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11.02.09 EHF CL: HSV-Auftaktsieg in der Hauptrunde
Stefan Schröder drehte gegen Portland mächtig aufHSV nach 34:23 (14:!3)-Erfolg gegen Portland San Antonio in der Champions League weiter ungeschlagen
In der EHF Champions League gewinnt der HSV Handball zum Auftakt der Hauptrunde 34:23 (14:13) gegen Portland San Antonio. Vor 6.881 Zuschauern in der Color Line Arena entwickelte sich zwischen dem Tabellenzweiten der Handball-Bundesliga und dem Vierten der spanischen Liga ASOBAL in der ersten Hälfte eine spannende Partie. Das Team von Trainer Martin Schwalb lag zur Pause knapp in Führung. In der zweiten Halbzeit gelang es den Gastgebern, das Ergebnis deutlich zu gestalten. Zum besten Werfer der Partie avancierte Stefan Schröder mit acht Toren. Mit diesem Erfolg bliebt der HSV Handball auch im siebten Spiel der laufenden EHF Champions League-Spielzeit weiter ungeschlagen. Die Hamburger haben nun 6:0 Punkte auf ihrem Hauptrunden-Konto.
Spannende erste Hälfte
6.881 Zuschauer feierten in der Hamburger Color Line Arena den ersten Auftritt des HSV Handball im Jahr 2009. Weltmeister und HSV-Kapitän Guillaume Gille führte sein Team gegen ersatzgeschwächte Gäste an. Dass Portland San Antonio mit Davor Dominikovic (Kreuzbandriss), Ivan Nikcevic (Achillessehnenriss) und Kristjan Kjelling (Muskelfaserriss) drei wichtige Spieler fehlten, ließ sich das Team aus Pamplona lange Zeit allerdings nicht anmerken. Zwar erzielte Torsten Jansen früh das 2:0 (2. Minute) und das 4:2 (7.), doch Portland blieb dran. Auf die zwischenzeitliche Drei-Tore-Führung des HSV (9:6, 17.), die höchste im Laufe der ersten Halbzeit, antworteten die Spanier mit der ersten eigenen Führung des Spiels: Josep Masachs erzielte nach 23 Minuten das 11:10 für Portland. Hamburgs Siebenmeter-Schützen Hans Lindberg und Torsten Jansen scheiterten in der ersten Hälfte dreimal am Pfosten oder am spanischen Schlussmann Danjel Saric. Bis zur Pause drehte das Team von Trainer Martin Schwalb das Ergebnis allerdings wieder zu eigenen Gunsten. Die Hamburger profitierten dabei auch von der doppelten Zwei-Minuten-Strafe von Portlands Claus Jakobsen, der zunächst Krzysztof Lijewski mit einem Griff an den Hals am Torwurf hinderte und gegen die Hinausstellung durch das ungarische Gespann Pál und Csaba Kékes anschließend protestierte (27.). In Überzahl erzielte Stefan Schröder zunächst das 13:11 (28.), ehe Pascal Hens für den HSV und Cristian Malmagro den 14:13-Halbzeitstand aus Hamburger Sicht besiegelten.
HSV mit starker Leistung zum deutlichen Sieg
Auch den zweiten Durchgang begann der HSV Handball in Überzahl. Vor allem Stefan Schröder nutzte diese Freiheiten, zunächst mit dem 15:13 (31.), das er als neuer Siebenmeter-Schütze des HSV erzielte. Wenig später sorgte der Rechtsaußen für die erste Vier-Tore-Führung seines Teams (18:14, 35.), die er selbst noch auf sechs Tore ausbauen konnte (20:14, 37.). Auch Per Sandström, der in der Pause Johannes Bitter im Hamburger Tor abgelöst hatte, gelang ein guter Einstand. Mit seinen Paraden ermöglichte der Schwede, dass seine Mannschaft sich weiter absetzen konnte: Nach 43 Minuten erzielte Bertrand Gille bereits das 26:16. HSV-Trainer Martin Schwalb gönnte nun auch Weltmeister Guillaume Gille eine Pause und delegierte Arne Niemeyer auf die Mittelposition im Hamburger Rückraum. In der 50. Minute erzielte der 27-Jährige das 29:18. Bei diesem Hamburger Vorsprung blieb es bis zum Schlusspfiff. Dass Portland-Keeper Saric schließlich auch den letzten Siebenmeter von Stefan Schröder, der am Ende zusammen mit Cristian Malmagro und acht Treffern bester Werfer war, parierte, fiel nun nicht mehr ins Gewicht. Der HSV Handball bleibt durch den Erfolg in der EHF Champions League-Saison 2008/2009 weiterhin ohne Punktverlust und führt die Gruppe 1 mit 6:0 Punkten an.
