an Sijan)
Strafminuten: 8 – 7 (Yoon 2x, Torgovanov 2x, B. Gille, Lindberg, Souza, Hens – Knudsen 3x, Lackovic 2x, Christiansen, Jensen)
Rote Karte: Knudsen (SG Flensburg-Handewitt, 49., dritte Zeitstrafe)
Spielfilm: 0:1 (2.), 0:2 (3.), 1:2 (4.), 3:2 (7.), 3:4 (9.), 5:4 (10.), 7:4 (12.), 8:5 (15.), 9:6 (17.), 9:8 (18.), 10:9 (19.), 12:9 (20.), 15:9 (22.), 15:10 (23.), 17:10 (25.), 17:11 (25.), 19:11 (26.), 19:13 (29.), 20:14 (30.) – 20:15 (32.), 20:17 (34.), 21:18 (37.), 24:18 (42.), 24:22 (46.), 25:22 (46.), 25:24 (48.), 27:24 (50.), 28:25 (51.), 29:25 (52.), 30:26 (54.), 30:28 (56.), 31:29 (57.), 32:30 (60.)
Hier gibt es die Bilder zum Spiel.
Stimmen zum Spiel:
Martin Schwalb (Trainer HSV Hamburg): „Das waren zwei für uns sehr wichtige Punkte. Wir hatten uns vorgenommen, mit der aggressiven 3:3-Abwehr den Spielfluss des Gegners zu stören und sind so auch zu schnellen Toren gekommen. In der zweiten Halbzeit war klar, dass es so nicht weitergehen würde. Eine Mannschaft wie Flensburg schlägt man nicht in 30 Minuten, da braucht man schon 60. Wir hatten in der zweiten Hälfte ein paar Minuten den Faden verloren, was eigentlich nicht passieren darf. Aber dann sind wir noch einmal zurück gekommen. Schade, dass wir heute noch nicht den Halbfinaleinzug feiern konnten. Für die Leistung hätten wir es verdient gehabt. In Portland wird es echt die Hölle. Wir werden alles geben, um ins Halbfinale zu kommen“
Heiko Grimm (Spieler HSV Hamburg): „Wir haben gezeigt, dass Handball Willenssache ist. Die erste Halbzeit war optimal. Das konnte man in der zweiten Hälfte nicht durchhalten. So mussten wir noch einmal Angst haben, das Spiel aus der Hand zu geben."
Johannes Bitter (Spieler HSV Hamburg): „Man braucht Phasen, wie in der ersten Hälfte, wo man wegziehen kann. In der zweiten Halbzeit haben wir dann ein bisschen den Faden verloren. Das war ärgerlich. Wir hätten sonst entspannter spielen können. Das Ergebnis klingt knapper als es war.“
Kent-Harry Andersson (Trainer SG Flensburg-Handewitt): „Wir haben einen ganz anderen HSV gesehen als vor einer Woche in Flensburg. Uns war vorher bewusst, dass es hier schwer werden würde. Die erste Halbzeit war nicht gut. Wir haben viel verworfen und zu vielen Gegenstößen eingeladen. In der zweiten Hälfte haben wir uns zurück gekämpft. Wir waren dran, als Michael Knudsen die Rote Karte sah. Das war entscheidend. Mit der zweiten Halbzeit bin ich zufrieden. Der HSV hat verdient gewonnen.“
Torge Johannsen (Spieler SG Flensburg-Handewitt): „Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit verloren. Sechs Tore sind im Handball nicht viel, aber gegen Hamburg sind es zu viele. Wir haben nicht aufgegeben. Das ist ein wichtiges Zeichen für die nächsten Spiele in der Bundesliga.“
Notizen zum Spiel:
- Nach dem Spiel wurde bekannt gegeben, dass Blazenko Lackovic von der SG Flensburg-Handewitt zum HSV Handball wechseln wird. Der kroatische Nationalspieler wird ab der Saison 2009/2010 für die Hamburger auflaufen.
- In der Halbzeitpause überreichten die Vorsitzenden der drei HSV Handball-Fan Clubs Störtebeker, Blau-Weiß und DeepBlue Generation Oleg Velyky ein Transparent mit hunderten Grüßen und Genesungswünschen, die vor Anpfiff der Partie unter den Zuschauern gesammelt worden waren.
- Pascal Hens erzielte mit dem 18:11 in der 23. Minute sein 50. Champions League-Tor.
- Arena-Sprecher Marek Erhardt, der vertretungsweise für Oldie95-Arena-Sprecher Marco Heinsohn seinen vorläufig letzten Einsatz beim HSV Handball hatte, feierte im zweiten Spiel seinen zweiten Sieg.
- Portland San Antonio empfängt am Sonntag, 9. März, um 18.00 Uhr HC Croatia Zagreb zur zweiten Partie des fünften Spieltags in der Gruppe 3 der EHF Champions League- Hauptrunde.
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