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23.11.08 EHF CL: Klarer Sieg gegen Belgrad

Nicklas Grundsten erzielte gegen Belgrad fünf Treffer.

In der EHF Champions League bezwingt der HSV Handball zum Abschluss der ersten Gruppenphase Roter Stern Belgrad 36:27 (19:14). Das Team von Trainer Martin Schwalb, das bereits vor der Partie als Sieger der Gruppe D feststand, bestimmte vor 2.928 Zuschauern das Spielgeschehen über die gesamten 60 Minuten. Zum erfolgreichsten Werfer der Partie avancierte Hamburgs Hans Lindberg mit elf Treffern, davon drei per Siebenmeter. Mit diesem Erfolg schließt der HSV Handball die erste Gruppenphase ohne Punktverlust ab und bleibt seit seinem EHF CL-Debut im September 2007 auch im zehnten Königsklassen-Heimspiel in Folge ungeschlagen.

HSV im letzten Vorrundenspiel souverän

Zum Abschluss der ersten Gruppenphase spielte der HSV Handball als bereits feststehender Gruppensieger gegen den Tabellenvierten Roter Stern Belgrad. Vor 2.928 Zuschauern variierte HSV-Trainer Martin Schwalb in der Anfangsaufstellung: Matthias Flohr, Arne Niemeyer, Nicklas Grundsten und Torwart Per Sandström begannen gegen den serbischen Meister. Die Hamburger präsentierten sich von Beginn an konzentriert und gingen durch Blazenko Lackovic mit 1:0 in Führung (1. Minute). In der Folge entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel mit Vorteilen auf Seiten des HSV. Mit dem Treffer zum 10:8 durch Nicklas Grundsten (14.) begannen die Gastgeber, sich abzusetzen. Die höchste HSV-Führung während der ersten Hälfte erzielte Hans Lindberg in der 24. Minute mit seinem Treffer zum 17:10. Die Gäste kämpften sich jedoch heran und konnten bis zur Pause auf 14:19 verkürzen. Erfolgreichste Hamburger Torschützen in Halbzeit eins waren Kreisläufer Nicklas Grundsten und Rückraumspieler Blazenko Lackovic mit jeweils fünf verwandelten Würfen.

Lindberg elffacher Torschütze

Den zweiten Spielabschnitt begann der HSV in doppelter Unterzahl, da gegen Matthias Flohr und Blazenko Lackovic kurz vor dem Pausenpfiff Zeitstrafen durch die litauischen Schiedsrichter Andrius Grigalionis und Mindaugas Moncevicius verhängt worden waren. Trotz dieser Dezimierung blieb es bei der Fünf-Tore-Führung für den HSV. Die beiden Außen Hans Lindberg und Heiko Grimm sorgten mit ihren Treffern für den 21:16-Zwischenstand (33.). Mit Beginn der zweiten Hälfte stand auch Jan Schult im linken Rückraum auf dem Feld. Der Youngster erzielte mit dem 25:20 seinen ersten Treffer (41.). Am Ende standen bei Schult vier Treffer auf zu Buche. Die Hamburger brachten ihre Führung souverän über die Zeit: Über 27:22 (45.) bis zum 30:25 (52.) verlief das Spiel gleichförmig. Erst in den letzten Spielminuten zog der HSV durch Treffer von Jan Schult (54., 57.), Dimitri Torgovanov (53.) und Hans Lindberg auf 34:26 (57.) davon. Am Ende siegte der HSV Handball mit 36:27. Hamburgs dänischer Rechtsaußen Hans Lindberg avancierte mit elf Treffern zum erfolgreichsten Torschützen der Partie.  Die Hamburger bleiben mit dem Erfolg auch in ihrem insgesamt zehnten Champions League-Heimspiel ungeschlagen.

HSV Hamburg: Sandström (11/1 Paraden, 1.-42.); Bitter (3 P., 42.-60.);
Lindberg 11/3, Lackovic 5, Grundsten 5, Schult 4, K. Lijewski 3, Torgovanov 3, Niemeyer 2, Flohr 1, Grimm 1, G. Gille 1, Jansen n.e., Hens n.e.

