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18.02.09 EHF CL: Wichtiger Sieg in Russland

Marcin Lijewski traf bei Medvedi Moskau elf Mal

Mit einem Erfolg im Auswärtsspiel beim russischen Meister Chehovskie Medvedi hat der HSV Handball die Führung in der Hauptrunden-Gruppe 1 der EHF Champions League ausgebaut. Vor 1.500 Zuschauern in der Sportshall Olimpiyskiy in Chekhov siegten die Hamburger 32:30 (14:14). Damit bleibt der HSV in der europäischen Königsklasse weiter ohne Punktverlust und steht mit acht Zählern an der Tabellenspitze der Gruppe 1. Außerdem machte die Mannschaft von Trainer Martin Schwalb einen großen Schritt in Richtung Viertelfinale. Zum besten Spieler der Partie in Russland avancierte Marcin Lijewski mit elf Treffern.

Umkämpfte erste Halbzeit

Zu Beginn des Spiels konnte Pascal Hens vor 1.500 Zuschauern in der Sportshall Olimpiyskiy in Chekhov die Auftaktführung der Gastgeber zweimal ausgleichen (2:2, 4. Minute). Hans Lindberg vergab indes die Chance zur ersten Führung seines Teams: Der Däne scheiterte per Siebenmeter an Medvedi-Keeper Oleg Grams. Den ersten HSV-Vorsprung warf dann jedoch Pascal Hens mit seinem drittem Treffer heraus (4:3, 9.). Marcin Lijewski baute diese Führung direkt auf zwei Tore aus (5:3, 10.). In einer umkämpften Anfangsphase nahm Chehovskie-Coach Maximov nun bereits seine Auszeit. Trotz der offensiven Deckung der Gäste traf Weltmeister Guillaume Gille, nach der fünften Parade von Johannes Bitter im HSV-Tor, per Einzelaktion zum 7:4 (13.). Medvedi verkürzte jedoch durch zwei Tore in Folge auf 6:7 (15.). Auch die Hamburger zeigten eine gute Abwehrleistung. In Unterzahl allerdings, Bertrand Gille musste auf die Bank, konnten die Gastgeber wiederum den Ausgleich erzielen (9:9, 19.). Zwei Minuten später musste das Schwalb-Team sogar den erneuten Rückstand hinnehmen (9:10), den Dmitry Kovalev umgehend auf zwei Tore ausbaute (9:11, 21.). Marcin Lijewski markierte zweimal den Anschluss (11:10, 22./11:12, 24.), vergab jedoch anschließend den Ausgleich gegen Grams. In erneuter Überzahl konnte Konstantin Igropulo so die Führung für die Russen per Siebenmeter auf 14:11 ausbauen (27.). Doch der HSV, in den letzten zwei Minuten selbst in Überzahl, schaffte bis zum Halbzeitpfiff den Ausgleich: Torsten Jansen erzielte in der Schlussminute des ersten Durchgangs das 14:14.

Marcin Lijewski Garant für HSV-Sieg

Nach dem Wiederanpfiff stellten die Gastgeber schnell die erneute Zwei-Tore-Führung her (16:14, 32.). Als die norwegischen Schiedsrichter Kenneth Abrahamsen und Arne M. Kristiansens jeweils einen Spieler von jedem Team auf die Strafbank schickten, parierte Johannes Bitter den Wurf von Kovalev und verhinderte so einen höheren Rückstand. Torsten Jansen konnte die Chance zum Anschlusstreffer allerdings nicht nutzen und vergab auch den zweiten HSV-Siebenmeter (34.). Zwei Minuten später glich der Nationalspieler dann aber zum aus 16:16 aus. In der Folge knüpfte die zweite Hälfte an die erste an: die 30 aus Hamburg mitgereisten Fans sahen eine umkämpfte und spannende Partie. Eine Co-Produktion der französischen Brüder Guillaume und Bertrand Gille brachte die erneute HSV-Führung (17:16, 38.). Marcin Lijewski hielt diesen knappen Vorsprung mit seinen Treffern fünf bis sieben nicht nur, mit seinem achten Tor markierte der Pole im Team des HSV das 23:21 (45.). Beim Stand von 24:22 für den HSV parierte Johannes Bitter zudem einen Siebenmeter von Igropulo. Auf der anderen Seite erhöhte Blazenko Lackovic den HSV-Vorsprung wiederum auf drei Tore (25:22, 48.). Durch jeweils zwei Treffer in Folge glich Medvedi jedoch wieder aus (26:26, 52.). Per Sandström, der in der Schlussphase Johannes Bitter nach 15 Paraden im Hamburger Tor ablöste, brachte den HSV schließlich auf die Siegerstraße. Nachdem der Schwede einen Wurf von Igropulo fangen konnte, erzielte Marcin Lijewski mit seinem neunten Tor die erneute Zwei-Tore-Führung für sein Team (30:28, 56.). In den letzten Minuten baute der Rückraumspieler die Führung im Alleingang sogar erstmalig auf vier Treffer aus. Bis zum Schlusspfiff konnten die Gastgeber das Ergebnis lediglich noch auf 30:32 verkürzen. Bester Werfer der Partie war Marcin Lijewski mit insgesamt elf Treffern. Mit dem Erfolg hat der HSV beste Chancen auf das Erreichend des Viertelfinales.

