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20.02.08 EHF CL: Tabellenführung in Gruppe 3 behauptet
Kyung-Shin Yoon überragte mit 15 TreffernDer HSV Handball bezwingt am dritten Spieltag der EHF Champions League-Hauptrunde Portland San Antonio mit 32:29 (18:14). Vor 7.173 Zuschauern in der Color Line Arena boten beide Teams ein hochklassiges Handball-Spiel. Der HSV konnte mit einer konzentrierten Leistung die Tabellenführung der Gruppe 3 behaupten. Bei den Hamburgern zeichnete sich Torhüter Johannes Bitter mit 19 Paraden aus. Überragender Akteur auf dem Feld war Kyung-Shin Yoon mit 15 Treffern, davon sechs per Siebenmeter.
HSV dreht nach Anfangsschwierigkeiten auf
Der HSV fand vor 7.173 Zuschauern in der Color Line Arena schwer in die Partie. Johannes Bitter stand in den Anfangsminuten im Mittelpunkt, wehrte zwei Bälle ab und ermöglichte so die 1:0-Führung der Hamburger (2. Minute). Bis zur vierten Minuten drehten die Gäste das Ergebnis jedoch auf 3:1. Der Welthandballer in Reihen der spanischen Gäste, Ivano Balic, erzielte dabei die ersten beiden Treffer für sein Team. In der Folgezeit wurde der Kroate von der HSV-Defensive aber gut aufgenommen und weitgehend ausgeschaltet. In einer umkämpften, aber fairen Partie gingen die Hamburger nach neun Minuten und drei Toren in Folge wiederum mit 4:3 in Führung. Portland San Antonio konnte noch einmal antworten (7:6, 13.), hatte dann der stärksten Phase der Hamburger, ab der 15. Minute, aber kaum etwas entgegen zu setzen. Durch eine Serie von fünf Treffern konnte sich der HSV auf 12:8 absetzen (19.). Auch eine Auszeit der Gäste oder die erste Zwei-Minuten-Strafe des Spiels gegen Torsten Jansen brachten die Hamburger nicht aus dem Konzept. Durch eine konzentrierte Leistung in Abwehr und Angriff baute der HSV das Ergebnis kontinuierlich auf 16:10 aus (24.). Ivano Balic wurde von seinem Trainer Javier Cabanas in dieser Phase auf der Bank belassen, doch vor allem Christian Kjelling Portland nun im Spiel hielt. Mit dem 14:18 aus Sicht der Spanier stellte der Norweger, der die letzten vier Tore für sein Team warf, den Halbzeitstand her. Bester Spieler in den ersten 30 Minuten war Kyung-Shin Yoon mit neun Toren, von denen er eines sogar von der Rechtsaußen-Position erzielte.
Kyung-Shin Yoon überragt mit 15 Toren
In die zweite Spielhälfte startete der HSV mit viel Elan. Kyung Shin Yoon, den die Spanier nicht in den Griff bekamen, traf weiterhin aus allen Lagen. Auch der Wechsel im Tor – Valter Matosevic ersetzte Tomas Svensson – konnte die Hamburger nicht bremsen. Torsten Jansen und Stefan Schröder kassierten früh in der zweiten Halbzeit jeweils eine Zwei-Minuten-Strafe, doch diese Unterzahlsituationen bewältigten die Hamburger ebenfalls. Johannes Bitter im Tor war auch in diesen Phasen ein sicherer Rückhalt für seine Mannschaft. Insgesamt zeichnete sich der Keeper mit 19 Paraden aus. Portland schienen die Ideen gegen die konzentrierte Deckung des HSV auszugehen. Die Hamburger konnten ihre Führung zwischenzeitlich auf acht Tore ausbauen (27:19, 45.). In den letzten zehn Spielminuten wurden die Spanier aggressiver und nahmen sowohl Pascal Hens als auch Kyung-Shin Yoon in Manndeckung. Nach 50 Minuten führte der HSV mit 29:22, doch Portland arbeitete sich heran und konnte den Rückstand auf 30:27 verkürzen (56.). Nach zwei umkämpften Minuten ohne Torerfolge erzielte Torsten Jansen nach einem Tempogegenstoß 31:27 die Vorentscheidung (58.). Am Ende entschied der HSV die Partie mit 32:29 für sich. Die Hamburger bleiben damit mit fünf Punkten an der Tabellenspitze der EHF Champions League-Gruppe 3. Überragender Akteur des hochklassigen Spiels war Kyung-Shin Yoon mit 15 Treffern, davon sechs Siebenmeter.
