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15.10.08 EHF CL: 38:22-Kantersieg in Belgrad

 

Der HSV Handball gewinnt sein EHF Champions League-Match bei Roter Stern Belgrad klar mit 38:22 (17:12). Beim serbischen Meister präsentierten sich die Hamburger von Beginn an engagiert und konzentriert. Bereits zur Pause führte das Team von Trainer Martin Schwalb mit fünf Toren. Nach dem Seitenwechsel knüpfte der HSV an seine Leistung der ersten 30 Minuten an und feierte schließlich einen deutlichen Sieg. Mit neun Toren war Hans Lindberg der erfolgreichste Werfer der Gäste, drei Treffer erzielte der Däne von der Starfwurflinie. Mit dem dritten doppelten Punktgewinn bleiben die Hamburger in der Gruppe D der EHF CL souverän auf dem ersten Tabellenplatz.

Sechs Lindberg-Tore in Halbzeit eins

Mit Spielfreude und schwungvoll startete der HSV Handball in die EHF Champions League-Partie bei Roter Stern Belgrad. Vor 1.800 Zuschauern im Sportski Centar ‚Vozdovac‘ ging die Mannschaft von Trainer Martin Schwalb schnell in Führung. Binnen drei Minuten sorgten Guillaume Gille, Torsten Jansen und Hans Lindberg für das 3:0. Auch im Anschluss spielten die Hamburger konzentriert und nutzten ihre Torchancen. Zwar verkürzten die Serben zwischenzeitlich auf 3:5 (7. Minute), doch die Gäste erzielten wiederum drei Treffer in Folge und sicherten sich so einen 8:3-Vorsprung (11.). Die Belgrader erlaubten sich zahlreiche Ballverluste und begünstigten so das Spiel des HSV, der seinen Vorsprung über 10:6 (16.) auf sechs Tore (15:9, 24.) ausbaute. Mit der deutlichen Führung im Rücken wechselte Martin Schwalb seine Spieler früh durch. Besonders über die Außenbahnen nutzten die Hamburger ihre Chancen konsequent. Matthias Flohr sorgte mit seinem Treffer in den letzten Sekunden der ersten Hälfte für den 17:12-Halbzeitstand zugunsten der Hamburger. Johannes Bitter im HSV-Tor brillierte während der ersten 30 Minuten mit elf Paraden. Hans Lindberg war mit sechs Treffern erfolgreichster Torschütze in der ersten Hälfte, darunter drei Siebenmeter. 

Torfestival für den HSV

Im zweiten Spielabschnitt machte der HSV Handball dort weiter, wo die Mannschaft im ersten aufgehört hatte. Die Hamburger setzten sich durch Treffer von Hans Lindberg und Heiko Grimm auf 19:13 ab (34.). Per Sandström, der Johannes Bitter im HSV-Tor ablöste, zeigte beim ersten Belgrader Angriff gleich seine erste Parade. Insgesamt parierte der Schwede sechs Bälle. Die Gastgeber zeigten in der Defensive nun kaum noch Gegenwehr und ließen den HSV immer wieder zu schnellen Toren kommen. In der 42. Minute erzielte Hans Lindberg mit dem 25:15 die erstmalige Zehn-Tore-Führung der Hamburger. Nach drei Belgrader Toren in Folge (19:27, 47.) stellte Jan Schult in der 50. Minute diesen Abstand  mit dem 29:19 wieder her. Seinem ersten Tor ließ der Youngster drei weitere folgen. Nachdem auch Dimitri Torgovanov traf (31:20, 52.), hatten sich alle Hamburger Feldspieler in die Torschützenliste eingetragen. Mit seinem dritten Treffer in der 60. Minute stellte der russische Kreisläufer für den HSV den 38:22-Endstand her. Mit neun Toren, darunter drei Siebenmetern, war  Hans Lindberg erfolgreichster Werfer der Partie. Die Hamburger bleiben mit dem dritten Sieg im dritten Spiel nach Abschluss der Hinrunde in der ersten EHF CL-Gruppenphase souveräner Tabellenführer in der Gruppe D.

Hier gibt es die Bilder vom Spiel.

Roter Stern Belgrad: Perisic (4 Paraden, 1.–24., 31.-42.); Ljubisic (6/1 P., 24.-30., 42.-60.)
Perovic 5, Pavlov 4/3, Scepanovic 4, Tomic 2, Milasevic 2, Pralica 2, Nenadic 1, Vukas 1, Kurbalija 1, Mihailovic, Rasic

HSV Hamburg: Bitter (11 P., 1.-30.); Sandström (6 P., 31.-60.);
Lindberg 9/3, Flohr 5/2, Jansen 4, Schult 4, Grundsten 3, M. Lijewski 3, Torgovanov 3, B. Gille 2, Grimm 2, G.Gille 1, Lackovic 1, K. Lijewski 1

Siebenmeter:  3/3 – 5/6 (Lindberg scheitert an Ljubisic)

Strafminuten:  0 – 3  (Grundsten, M. Lijewski, Flohr)

Spielfilm: 0:1 (1.), 0:3 (3.), 2:3 (6.), 2:5 (7.), 3:5 (7.), 3:8 (12.), 4:9 (13.), 6:9 (16.), 6:10 (16.), 7:11 (18.), 7:13 (20.), 9:13 (23.), 9:15 (24.), 11:15 (26.), 11:16 (29.), 12:17 (30.) - 12:18 (32.), 12:20 (36.), 14:20 (37.), 14:23 (39.), 15:23 (40.), 15:26 (42.), 16:27 (45.), 19:27 (47.), 19:29 (50.), 20:30 (51.), 20:35 (57.), 21:35 (57.), 21:37 (58.), 22:38 (60.)

Stimmen zum Spiel:

Martin Schwalb (Trainer HSV Hamburg): „Wir haben es geschafft, die Konzentration lange hoch zu halten und ständig in Führung zu sein. Es war wichtig, weil wir auswechseln mussten – das nicht, weil wir ein Sozialstaat sind, sondern weil wir viele angeschlagene Spieler haben. Diejenigen, die reinkamen, sind in die Bresche gesprungen und haben ihre Aufgabe sehr gut erfüllt.“

Igor Butulija (Trainer Roter Stern Belgrad): „Körperlich und taktisch sind wir noch nicht soweit, mit dem HSV mithalten zu können, aber wir konnten heute viel lernen. Wir freuen uns auf das Rückspiel, auch wenn es da für uns vermutlich Nichts zu holen gibt.”

Notizen zum Spiel:

  • Hans Lindbergs Treffer zum 11:7 in der 18. Minute war das 300. Pflichtspieltor des Dänen für den HSV Handball.
  • Der Rechtsaußen verwandelte zudem seinen 100. Siebenmeter für die Hamburger zum zwischenzeitlichen 8:3 (11. Minute).
  • Jan Schult feierte in der 51. Minute mit dem Tor zum 30:20 seinen 50. Pflichtspieltreffer für den HSV.

Tabelle

2 Flensburg-H. 53 : 11 +139
3 Berlin 48 : 14 +122
4 Hamburg 47 : 17 +108
5 R-N Löwen 44 : 20 +83
6 Magdeburg 39 : 27 +48

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