HSV Hamburg: Bitter (7 Paraden, 1.-30.); Sandström (9 P., 31.-60.);
Schröder 8/2, B. Gille 7, Hens 5, Jansen 4, Lackovic 2, K. Lijewski 2, Niemeyer 2, Flohr 1, G. Gille 1, M. Lijewski 1, Torgovanov 1, Lindberg, Grimm n.e., Grundsten n.e.
Portland San Antonio: Saric (12/3 P., 1.-60.); Svensson n.e.;
Malmagro 8, Masachs 3, Nikolic 3, Jakobsen 2, Vugrinec 2, Ruesga 1, Hernández 1, Crowley 1, Urdiales 1, Jörgensen, Mindeguia n.e.
Siebenmeter: 2/6 – 3/3 (Lindberg wirft an den Pfosten, Lindberg scheitert an Saric, Jansen verwirft gegen Saric, Schröder scheitert an Saric)
Zeitstrafen: 6 – 3 (B. Gille 2x, G. Gille, M. Lijewski, Hens – Jakobsen 2x, Masachs)
Schiedsrichter: Pál Kékes / Csaba Kékes (Ungarn)
Spielfilm: 1:0 (1.), 2:0 (2.), 2:2 (4.), 4:2 (7.), 4:4 (8.), 6:6 (13.), 9:6 (17.), 9:8 (19.), 10:9 (21.), 10:11 (24.), 13:11 (28.), 14:12 (29.), 14:13 (30.) – 16:13 (32.), 17:14 (34.), 20:14 (37.), 20:15 (38.), 22:15 (39.), 22:16 (40.), 26:16 (44.), 26:17 (45.), 28:17 (49.), 31:20 (53.), 32:20 (56.), 33:21 (56.), 34:21 (58.), 34:23 (60.)
Stimmen zum Spiel:
Martin Schwalb (Trainer HSV Hamburg): „Die erste Halbzeit war durchwachsen, da hatten wir Abstimmungsschwierigkeiten. In der zweiten Hälfte sind wir besser mit unserer eigenen 6:0-Deckung klar gekommen. Das hat mehr Begeisterung ins Team getragen, und wir konnten uns dann, auch durch einen überragenden Per Sandström im Tor, absetzen.“
Chechu Villaldea (Trainer Portland San Antonio): „Der Hauptunterschied zwischen der ersten und zweiten Halbzeit war, dass Hamburg physisch stärker war und mehr durch wechseln konnte. Wir hatten dagegen viele angeschlagene Spieler. Per Sandström hat aber auch einen sehr guten Job gemacht und seinem Team sehr geholfen.“
Josep Masachs (Rechtsaußen Portland San Antonio): „Hamburg war vor allem in der zweiten Hälfte besser, weil sie die stärkere Bank haben. Das war der Hauptunterschied zwischen beiden Teams heute.“
Stefan Schröder (Rechtsaußen HSV Hamburg): „ Die erste Halbzeit war nicht so gut, da standen wir in der Abwehr nicht so sicher. In den ersten fünf, sechs Minuten der zweiten Halbzeit konnten wir uns absetzen – dann fällt das Spiel immer leichter. Pelle Sandström hat unserer Abwehr mit seinen Paraden zusätzliche Sicherheit gegeben und mir einige Konter ermöglicht. Dadurch konnte ich heute diese gute Leistung bringen.“
Notizen zum Spiel:
- Vor dem Anpfiff ehrten Andreas Rudolph, Präsident des HSV Handball, und der Sportliche Leiter Christian Fitzek die WM-Fahrer beider Teams, allen voran HSV-Kapitän Guillaume Gille als frisch gebackenen Weltmeister. Außerdem erhielten auch Blazenko Lackovic als Silbermedaillengewinner sowie Krzysztof und Marcin Lijewski, die in Kroatien Bronze holten, Champagner und Blumen.
- Zu Beginn der Partie hielten die Mannschaften und Zuschauer in der Color Line Arena eine Schweigeminute für den rumänischen Nationalspieler Marian Cozma von MKB Veszprem ab, der am Wochenende Opfer einer tödlichen Messerattacke wurde.
- Manfred Kaltz, ehemaliger Fußball-Nationalspieler und Erfinder der Bananen-Flanke, war in der Color Line Arena ebenso zu Gast wie der aktuelle HSV-Spieler Bastian Reinhardt, Matthias Hain, Torhüter des FC St. Pauli, und Bob Lesley, Sportlicher Leiter der Hamburg Freezers.
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