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25.03.09 EHF CL: Auswärtssieg in Flensburg

Der HSV Handball hat sich im Viertelfinale der EHF Champions League durch einen Auswärtssieg bei der SG Flensburg-Handewitt eine gute Ausgangslage für das Rückspiel in neun Tagen verschafft. Vor 5.878 Fans in der Campushalle gewann die Mannschaft von Trainer Martin Schwalb nach 60 umkämpften Minuten mit 28:25 (14:12) und hat nun im Heimspiel, am Freitag, 3. April, um 19.00 Uhr in der Hamburger Color Line Arena, gute Chancen auf den Einzug ins Halbfinale. Bester Werfer des Hinspiels war der Flensburger Oscar Carlen mit sieben Treffern. Zum HSV-Sieg steuerten Hans Lindberg, Marcin Lijewski und Bertrand Gille jeweils fünf Tore bei.
Marcin und Krzysztof Lijewski kehren in HSV-Rückraum zurück
Nach einem letzten Härtetest vor dem Anpfiff musste HSV-Kapitän Guillaume Gille aufgrund seines noch nicht vollständig auskurierten Muskelfaserrisses auf einen Einsatz im Nordderby bei der SG Flensburg-Handewitt verzichten. Die Brüder Marcin und Krzysztof Lijewski hingegen kehrten in den rechten Rückraum ihres Teams zurück. 5.878 Zuschauer in der Flensburger Campushalle sahen eine konzentrierte Anfangsphase, in der vor allem der HSV Handball von der ersten Minute an eine stabile Defensive stellte. Nach dem 2:1 durch Arne Niemeyer (3. Minute) sollte den Gastgebern sechs Minuten lang kein Tor gelingen. So ging der HSV Handball mit 5:1 in Führung (9.), die Gäste mussten jedoch nach Ballverlusten in der Offensive in der 12. Minute bereits den 4:5-Anschlusstreffer der Flensburger hinnehmen. Die Hamburger Antwort war ein konzentrierteres Vorgehen im Angriff und eine eigene Drei-Tore-Serie. An alter Wirkungsstätte brachten so Marcin Lijewski und Blazenko Lackovic ihr Team wieder mit vier Treffern in Front (8:4, 15.). Die SG schien in dieser Phase kein Rezept gegen die Hamburger Deckung zu finden, profitierte in der Folge jedoch doppelt von Überzahl-Situationen. Von 7:12 (24.) verkürzten die Flensburger zunächst auf 9:12 (25.), als Bertrand Gille auf der Strafbank saß. In der Schlussminute erzielte Oscar Carlen zudem das 12:14, als der HSV ohne Pascal Hens auskommen musste.
Hamburger sichert sich in umkämpfter zweiter Hälfte den Sieg
In der zweiten Hälfte ließ das erste Tor erst zweieinhalb Minuten auf sich warten. Krzysztof Lijewski gelang das 15:12 (33.). Hans Lindberg verpasste es jedoch in der Folge, die HSV-Führung erneut weiter auszubauen: Der Däne scheiterte mit einem Siebenmeter an Dan Beutler (37.). Die Torhüter auf beiden Seiten waren es nun, die immer mehr in den Mittelpunkt des Geschehens rückten. Zunächst gelangen SG-Keeper Dan Beutler gegen die Würfe des HSV-Rückraums weitere Paraden, die seine Vorderleute erst zum Ausgleich nutzten (16:16, 40.). Torge Johannsen markierte zudem mit dem 17:16 die erste SG-Führung im Spielverlauf (41.). Diese hatte fünf Minuten lang Bestand, ehe Johannes Bitter im HSV-Tor seine Klasse wiederholt unter Beweis stellte. Der Hamburger Keeper wehrte nun Wurf um Wurf der Flensburger Schützen ab und war so der Garant dafür, dass sein Team die Führung wieder erlangte (20:19, 47.). In einer umkämpften zweiten Halbzeit erhöhte Blazenko Lackovic direkt auf 21:19 (49.), und diesen Zwei-Tore-Vorsprung hielten die Gäste bis in die Schlussphase. Nach weiteren Paraden von Johannes Bitter gelang Marcin Lijewski zunächst das 26:23 (56.), Bertrand Gille erhöhte drei Minuten später auf 28:24. Neben Hans Lindberg waren der polnische Rückraumakteur und der französische Kreisläufer mit fünf Toren die besten Werfer im Team des HSV, Johannes Bitter feierte 17 Paraden. Den Schlusspunkt setzte indes Flensburgs Oscar Carlen mit dem 25:28-Endstand. Der Sohn von SG-Trainer Per Carlen war am Ende mit sieben Treffern auch der erfolgreichste Schütze der ersten Viertelfinal-Partie. Das Rückspiel findet am Freitag, 3. April, um 19.00 Uhr in der Hamburger Color Line Arena statt.
