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25.04.09 EHF CL: Knappe Niederlage im Halbfinal-Hinspiel

Im Hinspiel des EHF Champions League-Halbfinales unterliegt der HSV Handball gegen BM Ciudad Real knapp mit 29:30 (13:12). Die Hamburger mussten gegen den Titelverteidiger somit ihre dritte Niederlage im laufenden Wettbewerb hinnehmen. Bei der Neuauflage des Vorjahres-Halbfinales entwickelte sich vor 10.119 Zuschauern in der Color Line Arena eine spannende Partie, in der beide Teams bereits höher führten. Hans Lindberg erzielte sechs Treffer und war gemeinsam mit Siarhei Rutenka und Alberto Entrerrios bester Werfer der Partie. Das Rückspiel wird in einer Woche, am Sonnabend, 2. Mai, um 19.00 Uhr in der Quijote Arena in Ciudad Real angepfiffen.

Furioser Beginn des HSV Handball

In der mit 10.119 Zuschauern besetzten Color Line Arena wurden vor dem Spiel Klatschpappen ausgelegt, die als Aufschrift das Motto der HSV-Fans trugen: „Finale“. Bei den Gastgebern gab Kreisläufer Bertrand Gille nach Rippenbruch sein Comeback und trug sich sogleich als erster Hamburger in die Torschützenliste ein (1:1, 2. Minute). In der Anfangsphase erlebte das Spiel dreimal einen Führungswechsel, nach dem 4:3 jedoch (6.) baute der HSV seinen Vorsprung erstmals weiter aus. Fünf Tore in Folge erzielten die Gastgeber angetrieben von ihren Fans. Johannes Bitter im Hamburger Tor gelang in dieser Drangphase fünf Paraden in Folge, darunter einen gehaltenen Siebenmeter. Nach dem Hamburger 8:3 nahm BM Ciudad Real seine Auszeit und wechselte auf der Torhüterposition Arpad Sterbik für Jose Javier Hombrados. Der HSV verteidigte seine Führung jedoch auch weiterhin. Bereits beim Stand von 12:7 für den HSV hatten die Gäste alle 14 Spieler eingesetzt (18.). Johannes Bitter parierte in der Folge zwei weitere Siebenmeter, seinen Vorderleuten sollte jedoch zehn Minuten lang kein Treffer gelingen. So konnte BM Ciudad Real bis zur Schlussminute der ersten Halbzeit ausgleichen (12:12). Pascal Hens erzielte im Gegenzug den 13:12-Halbzeitstand.

Entscheidung fällt in den Schlussminuten

In der zweiten Hälfte kehrten auch die zuletzt angeschlagenen Torsten Jansen und Marcin Lijewski ins Team des HSV zurück. Erstmals seit der Anfangsphase gerieten die Gastgeber in der 32. Minute wieder in Rückstand (14:15). Über 18:15 (34.) und 20:16 (37.) baute nun BM Ciudad Real seinerseits die Führung auf fünf Tore aus. Nach dem 23:18 für die Gäste (42.) war es im Gegenzug der HSV Handball, der sich ins Spiel zurück kämpfte. Sechs Überzahl-Minuten in Folge nutzte das Team von Trainer Martin Schwalb dazu, den Anschlusstreffer zum 24:25 zu erzielen (47.). In eigener Unterzahl gelang die neuerliche Führung (26:25, 52.). So endete ein spannendes Spiel wie es begonnen hatte: In der Schlussphase wechselte die Führung erneut mehrmals. Beide Mannschaften hatten die Chance, das Halbfinal-Hinspiel für sich zu entscheiden. Erst in der Schlussminute erzielte ‚Chema‘ Rodriguez Vaquero das vorentscheidende 30:28 für den Titelverteidiger der EHF Champions League. Hans Lindberg gelang mit dem Schlusspfiff der Treffer zum 29:30-Endstand. Der Däne war mit sechs Treffern, darunter drei verwandelten Siebenmetern bester Werfer des Spiels. Auf die gleiche Bilanz kamen die BM-Akteure Siarhei Rutenka und Alberto Entrerrios. Mit dem Rückstand von einem Tor geht der HSV Handball am nächsten Sonnabend, 2. Mai, ins Rückspiel, das um 19.00 Uhr in der Quijote Arena in Ciudad Real angepfiffen wird.