Roter Stern Belgrad: Perisic (3 P., 1.-30.); Ljubisic (5/1 P., 31.-60.);
Milasevic 7/3, Nenadic 6, Perovic 4, Zelenovic 4, Pavlov 2, M. Rasic 1, Sladic 1, Kurbalija  1, Tomic 1, Cupic, Mihailovic, Pralica

Siebenmeter:  3/4 – 3/4 (Lindberg scheitert an Ljubisic – Sandström pariert gegen Pavlov)

Strafminuten:  2 – 1  (Flohr, Lackovic – Cupic)

Schiedsrichter: Andrius Grigalionis / Mindaugas Mocevicius (Litauen)

Spielfilm: 1:0 (1.), 2:1 (3.), 3:1 (4.), 5:3 (6.), 5:6 (9.), 6:7 (9.), 9:7 (12.), 10:8 (14.), 12:8 (17.), 14:10 (20.), 17:10 (24.), 17:11 (25.), 18:12 (26.), 18:14 (29.), 19:14 (19.), 19:14 (30.) – 19:15 (31.), 20:15 (32.), 21:16 (33.), 22:16 (35.), 24:18 (38.), 24:20 (40.), 25:20 (41.), 26:21 (43.), 27:21 (43.), 29:23 (48.), 31:25 (52.), 32:25 (54.), 33:26 (55.), 35:26 (59.), 36:27 (60.)

Stimmen zum Spiel:

Martin Schwalb (Trainer HSV Hamburg): „Mit der Angriffsleistung bin ich sehr zufrieden. Wir haben in den letzten Tagen einige Sachen einstudiert, die heute gut umgesetzt wurden. Es hat Spaß gemacht, und wir haben schöne Tore geworfen. Die Abwehr hat mir nicht so gut gefallen. Das hat zwei Gründe: Zum einen verfügt Belgrad über gute Spielzüge und agiert wirklich als Mannschaft. Die Spieler sind individuell gut ausgebildet und machen das Beste aus ihren Möglichkeiten. Zum anderen hatten wir Abwehrformationen auf dem Feld, die nicht so eingespielt sind, wie sie sein sollten. Im Großen und Ganzen war es ein sehr schönes und faires Handballspiel.“

Igor Butulija (Trainer Roter Stern Belgrad): „Ich gratuliere dem HSV und wünsche ihnen viel Glück in der Hauptrunde. Heute bin ich zufrieden mit meinem Team. Für uns war die Champions League eine gute Schule. Ich habe viele junge Spieler eingesetzt. Jetzt ist die Champions League für uns vorbei und wir müssen uns auf die Liga konzentrieren.“

Mirko Milasevic (Rückraumspieler Roter Stern Belgrad): „Es war für uns eine gute Erfahrung, gegen eines der besten europäischen Teams zu spielen. Wir haben aus der ersten Partie gegen Hamburg viel gelernt. Und ich denke, dass wir heute besser gespielt haben als im Hinspiel.“

Arne Niemeyer (Rückraumspieler HSV Hamburg): „Ich muss mich erst einmal wieder daran gewöhnen, Rückraum Mitte zu spielen. Das habe ich lang nicht gemacht. Aber ich spiele auch gern auf dieser Position. Champions League zu spielen, ist das, was ich immer wollte. Deswegen ist es auch kein Problem, sich in einem Spiel zu motivieren, in dem es um nichts mehr ging.“

Jan Schult (Rückraumspieler HSV Hamburg): „Für mich war es ein besonderes Spiel. Ich habe nicht so viel Einsatzzeit. Wenn ich dann auf dem Feld bin, will ich zeigen, was ich drauf habe. Ich bin schwer reingekommen und hätte einige anderen Lösungen finden müssen. Aber dann habe ich den Faden gefunden und mich gut gefühlt. Es hat Spaß gemacht, 30 Minuten spielen zu können.“

Notiz zum Spiel:

  • Hamburgs verletzter Rechtsaußen Stefan Schröder verfolgte die Partie seines Teams als Kommentator von Eurosport.

Tabelle

2 Flensburg-H. 53 : 11 +139
3 Berlin 48 : 14 +122
4 Hamburg 47 : 17 +108
5 R-N Löwen 44 : 20 +83
6 Magdeburg 39 : 27 +48

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