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04.03.09 EHF CL: Das Viertelfinale ist erreicht!

Mit einem Heimsieg gegen Chehovskie Medvedi sichert sich der HSV Handball zum Abschluss der EHF CL-Hauptrunde den Gruppensieg in der Gruppe 1. Gegen den russischen Meister gewann das Team von Trainer Martin Schwalb vor 6.155 Zuschauern in der Color Line Arena 32:31 (16:15). Hans Lindberg warf dabei acht Tore und war somit der erfolgreichste Schütze der Partie. Durch den Gruppensieg verschaffte sich der HSV Handball eine gute Ausgangslage für das Viertelfinale. Die Auslosung findet am kommenden Montag, 9. März, um 18.30 Uhr in Wien statt.

Führungswechsel in Halbzeit eins

Vor 6.155 Zuschauern in der Color Line Arena fand der HSV Handball gut in die Partie. Per Sandström eröffnete das Spiel mit zwei Paraden. Da aber auch seine Vorderleute nicht trafen, gingen die Gäste zuerst in Führung. Nach 1:0 (3. Minute) und 4:2 (6.) lag Chehovskie Medvedi in der 8. Minute mit 6:4 vorn. Dann trafen jedoch die Außen des HSV, Hans Lindberg und Torsten Jansen, doppelt zum Ausgleich (6:6, 10.). Pascal Hens gelang es zwei Minuten später, den HSV Handball erstmals in Führung zu bringen (8:7). Die Gäste stellten daraufhin ihre Abwehr um und gingen aggressiver zu Werke. Bis zum 11:10 konnten die Hamburger ihren Vorsprung jedoch halten (17.). Dann drehte Timur Dibirov das Ergebnis im Alleingang auf 13:11 zu Gunsten der Gäste (22.). Im Team des HSV ordnete nun Dimitri Torgovanov die Abwehr gegen seine russischen Landsleute, dahinter stand ein sehr gut aufgelegter Per Sandström, dem bis zur Pause acht Paraden gelangen. So konnten die Gastgeber wiederum ihrerseits die Führung übernehmen (14:13, 26.). Bis zum Halbzeitpfiff durch die isländischen Unparteiischen Hlynur Leifsson und Anton Palsson sollte sich an diesem Vorsprung nichts mehr ändern. Allerdings ging der HSV Handball mit der Hypothek einer Zwei-Minuten-Strafe gegen Torsten Jansen in die Pause.

Knapper Sieg sichert Gruppensieg

Trotz der Unterzahl baute der HSV den Vorsprung zu Beginn des zweiten Durchgangs zunächst auf 17:15 aus (31.). In der Folge trafen Torsten Jansen, nach seiner Rückkehr von der Strafbank, und Blazenko Lackovic schnell zur ersten Vier-Tore-Führung von 19:15 (33.). Per Sandström hielt das HSV-Tor weiter dicht, sodass Dimitry Kovalev erst in der vierten Minute der zweiten Halbzeit der Treffer zum 16:19 gelang. Anschließend kamen die Gäste jedoch schnell auf 18:19 heran (37.). Bis zum  Stand von 22:21 setzte sich das enge Spiel fort (42.). In dieser Phase mussten Mikhail Chipurin und direkt danach Egor Evdokimov auf die Strafbank. In doppelter Überzahl erhöhten Hans Lindberg und Pascal Hens den Vorsprung wieder auf 25:21 (45.). Doch auch diesen Rückstand holte Chehovskie Medvedi über 25:27 (49.) bis zum Anschlusstreffer zum 26:27 (50.) wieder auf. Die Schlussphase blieb spannend, keine der Mannschaften konnte sich erneut absetzen. In der vorletzten Spielminute traf Alexey Chipurin zum 31:32. Nach einem Fehlwurf von Hans Lindberg kamen die Gäste noch einmal in Ballbesitz. Doch Johannes Bitter, der Per Sandström nach 51 Minuten im Tor abgelöst hatte, sicherte mit seiner Parade gegen Vitaly Ivanov den Sieg. Durch den neunten Erfolg im zehnten Spiel der EHF Champions League zieht der HSV Handball als Sieger der Gruppe 1 in das Viertelfinale ein.