Chehovskie Medvedi: Grams (15/2 Paraden, 1.-49.); Budkov (3 P., 49.-60.);
Igropulo 6/4, Kamanin 6/1,Filippov 5, Kovalev 4, Rastvortsev 3, Chipurin 2, V. Ivanov 2, Dibirov 1, Chernoivanov 1, Aslanyan n.e., Skopintsev n.e., Zotov n.e., R. Ivanov n.e.

HSV Hamburg: Bitter (15/1 P., 1.-53.); Sandström (2 P., 53.-60.);
M. Lijewski 11, Hens 5, Jansen 4, B. Gille 4, Lackovic 3, Lindberg 3/1, G. Gille 1, Schröder 1, Flohr, Torgovanov, Niemeyer n.e., Grimm n.e.

Siebenmeter:  5/6 – 1/3 (Bitter pariert gegen Igropulo – Lindberg scheitert an Grams, Jansen wirft Grams an)

Zeitstrafen:  3 – 4  (Chipurin, , Kamanin, Chernoivanov – B. Gille 2x, Lackovic, G. Gille)

Schiedsrichter: Kenneth Abrahamsen / Arne M. Kristiansens (Norwegen)

Spielfilm: 1:0 (3.), 1:1 (3.), 3:3 (7.), 3:5 (10.), 4:6 (12.), 4:7 (13.), 6:7 (15.), 8:9 (18.), 11:9 (21.), 12:10 (23.), 13:11 (26.), 14:11 (27.), 14:14 (30.) - 16:14 (32.), 16:16 (36.), 18:18 (40.), 21:21 (44.), 21:23 (46.), 22:24 (47.), 22:25 (48.), 24:25 (50.), 25:26 (52.), 26:26 (52.), 28:28 (55.), 28:32 (58.), 30:32 (60.)

Stimmen zum Spiel:

Martin Schwalb (Trainer HSV Hamburg): „Wir haben hier heute beinahe eine exakte Kopie des Spiels vom letzten Jahr gesehen. Wir sind gut ins Spiel gestartet, haben dann aber zunehmend Probleme bekommen und es uns gegen eine schwer zu spielende Deckung nicht leicht gemacht. In der zweiten Halbzeit hat die Mannschaft aber unglaublich um diese Punkte gekämpft und den Gegner mit der Dauer des Spiels zermürbt. Da muss ich meinen Spielern ein Kompliment machen.“

Christian Fitzek (Sportlicher Leiter HSV Hamburg): „Durch den Sieg haben wir uns eine exzellente Ausgangslage für die beiden Rückspiele gegen Portland und gegen Moskau erarbeitet. Besonders gefreut hat es mich, dass Marcin Lijewski, der etwas schwer ins Spiel kam, am Ende der Matchwinner für unsere Mannschaft war.“

Notiz zum Spiel:

  • Blazenko Lackovic erzielte mit dem 29:28 in der 55. Minute sein 100. Pflichtspieltor der laufenden Saison.
  • Unter den 30 mitgereisten HSV-Fans waren, wie bereits im letzten Jahr, auch wieder fünf Mitarbeiter der deutschen Botschaft in Moskau beim Spiel dabei.

Tabelle

2 Flensburg-H. 53 : 11 +139
3 Berlin 48 : 14 +122
4 Hamburg 47 : 17 +108
5 R-N Löwen 44 : 20 +83
6 Magdeburg 39 : 27 +48

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