HSV Hamburg: Bitter (19 Paraden, 1.-40., 42.–60.); Sandström (für zwei Siebenmeter eingewechselt)
Yoon 15/6, Jansen 5, Hens 5, G. Gille 3, Schröder 2, Ursic 2, B. Gille, Flohr, Lindberg, Grimm, Lijewski, Souza n.e., Torgovanov n.e.
Portland San Antonio: Svensson (4 P, 1-30.), Matosevic (6 P., 31.-60.);
Malmagro 10, Kjelling 7, Balic 3, Nikolic 3, Hernandez 3, Ruesga 2, Ortigosa 1, Vugrinec, Dominikovic, Perez, Jörgensen, Carvajal n.e.
Siebenmeter: 6/6 – 5/5
Strafminuten: 6 – 2 (Jansen 2x, Schröder, B. Gille, G. Gille, Yoon – Ortigosa, Nikolic)
Spielfilm: 1:0 (2.), 1:1 (3.), 1:3 (4.), 3:3 (7.), 4:3 (10.), 4:4 (11.), 6:6 (13.), 6:7 (13.), 7:8 (14.), 8:8 (15.), 12:8 (19.), 14:10 (22.), 16:10 (24.), 16:12 (28.), 18:14 (30.) - 19:14 (31.), 19:15 (32.), 21:15 (36.), 23:17 (40.), 23:18 (41.), 26:18 (43.), 27:19 (45.), 27:22 (48.), 28:22 (48.), 30:24 (50.), 30:26 (54.), 30:27 (56.), 31:27 (58.), 32:28 (59.), 32:29 (60.)
Die Bilder vom Spiel gibt es hier.
Stimmen zum Spiel:
Martin Schwalb (Trainer HSV Hamburg): „Wir konnten zu großen Teilen umsetzen, was wir uns vorgenommen hatten. Wir waren aggressiv in der Abwehr und provozierten durch 1:1-Situationen schnelle Tempogegenstöße. Mir hat sehr gut gefallen, wie wir die Weltklasse-Abwehr Portlands in Bewegung gebracht haben. Wir sind in der sogenannten „Todesgruppe“ und müssen nun weiter arbeiten. Es macht Spaß in dieser Gruppe zu spielen. Wir können stolz sein, mit solchen Mannschaften um den Halbfinal-Einzug kämpfen zu können. Es ist toll, welche Weltstars wir Hamburg hier präsentieren.“
Kyung-Shin Yoon (Spieler HSV Hamburg): „Heute ist mein bester Tag gewesen. Aber ich war es nicht allein. Wenn die Mannschaft mir nicht hilft, kann ich nicht so oft treffen. Für mich ist es in erster Linie wichtig, ins Halbfinale zu kommen. Aber natürlich freue ich mich über die Tore.“
Javier Cabanas (Trainer Portland San Antonio): „Ich denke, es ist ein gerechtes Ergebnis. Beide Mannschaften sind gut ins Spiel gekommen. Die entscheidende Phase war ab der 13. Minute, als wir einige Angriffe nicht abschließen konnten. Der HSV konnte so davon ziehen. In der zweiten Halbzeit haben die Hamburger das Ergebnis verwaltet. Der Sieg geriet nie in Gefahr.“
Tomas Svensson (Torhüter Portland San Antonio): „Es war schön, wieder in der Color Line Arena zu spielen. Darauf habe ich seit drei Jahren gewartet. Wir hatten eine schwere Aufgabe. Der HSV hat den Sieg verdient. Hens und besonders Yoon waren unglaublich gut. Ich gratuliere dem HSV zu dem Sieg.“
Johannes Bitter (HSV-Torhüter) nach dem Spiel im Interview mit Hamburg 1 - hier klicken.
Notizen zum Spiel:
- In der 13. Minute zückte Schiedsrichter Peter Brunovsky, als er Juan Perez mit der gelben Karte verwarnen wollte, zuerst die rote Karte, bemerkte seinen Fehlgriff aber rechtzeitig.
- Das zweite Gruppenspiel zwischen HC Croatia Zagreb und der SG Flensburg-Handewitt findet am Sonntag, 24. Februar, um 16.00 Uhr im Dom Sportova in Zagreb statt.
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