HSV Hamburg: Bitter (15/3 Paraden, 1.-34.); Sandström (7 P., 34.-60.);
Lindberg 6/3, B. Gille 5, G. Gille 4, Lackovic 4, Hens 2, K. Lijewski 2, Jansen 2, Schröder 2, M. Lijewski 1, Grimm 1, Flohr, Grundsten n.e.

BM Ciudad Real: Hombrados (1 P., 1.-11.); Sterbik (13 P., 11.-60.);
Källman 6, Entrerrios 6, Rutenka  6, Stefansson 4, Vaquero 2, Abalo 2, Fernandez 1, Pajovic 1, Parrondo 1, Dinart 1, Metlicic , Morros

Siebenmeter: 3/3 – 0/3 (Bitter pariert doppelt gegen Stefansson, Bitter bleibt Sieger gegen Rutenka)

Zeitstrafen: 3 – 5 (G. Gille, Grimm, B. Gille – Parrondo, Stefansson, Metlicic, Abalo und eine Strafe gegen die Bank)

Schiedsrichter: Dr. Peter Tajok / Csaba Dobrovits (Ungarn)

Spielfilm: 0:1 (1.), 2:1 (3.), 2:3 (5.), 4:3 (6.), 8:3 (10.), 8:4 (10.), 9:5 (12.), 11:5 (15.), 11:7 (16.), 12:7 (18.), 12:12 (29.), 13:12 (30.) – 13:13 (31.), 15:15 (33.), 15:18 (34.), 16:18 (35.), 16:20 (37.), 17:20 (38.), 17:22 (40.), 18:22 (41.), 20:24 (44.), 23:24 (46.), 23:25 (47.), 26:25 (52.), 27:26 (54.), 27:28 (55.), 28:28 (57.), 28:30 (60.), 29:30 (60.)

Stimmen zum Spiel:

Martin Schwalb (Trainer HSV Hamburg): „Am Anfang hat alles geklappt, aber es war schwer, dieses Niveau zu halten. In der zweiten Halbzeit haben wir dann Probleme gekriegt. Als Stefansson kam, hat man gesehen wie stark Ciudad ist. Wir haben es verpasst, die Big-Points zu machen, trotzdem Kompliment an meine Mannschaft, sie hat sich nie hängen lassen. Am nächsten Samstag um 21 Uhr wissen wir, was dieses Ergebnis wert ist, wobei Ciudad Real nach diesem Spiel mit Sicherheit Favorit ist.“

Johannes Bitter (Torhüter HSV Hamburg): „Wir haben los gelegt wie die Feuerwehr. Mit unseren Fans im Rücken sind wir schnell davon gezogen. Das Niveau war so aber nicht haltbar, aber es ist auch noch nicht viel passiert. Wir können das Rückspiel durchaus noch gewinnen.“

Talant Dujshebaev (Trainer BM Ciudad Real): „Wir gehen jetzt mit einem Tor in die Halbzeitpause des Halbfinales. Ich bleibe dabei: Hamburg ist für mich eines der besten Teams der Welt, deshalb wird es im Rückspiel trotzdem sehr schwer. Aber mit unseren eigenen Fans im Rücken werden wir es schaffen. In der ersten Halbzeit haben wir zu viele technische Fehler gemacht, und Bitter hat überragend gehalten. Die zweite Halbzeit war sehr gut, vor allem als wir vier Gegenstöße nacheinander verwandelt haben. Aber die Hamburger haben auch in der zweiten Halbzeit gezeigt wie stark sie sind und haben nie aufgegeben.“

Ales Pajovic (Rückraumspieler BM Ciudad Real): „Wir haben nicht gut angefangen, aber wir haben die ganze Zeit gekämpft und konnten den HSV so schlagen. Ein Sieg mit einem Tor in Hamburg ist auf jeden Fall ein Erfolg.“

Notizen zum Spiel:

  • Als Schiedsrichter-Betreuer der EHF reiste Henrik La Cour Laursen nach Hamburg an. Der Däne pfiff vor knapp zwei Jahren das Endspiel des HSV Handball im Europapokal der Pokalsieger bei Ademar Leon, in dem das Team von Trainer Martin Schwalb den Europacup gewann.

Tabelle

2 Flensburg-H. 53 : 11 +139
3 Berlin 48 : 14 +122
4 Hamburg 47 : 17 +108
5 R-N Löwen 44 : 20 +83
6 Magdeburg 39 : 27 +48

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