HSV Hamburg: Sandström (13 Paraden, 1.-52.); Bitter (1 P., 52.-60.);
Lindberg 8/2, Lackovic 7, Hens 6, Jansen 5, B. Gille 3, G. Gille 2, Niemeyer 1, Flohr, Torgovanov, Schröder n.e., Grimm n.e., Grundsten n.e.

Chehovskie Medvedi: Grams (10 P., 1.-51.); Budko (2/1 P., 51.-60.);
Igropulo 7/2, Kamanin 7, Dibirov 5, Chipurin 3, V. Ivanov 3, Chernoivanov 2, Filippov 2, Kovalev 2, Evdokimov, Rastvortsev, Skopintsev n.e., R. Ivanov n.e.

Siebenmeter:  2/3 – 2/2 (Lindberg scheitert an Budko)

Zeitstrafen:  3 – 4  (Jansen, Lackovic, G. Gille – Igropulo, Kamanin, Chipurin, Evdokimov)

Schiedsrichter: Hlynur Leifsson / Anton Palsson (Island)

Spielfilm: 0:1 (3.), 2:3 (5.), 2:4 (6.), 4:6 (8.), 6:6 (10.), 8:8 (13.), 10:8 (14.), 11:9 (18.), 11:13 (22.), 13:13 (25.), 14:14 (27.), 16:14 (28.), 16:15 (29.), 16:15 (30.) – 17:15 (32.), 19:15 (33.), 19:18 (37.), 22:21 (42.), 25:21 (45.), 27:23 (48.), 27:26 (50.), 29:28 (54.), 32:31 (59.) , 32:31 (60.)

Stimmen zum Spiel:

Martin Schwalb (Trainer HSV Hamburg):  „Es war eine hart umkämpfte Partie, trotzdem hatten wir in der zweiten Halbzeit mehrfach die Chance davon zu ziehen. Das ist uns aber nicht gelungen, deshalb war es bis zum Schluss eine spannende und umkämpfte Partie. Kompliment an meine Mannschaft, die durch eine super Abwehrleistung das Spiel gewonnen hat. Im rechten Rückraum haben Blazenko und Arne das gut gelöst. Jetzt sind wir froh über das Viertelfinale – unter den letzten acht Mannschaften zu sein, ist eine tolle Leistung.

Dimitri Torgovanov (Kreisläufer HSV Hamburg): „Wir haben insgesamt ein gutes Spiel gemacht. Unsere Rechtshänder haben auf Halbrechts eine wirklich gute Leistung gebracht. Wir müssen aber weiter arbeiten, um das Spiel ohne die Lijewskis zu verbessern.“

Vladimir Maximov (Trainer Chehovskie Medvedi):  „Das war ein ausgeglichenes Spiel zwischen zwei gleichstarken Teams. Wir hatten auch unsere Chance auf den Sieg, aber wir haben in Hamburg einfach kein Glück.“

Alexander Chernoivanov (Kreisläufer Chehovskie Medvedi): „Wir haben unsere Chance nicht nutzen können, weil wir schlecht in der Abwehr standen. Deshalb haben wir hier heute verloren.“

Notizen zum Spiel:

  • Vor dem Spiel wurde Jan Schult offiziell verabschiedet. Der 22-Jährige wechselte zum Kooperationspartner des HSV Handball, dem VfL Bad Schwartau, und bekam als Abschiedsgeschenk von HSV-Präsident Andreas Rudolph ein Trikot mit allen Unterschriften der Teamkameraden überreicht. Zudem verabschiedete sich der Fan-Block U11 mit einem Lied von dem 22-Jährigen.
  • Portland San Antonio reicht nun bereits ein Punkt aus dem Auswärtsspiel beim FCK Handbold, um gemeinsam mit dem HSV Handball in das EHF CL-Viertelfinale einzuziehen. Die letzte Partie der Gruppe 1 wird am Sonnabend, 7. März, um 16.10 Uhr in Dänemark angepfiffen. Verlieren die Spanier in Kopenhagen, ist hingegen Chehovskie Medvedi eine Runde weiter.

Tabelle

2 Flensburg-H. 53 : 11 +139
3 Berlin 48 : 14 +122
4 Hamburg 47 : 17 +108
5 R-N Löwen 44 : 20 +83
6 Magdeburg 39 : 27 +48

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