SG Flensburg-Handewitt: Beutler (13/1 Paraden, 1.-60.); Meyer n.e.;
Carlen 7, Mogensen 5, Boesen 4/2, Knudsen 3, Svan Hansen 2, Christiansen 2, T. Johannsen 1, Heinl 1, Schneider, Molsen n.e.,
HSV Hamburg: Bitter (17/1 P., 1.-60.); Sandström n.e.;
Lindberg 5/2, B. Gille 5, M. Lijewski 5, Lackovic 4, Jansen 3/1, K. Lijewski 2, Niemeyer 2, Hens 1, Torgovanov 1, Flohr, Grimm n.e., Grundsten n.e.
Siebenmeter: 2/3 – 3/5 (Bitter pariert gegen Christiansen – Lindberg wirft über das Tor und scheitert an Beutler)
Zeitstrafen: 7 – 6 (Mogensen 2x, Heinl 2x, Carlen 2x, Knudsen – Torgovanov 2x, Hens 2x, B. Gille, K. Lijewski)
Schiedsrichter: Gregorio Muro San Jose / Alfonso Rodriguez Murcia (Spanien)
Spielfilm: 0:1 (2.), 1:1 (2.), 1:2 (3.), 1:5 (9.), 4:5 (12.), 4:8 (15.), 5:8 (16.), 6:9 (18.), 6:11 (20.), 7:12 (24.), 9:12 (25.), 11:14 (30.), 12:14 (30.) – 12:15 (33.), 13:16 (37.), 17:16 (41.), 18:17 (43.), 18:19 (46.), 19:20 (47.), 19:21 (49.), 23:25 (55.), 23:26 (56.), 25:28 (60.)
Stimmen zum Spiel:
Martin Schwalb (Trainer HSV Hamburg): „Ich kann erst eine Halbzeit-Analyse zu diesem Viertelfinale abgeben, wir haben noch ein wichtiges Spiel zuhause und drei Tore sind im Handball gar nichts. In der Abwehr haben wir sehr gut gestanden, mit einem top aufgelegten Jogi Bitter dahinter. Im Angriff war unser Spiel nicht so gut, ich habe zu viel Stand-Handball gesehen. Das muss schleunigst besser werden.“
Per Carlén (Trainer SG Flensburg-Handewitt): „Wir haben nicht schlecht gespielt, aber mit nur vier Rückraumspielern war es schwer gegen eine der besten Mannschaften in Europa. Unsere Abwehr war OK, das Problem lag im Angriff. Das muss im Rückspiel viel besser klappen.“
Arne Niemeyer (Rückraumspieler HSV Hamburg): „Das war heute ein nicht so hochklassiges Spiel, das in der Abwehr und durch die Torhüter entschieden wurde. In der zweiten Halbzeit hätte die Partie auch noch kippen können, wir sind froh über den Sieg.”
Dan Beutler (Torhüter SG Flensburg-Handewitt): „Wir haben super gekämpft, leider fehlen uns im Moment ein wenig die Alternativen. Es sind noch 60 Minuten in Hamburg zu spielen – da ist noch alles drin.“
Notizen zum Spiel:
- 250 mitgereiste HSV-Fans machten in der Campushalle mächtig Stimmung.
- Bertrand Gille erzielte mit dem 16:13 (37.) seinen 1100. Pflichtspieltreffer für den HSV Handball.
- Hans Lindberg markierte nach 18 Minuten sein 450. HSV-Tor zum Stand von 10:6.
- Dem dänischen Rechtsaußen gelang mit dem 13:9 ebenfalls sein 50. Champions League-Treffer der laufenden Saison.
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